
Viele ältere Menschen haben nicht mehr die Mobilität, Weihnachtsmärkte zu besuchen, obwohl es für sie früher ganz selbstverständlich zur Vorweihnachtszeit gehörte. Hans-Jürgen Mössner, Einrichtungsleiter des Johanniter-Hauses „Tannenhof“ in Neckarelz, organisierte deshalb, wie schon 2024, einen Haus-Weihnachtsmarkt auf dem Außengelände des Seniorenheims.
Dass dieser gar nicht so klein ist, wie man vermuten könnte, bewies sich am Samstagnachmittag (29.11.) vor dem ersten Advent. Gekommen waren zahlreiche Gäste – keineswegs ausschließlich zum Besuch von Angehörigen.
„Wir sind ein offenes Haus“, betonte Mössner bei seiner Ansprache. Es sei der eigene Anspruch, hier nicht nur zu versorgen, sondern auch, das Leben in seiner Breite hineinzubringen. „Wenn wir nicht mehr zum Weihnachtsmarkt können, muss der eben zu uns kommen“, beschrieb Mössner. Unter Beifall sprach er allen Mitarbeitenden des Hauses und engagierten Mithelfenden im Hintergrund, ohne die „sowas niemals zu stemmen wäre“, seinen Dank aus.
Den einen oder anderen Flachs mit Rupert Laible, dem Dirigenten des MGV Neckarperle Neckarelz, gab es selbstredend noch dazu. Der Männerchor intonierte vor dem beheizten Festzelt sowie entlang der kleinen Festmeile, an der mehrere kleine Büdchen und sogar ein Christbaumverkauf eng aneinander gereiht waren, verschiedene bekannte Weihnachtslieder. Dabei durfte freilich auch mitgesungen werden.
Der Nikolaus verteilte derweil freihändig Süßigkeiten. Unter den Gästen waren auch mehrere Stadträte sowie Oberbürgermeister Julian Stipp. Das erwirtschaftete Resultat des Haus-Weihnachtsmarkts wurde für wohltätige Zwecke im Raum Mosbach bestimmt. (frh)



