Die 13 Heuberggemeinden gehen gemeinsam den nächsten Schritt zur Entwicklung eines möglichen Interkommunalen Gewerbegebiets Heuberg. Nach der bereits durchgeführten Machbarkeitsstudie, in der insbesondere der Bedarf sowie mögliche Flächen betrachtet wurden, folgt nun ein Masterplan beziehungsweise eine fachliche Vorprüfung als nächste Projektstufe.
Dabei geht es nicht um ein klassisches Gewerbegebiet im bisherigen Verständnis. Vielmehr soll geprüft werden, wie auf dem Heuberg ein zukunftsorientierter Standort entstehen kann, der den veränderten Anforderungen der regionalen Unternehmen durch Transformation, Automatisierung, Energieeffizienz und neue Produktionsprozesse gerecht wird. Ohne entsprechende Entwicklungsmöglichkeiten besteht die Gefahr, dass die bestehende wirtschaftliche Struktur des Heubergs langfristig an Wettbewerbsfähigkeit verliert.
Ziel ist es, vor einer möglichen Einleitung formeller Bauleitplanverfahren eine gute Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Dabei soll geprüft werden, unter welchen Rahmenbedingungen der bevorzugte Standort „Heuberger Kreuz“ grundsätzlich realisiert werden kann.
Im Rahmen des Masterplans werden unter anderem raumordnerische, städtebauliche, naturschutzfachliche, infrastrukturelle und wirtschaftliche Fragestellungen untersucht. Ebenso sollen mögliche Herausforderungen, offene Punkte und Bedenken frühzeitig aufgenommen und fachlich eingeordnet werden.
„Uns ist wichtig, dass wir diesen nächsten Schritt gemeinsam und auf einer sachlichen Grundlage gehen. Der Masterplan dient dazu, die offenen Fragen und Bedenken fundiert zu prüfen und die weiteren Entscheidungen in den Gemeinden fachlich vorzubereiten“, so die Bürgermeister der 13 Heuberggemeinden.
Eine möglichst breite Beteiligung aller Heuberggemeinden wurde von Beginn an als wichtiges politisches Signal für das Gesamtprojekt gewertet. Mit der Beteiligung aller 13 Gemeinden am Vorverfahren ist hierfür nun eine gemeinsame Grundlage für weitere Gespräche mit den Behörden und der Öffentlichkeit geschaffen.
Erst auf Basis der Ergebnisse des Vorverfahrens können die Gemeinderäte über die weiteren Verfahrensschritte entscheiden.
Koordiniert wird das Verfahren durch den Wirtschaftsverband Heuberg. Die fachliche Begleitung soll durch ein externes Planungsbüro erfolgen; die Beauftragung wird derzeit vorbereitet.