
Vom 6. bis 16. November lädt das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg (IFFMH) zur 74. Mit 74 Langfilmen aus über 50 Ländern wird nicht nur cineastisch große Bandbreite geboten. Das Festival versteht sich auch als Raum für Begegnung, Diskurs und kulturelle Teilhabe.
Festivalleiter Dr. Sascha Keilholz beschreibt die Tonalität des aktuellen Jahrgangs als geprägt von einer neuen, jungen Filmschaffenden-Generation. Viele von ihnen verarbeiten postmigrantische Erfahrungen, erzählen von Heimatverlust, Flucht, Neubeginn.
Der Wettbewerb „On the Rise“ präsentiert traditionell die ersten und zweiten Langfilme aufstrebender Regietalente, alle als Deutschlandpremieren. Inhaltlich reichen die Themen von autoritären Vergangenheiten in Südamerika und Osteuropa über die Situation von Arbeitsmigranten bis hin zu persönlichen Geschichten über Verlust, Aufbruch oder queere Identität. Aus China und Japan kommen zwei bildgewaltige Geistergeschichten, Kanada und die USA steuern komödiantische Coming-of-Age- und Beziehungsfilme bei.
Mit „IFFMH im Fluss“ erweitert das Festival sein Rahmenprogramm um eine performative Schifffahrt auf dem Neckar: Ein Symbol für den Austausch zwischen den beiden Festivalstädten Mannheim und Heidelberg. Eine Premiere gibt es auch im Preisregal: Erstmals wird der renommierte Deutsche Dokumentarfilmpreis im Rahmen des IFFMH vergeben – in Zusammenarbeit mit dem SWR und der MFG Baden-Württemberg. Der Fokus auf dokumentarisches Erzählen unterstreicht das gesellschaftliche Engagement des Festivals, das sich klar zu demokratischen Werten, Diversität und Inklusion bekennt.
Für Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht ist das IFFMH ein „verbindendes Element“ der Stadtgesellschaften. Er begrüßt besonders die Aufführungen in den neueröffneten Planken-Lichtspielen. Damit bespielt das Festival wieder alle Mannheimer und Heidelberger Kinos sowie das Stadthaus N1.


