Regen und Sonnenstrahlen wechselten sich bis in den Nachmittag hinein im Stundentakt ab, doch das konnte die Stimmung der Besucherinnen und Besucher trüben. Schon zur Eröffnung am Samstag um 12 Uhr auf der HMV-Bühne in der Oberen Hauptstraße war klar: Hockenheim feiert. Begonnen hat das Stadtfest bereits am Freitagabend im Maidorf mit Bands Lorena Huber und Delta Rock.
Traditionell eröffnete der Fanfarenzug der Rennstadt den Hockenheimer Mai mit seinem musikalischen Auftakt, bevor Christian Soeder, Vorsitzender des Hockenheimer Marketing Vereins, auf der HMV Bühne das Wort ergriff. Er erinnerte daran, dass die Idee zu diesem Straßenfest vor genau 50 Jahren geboren wurde – und dass die Jubiläumsausgabe nach zwei Corona-Ausfällen im Jahr 2027 folgt: „Es ist ein wunderbares, großartiges Fest – ein tolles Miteinander von Vielfalt und Gemeinschaft. Und das ist es, was Hockenheim ausmacht."
Oberbürgermeister Marcus Zeitler nahm das wechselhafte Wetter mit Humor: „Ob die Sonne scheint oder ob es regnet – uns ist es egal, denn wir feiern die Feste so wie sie fallen." Der Fassbieranstich durch den OB geriet dabei zum unfreiwilligen Spektakel, denn er brauchte mehrere Schläge, bis das Bier in die Krüge floss. Das ergoss sich leider auf die Straße. Als Soeder und Zeitler schließlich mit den Bierkrügen anstießen, war der 49. Hockenheimer Mai offiziell eröffnet. Weinkönigin Ellen I. aus Duttweiler, die zum dritten Mal zu Gast in Hockenheim war, brachte es auf den Punkt: „Der Mai ist eigentlich der einzige Monat, der sich so richtig feiern lässt."
Auf vier Bühnen und mit knapp 80 Ständen bot das Fest ein Programm für alle Generationen. Die Aktionsmeile in der Oberen Hauptstraße, der Marktplatz mit dem MaiDorf, der MaiClub auf dem Parkplatz Ottostraße und der neue MaiKids-Bereich am Zehntscheunenplatz sorgten für ein buntes in der Innenstadt. Vereine, lokale Unternehmen und Institutionen präsentierten sich Seite an Seite – von der Stadtkapelle über den Kinderschutzbund bis hin zu neuen Ausstellern wie der Black Stork Braumanufaktur, der Banthai Thaimassage oder der kirchlichen Sozialstation mit einem Infostand.
Bis in den Abend hinein wurde gefeiert. Den Abschluss bildeten Amokoma mit Funk, Soul und HipHop auf der HMV-Bühne in der Oberen Hauptstraße sowie who2ladies auf dem Marktplatz – ein großes Finale, das dem launischen Wetter des Tages endgültig den Garaus machte. (bg)



