
Gab es bereits vor 150 Jahren in Schwetzingen närrische Treffen und Bälle in allen Gasthäusern und Hotels mit Prämierungen von Kostümen für Gruppen und Einzelpersonen, waren die Narren und Kostümierten auch in der Nacht mit Fackelumzügen in Schwetzingen unterwegs.
Erst als man in Schwetzingen im Februar 1950 die SCG gründete wurde die närrische Jahreszeit durch den Elferrat und seines Präsidenten organisierter. Bereits nach sechs Jahren hatten die Schwetzinger ein Prinzenpaar. Brühl hatte zu dieser Zeit „Prinzessin Else I von Elektronien“ und Plankstadt „Ursula I von Kofferonien“, Schwetzingen hatte seinen Prinzen „Hans I vom Adlerhorst“ und seine Lieblichkeit „Brigitte I von der Friedenshöhe“.
1956 hatte der Schwetzinger Umzug 38 Zugnummern, die um 15.15 Uhr starteten. Da der Ketscher Fasnachtsumzug Tage zuvor wegen Kälte abgesagt wurde, kamen alle Zugnummern nach Schwetzingen. Der Zugverlauf startete in der Bahnhofanlage über Bismarck-, Friedrich-, die Mannheimer bis zur Heidelbergerstraße, Friedrich-Ebertstraße bis zum Rondell und wieder über die Mannheimerstraße durch die Dreikönigstraße bis zum Schlossplatz, wo sich der Umzug auflöste.
Der erste Platz wurde durch das Zugkomitee mit stolzen 500 Mark belohnt, das Thema war „Camping an der Leimbach“, da man in dieser Zeit erwog, in der Schlossgarten „Wildnis“ - dem heutigen Seepferdchengarten - einen Campingplatz zu errichten. Die Fünfte Jahreszeit endete mit dem Aschermittwoch und mit 20 Zentimeter Neuschnee - auch hier gab es schon Wetterkapriolen. (amoos)


