
Mit den steigenden Temperaturen erwachen Igel aus dem Winterschlaf. Für viele Tiere beginnt nun eine besonders kritische Phase, da ihre Energiereserven oft stark erschöpft sind und sie dringend Nahrung aufnehmen müssen. Dies gestaltet sich leider immer schwieriger durch den hohen Insektenrückgang der letzten Jahre.
Tagaktive Igel sind in vielen Fällen hilfebedürftig. Vor allem geschwächte oder unterernährte Tiere sind auch am Tag unterwegs, um ausreichend Futter zu finden. Deshalb ist es wichtig, genau hinzuschauen und bei Auffälligkeiten zu handeln.
Igel kann man gezielt unterstützen, indem man frisches Wasser in einer flachen Schale bereitstellt und passendes Futter anbietet. Geeignet ist zum Beispiel hochwertiges Katzennassfutter ohne Soße mit hohem Fleischanteil, ungewürztes Rührei, ungewürztes, gekochtes Geflügelfleisch oder Rinderhack sowie Insekten wie getrocknete Soldatenfliegenlarven. Auf keinen Fall sollte Milch, Obst oder Brot angeboten werden, da dies zu schweren Verdauungsproblemen führt. Um zu vermeiden, dass andere Tiere wie Ratten angelockt werden, wäre es ideal, das Futter in einem geschützten Futterhaus (mit zwei Eingängen) anzubieten.
Darüber hinaus helfen naturnahe Gärten mit Laub- und Reisighaufen sowie kleinen Durchgängen in Zäunen dabei, dass Igel ausreichend Unterschlupf finden und sich sicher bewegen können. Mähroboter sollte man nur tagsüber und unter Aufsicht laufen lassen.
Bei geschwächten, verletzten oder auffälligen Tieren sollte man nicht wegsehen. Im Zweifel kann man sich an Wildtierhilfen und Igelstationen wenden. Weitere Informationen findet man unter: www.pro-igel.de. (sf/red)
