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Gemeinsam glauben In meinem Heimatland Kerala in Indien gab es früher viele kleine Felder, und die Menschen bauten ihre Nahrung, vor allem Reis, selbst...

Gemeinsam glauben

In meinem Heimatland Kerala in Indien gab es früher viele kleine Felder, und die Menschen bauten ihre Nahrung, vor allem Reis, selbst an. Nach der Ernte wurde der Reis in Säcke gefüllt, und die Frauen hatten die Aufgabe, ihn weiter zu reinigen. Der erste Schritt war, die Körner von der Spreu zu trennen. Mit einer Schaufel schaufelten sie eine Mischung aus Reiskörnern und Spreu in die Luft. Die schweren Körner fielen sofort wieder nach unten, während die leichtere Spreu vom Wind fortgetragen wurde.

Dieses Bild von Spreu und Korn erinnert uns daran, dass in unserer Welt viele Dinge ähnlich aussehen können: Duplikate und Nachahmungen, die oft besser erscheinen als die Echtheit. Doch wie der heilige Augustinus einmal sagte:

„Der Mann sieht, was vor Augen ist; der Herr sieht das Herz an.“

In einer Zeit, in der wir lernen, unsere Schwächen und negativen Erfahrungen zu maskieren und unser wahres Gesicht zu verstecken, ist es wichtig, unser authentisches Ich zu zeigen.

Möge diese Adventszeit uns dazu anregen, in unser Inneres zu blicken und das Wesentliche zu entdecken. Lasst uns die Spreu vom Weizen trennen, damit wir selbst im Licht Gottes reflektieren können, was wahrhaftig bedeutend ist.

Kooperator Tijo Thomas

Erscheinung
MAZ – Das Wochenmagazin für Malsch, Sulzbach, Völkersbach und Waldprechtsweier
Ausgabe 51/2025
von Katholische Seelsorgeeinheit MalschRedaktion NUSSBAUM
16.12.2025
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