
Am 17. Juli 2025 eröffnete in der Ottostraße der „Hoggema Treff“ – ein neues Angebot der Stadt Hockenheim. Seither steht dieser Ort Bewohnerinnen und Bewohnern, Vereinen und Initiativen als offener, einladender Begegnungsraum zur Verfügung.
Der Treff bietet Platz für persönliche Treffen, kulturelle Veranstaltungen, Workshops und Informationsangebote und fördert so den Austausch sowie das Miteinander in der Nachbarschaft. Mit einem vielfältigen Programm und unterstützenden Räumlichkeiten will die Stadt Gemeinschaft stärken und Beteiligung ermöglichen; der „Hoggema Treff“ hat sich inzwischen zu einem lebendigen Mittelpunkt des städtischen Lebens entwickelt. Bürgermeister Matthias Beck sagte damals:”Der Hoggema Treff ist eine Brücke zwischen Generationen, Kulturen, Initiativen - und nicht zuletzt auch zwischen Kaffee und guten Gesprächen. Ich bin mir sicher: Es wird lebendig, es wird vielfältig. Es wird Hockenheim.” Und er hatte mit seiner Einschätzung Recht. Hier treffen sich bereits regelmäßig einige Gruppen der Lokalen Agenda - die Kreativen Nadeln, der Tauschring oder die Fairtrade-Steuerungsgruppe. Darüber hinaus werden an diesem Ort auch viele von engagierten Bürgerinnen und Bürgern initiierte Projekte verwirklicht. Diese reichen von Umwelt- und Bildungsmaßnahmen bis hin zu kulturellen Veranstaltungen und sorgen dafür, dass lokale Ideen tatsächlich umgesetzt werden.
Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026, wurde ein neues Angebot gestartet: der Kartenspiel-Nachmittag. Dort können Teilnehmerinnen und Teilnehmer an verschiedenen Kartenspielen Freude haben – auf dem Programm stehen unter anderem Klassiker wie Mau Mau, Rommé und Skat. Das Projekt richtet sich an alle Spielinteressierten, egal ob Anfänger oder erfahrene Kartenprofis; erfahrene Mitspieler erklären bei Bedarf die Regeln. Der Nachmittag soll nicht nur zum gemeinsamen Spielen, sondern auch zum Kennenlernen und Austausch dienen und die Konzentration sowie das strategische Denken fördern.Die Veranstaltung findet vorerst an jedem dritten Donnerstag im Monat statt. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig – Interessierte können einfach vorbeikommen.Beim ersten gemeinsamen Kartenspiel-Nachmittag war der Bridge-Club Walldorf zu Gast und führte die Teilnehmenden in die Grundlagen des Bridges ein. Die anwesenden Mitglieder des Clubs erläuterten Regeln und Spielablauf, demonstrierten Schritt für Schritt, wie eine Partie typischerweise verläuft, und beantworteten dabei Fragen der Interessierten. Auf Wunsch kommen sie gerne erneut nach Hockenheim, um weitere Einführungen oder Übungsrunden anzubieten. Bridge ist nicht nur ein geselliges Spiel, sondern auch sehr anspruchsvoll: Es verlangt gutes Gedächtnis, Probabilitätsabschätzung, strategische Planung, genaue Partnerkommunikation innerhalb der erlaubten Signale und das Lesen der Gegenspieler. Wegen dieser Tiefe wird Bridge oft mit Schach verglichen — als ein Mannschaftssport mit komplizierten strategischen Entscheidungen und viel Spielraum für Entwicklung und Übung.
Wer gedacht hätte, 15.00 Uhr als Start sei zu früh, hat sich getäuscht. Schon kurz nach Beginn waren alle Plätze von den Kartenspiel-Freunden besetzt; der Raum füllte sich mit Spielerinnen und Spielern. Ganz im Sinne der Gründungsabsicht trafen Jung und Alt aufeinander, dazu Menschen verschiedener Nationalitäten — eine lebhafte, freundliche Runde mit viel Gespräch, Lachen und Spielfreude. Bürgermeister Matthias Beck erklärte nochmals die Idee, die hinter dem “Hoggema Treff” steht. “Der Hoggema Treff soll für alle ein Ort der Begegnung sein. Wir wollen keine Mieteinnahmen und keinen Gewinn generieren. Es ist ein niederschwelliges, kostenfreies Angebot für alle, bei dem vielleicht neue Interessengruppen entstehen,” so der Bürgermeister. Die Betreuung des Spiele-Nachmittags hat übrigens die leidenschaftliche Kartenspielerin Bärbel Wanner ehrenamtlich übernommen.
Der „Hoggema Treff“ hat sich als Begegnungsstätte in Hockenheim zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. Neben den regelmäßig stattfindenden Angeboten der Lokalen Agenda sorgen auch einmalige Kulturveranstaltungen sowie regelmäßig wiederkehrende Formate – etwa der sehr beliebte Brettspieltreff mit durchschnittlich 70 bis 80 Teilnehmern pro Zusammenkunft – dafür, dass das Haus gut ausgelastet ist. Trotz dieser positiven Bilanz sieht man weiterhin Spielraum für neue Ideen und zusätzliche gemeinsame Aktivitäten, die das Programm ergänzen könnten. „Unsere Angebote werden immer angenommen, egal zu welcher Uhrzeit“, betont Elke Schollenberger, die in Hockenheim die Aktivitäten der Lokalen Agenda betreut. Mit dem Angebot des Treffpunkts möchte sie bewusst gegen den zunehmenden Trend zur Einsamkeit vorgehen – und zwar nicht nur bei älteren Menschen. Ziel ist es, Begegnungen zu schaffen, die Austausch, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung fördern. Es ist ihr ein großes Anliegen, dass durch den „Hoggema Treff“ möglichst viele Menschen motiviert werden, sich aktiv einzubringen und sich mit ihrer Stadt zu identifizieren. Idealerweise fühle man sich dann stolz darauf, dass Hockenheim die eigene Heimat und der Ort ist, an dem man sich engagiert und wohlfühlt. (GK)