„Was ist Reue? Eine große Trauer darüber, dass wir sind, wie wir sind!“
(Marie von Ebner-Eschenbach)
Am kommenden Sonntagabend biete ich in Büchig wieder eine sogenannte „Bußfeier“ an. Hinter diesem zugegebenermaßen etwas sperrigen Namen versteckt sich etwas Urchristliches:
Zum einen steht dahinter die Erkenntnis, dass ich nicht perfekt bin und in meinem ganz alltäglichen Leben (leider) immer wieder Schuld auf mich lade. Zum anderen findet sich hier die christliche Grundüberzeugung, dass wir an einen barmherzigen Gott glauben, der uns bei aufrichtiger Reue immer wieder die Kraft und die Gnade schenkt, neu zu starten.
Diese urchristlichen Tugenden der Selbsterkenntnis, der Reue, der Umkehr und der Vergebung scheinen manchmal ein wenig in Vergessenheit zu geraten. Vielleicht sind sie auch ein bisschen „unmodern“, irgendwie „aus der Zeit gefallen“.
Ich bin aber fest davon überzeugt: Nur, wer ehrlich und selbstkritisch die eigenen Baustellen kennt und benennt, nur der kann es auch schaffen, aus den eigenen Fehlern und Unzulänglichkeiten wirklich etwas zu lernen und es künftig besser zu machen. Glauben Sie nicht? Probieren wir’s aus: See you on Sunday! (Dennis Nagel)