Am letzten Tag unserer Reise durch das Salzburger Land war der Königssee unser Ziel. Über die Autobahn fuhren wir Richtung Berchtsgaden. Wir durchquerten Hallein, um von dort auf die Rossfeldpanoramastraße zu gelangen. Hallein ist bekannt für sein Salzbergwerk, eines der ältesten der Welt. Salz wird dort nicht mehr abgebaut, aber das Bergwerk ist für Besucher geöffnet und gibt Einblicke in die Arbeit der Bergleute vom Mittelalter bis in die Neuzeit. In Hallein gab es auch eine der größten Holzdriftanlagen Europas. Das in den umliegenden Wäldern geschlagene Holz wurde dort auf Flöße verladen und auf der Salzach bis nach Salzburg transportiert. Zudem liegt in der Stadt Franz Xaver Gruber begraben, der Schöpfer des weltberühmten Weihnachtsliedes Stille Nacht, Heilige Nacht. Wir ließen Hallein hinter uns und fuhren weiter auf der berühmten Rossfeldpanoramastraße. Diese ist 15,4 Km lang, hat eine Steigung bis zu 13%, überwindet 1.100 Höhenmeter und liegt an ihrer Scheitelstelle auf 1.570 m auf österreichischem Staatsgebiet. Die Straße wurde von 1937 bis 1940 ausgebaut und sollte das östliche Ende der Deutschen Alpenstraße geben. Weil die Straße überwiegend über deutsches Staatsgebiet führt, hat sich Deutschland verpflichtet, für die Instandhaltung der gesamten Strecke zu sorgen. Es wird deshalb eine Mautgebühr erhoben, um die Kosten zu decken. Auf der höchsten Stelle legten wir eine Rast ein. Es bestand die Gelegenheit, einen Rundweg um den Gipfel herum zu gehen mit herrlichem Blick auf die umliegenden Berge bis zu den Berchtesgadener Alpen. Ein kleiner Kiosk sorgte für Speis und Trank. Da relativ schneesicher, ist das Rossfeld ein beliebtes Skigebiet der Salzburger. Auf der Straße finden zudem noch Rennen mit historischen Fahrzeugen statt. Die rasante Abfahrt bergab führte über den Obersalzberg am Kehlsteinhaus vorbei.. Unten angekommen ging es direkt zum Königsee. Der Königssee liegt auf 663 m Höhe, ist 7,7 Km lang und bis zu 190 m tief. Eingezwängt zwischen steilen Bergwänden ähnelt er einem norwegischen Fjord. Es ist nicht möglich, ihn am Ufer entlang zu umrunden. Mit einem Elektroboot setzten wir über zur Wallfahrtskirche St. Batholomä. Ein Skipper erklärte die Besonderheiten des Sees und wies auf die ihn eingrenzenden Berge hin. An der berühmten Echo Wand angekommen, holte der Kapitän seine Trompete hervor und blies das bekannte Echo-Lied. Alsbald hatten wir die Halbinsel erreicht. Wir hatten ausreichend Zeit, uns dort umzusehen, ehe es wieder mit dem Schiff zurück ging. Kaum waren wir wieder an Land, fing es auch schon an zu regnen. Die meisten erreichten den Bus noch trockenen Fußes.
Lisa Bognar, Schriftführerin i.V.


