NUSSBAUM+
Tiere, Natur & Umwelt

Hundsrose

Es gibt wohl kaum ein so robustes Wildgehölz wie unsere heimische Hundsrose. Die älteste lebende Hundsrose wächst vermutlich an der Apsis des Hildesheimer...

Es gibt wohl kaum ein so robustes Wildgehölz wie unsere heimische Hundsrose. Die älteste lebende Hundsrose wächst vermutlich an der Apsis des Hildesheimer Domes. Sie hat einen Umfang von 7 bis 8 m und wurde bereits im 11. Jahrhundert in einer Urkunde erwähnt. Zwar sind ihre Triebe keine 1.000 Jahre alt, denn sie wurden immer wieder von Kriegen, Feuer und Bombenangriffen zerstört, diese Katastrophen konnten aber dem Wurzelsystem der Rose nichts anhaben. Sie trieb immer wieder aus. In einem großen naturnahen Garten ist die Hundsrose, botanisch Rosa canina, ein wunderbarer Strauch, der im Juni mit zartrosa Blüten und im Herbst mit roten Hagebutten übersät ist. Er wird bis zu 3 m hoch und geht langsam mithilfe von kurzen Ausläufern in die Breite oder der Sonne entgegen. Hundsrosen können jederzeit zurückgeschnitten bzw. ausgelichtet werden und vertragen so gut wie jeden Boden. Die Blüten bieten Bienen und anderen Insekten reichlich Nektar und die Hagebutten sind ein schmackhaftes Futter für unsere Singvögel. Du kannst Marmelade oder Mus aus den Vitamin-C-reichen entkernten Früchten kochen oder sie trocknen und als Tee aufbrühen.

Wer Hagebutten sehr gerne verarbeitet, sollte allerdings Rosen pflanzen, die dickere Hagebutten ausbilden – das erleichtert die Arbeit in der Küche ungemein. Die Apfelrose, botanisch Rosa villosa, bildet z. B. besonders viele fleischige Früchte und wird deswegen schon seit Jahrhunderten in Bauerngärten angebaut.

Entnommen aus Tageblatt 30.7., der Grüne Wink 2025

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Gemeinde Oedheim
NUSSBAUM+
Ausgabe 31/2025
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Orte
Oedheim
Kategorien
Panorama
Tiere, Natur & Umwelt
Meine Heimat
Entdecken
Themen
Kiosk
Mein Konto