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Informationen zur Ameisengattung Tapinoma magnum (Große Drüsenameise)

Inzwischen wurde die Ameisenart Tapinoma Magnum in Großbottwar bestätigt. Die Stadt möchte Sie darüber informieren, wie Sie die Ameisen erkennen, welche...

Inzwischen wurde die Ameisenart Tapinoma Magnum in Großbottwar bestätigt. Die Stadt möchte Sie darüber informieren, wie Sie die Ameisen erkennen, welche Probleme auftreten können und wie Sie im Falle eines Befalls richtig reagieren.

Die Ameisenart stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet und breitet sich seit einigen Jahren zunehmend auch in Süddeutschland aus. Die Ameise wird häufig unbeabsichtigt eingeschleppt, zum Beispiel über:

  • Erde von Topfpflanzen
  • Pflanzen aus dem Mittelmeerraum
  • transportierte Garten- oder Blumenerde

Besonders auffällig ist ihre Fähigkeit, sogenannte Superkolonien zu bilden. Dabei leben mehrere tausend Königinnen gemeinsam mit Millionen Arbeiterinnen in einem Verbund, der sich über mehrere Hektar erstrecken kann. Dadurch können sich die Tiere sehr schnell vermehren und in großen Mengen auftreten.

Typische Probleme:

  • Eindringen in Gebäude auf Nahrungssuche
  • große Ameisenstraßen im Außenbereich
  • Unterhöhlen von Gehwegen, Terrassen oder Pflasterflächen
  • mögliche Schäden an Wegen oder Bauwerken bei starkem Befall

Wie erkenne ich Tapinoma magnum?

Typische Merkmale sind:

  • Größe: etwa 2 bis 5 mm
  • einheitlich schwarze Farbe
  • deutliche Größenunterschiede innerhalb eines Volkes
  • breite, mehrspurige Ameisenstraßen
  • sehr schnelles Laufen
  • massenhaftes Ausströmen bei Störung des Nestes
  • acetonartiger Geruch, wenn Tiere zerdrückt werden

Bestimmung über das Tapinoma-Projekt:

Was ist bei einem Befall zu tun?

Bevor Maßnahmen ergriffen werden, muss sicher festgestellt werden, um welche Art es sich handelt. Bitte beachten Sie daher:

  • Keine eigenständige Bekämpfung durchführen.
  • Fachkundige Beratung einholen.
  • Bei Bedarf spezialisierte Schädlingsbekämpfungsfirmen beauftragen. Diese verfügen über geeignete Verfahren und zugelassene Mittel, die für Privatpersonen nicht frei erhältlich sind.

Die Bekämpfung kann mehrere Monate dauern und erfolgt beispielsweise durch:

  • Ködergele
  • Streu- oder Gießmittel
  • spezielle Verfahren wie Heißwasserbehandlungen
  • Ein abgestimmtes Vorgehen mit Nachbarn erhöht die Erfolgschancen deutlich.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage.

Wichtig ist es, diese Vermutungen zur eindeutigen Bestimmung an das Naturkundemuseum Stuttgart bzw. Karlsruhe zu melden. Verdachtsfälle bitten wir auch unter stadt@grossbottwar.de oder telefonisch unter 07148/31-0 zu melden.

Reagieren Sie frühzeitig und sprechen Sie sich mit Ihren Nachbarn und der Stadtverwaltung ab, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Nur gemeinsames und konsequentes Vorgehen ist erfolgversprechend.

Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Abschließender Hinweis:

Alle einheimischen Ameisen sind wichtige Bestandteile unserer Ökosysteme und stehen grundsätzlich unter Schutz. Sie verbessern den Boden, verbreiten Pflanzensamen und regulieren andere Insektenpopulationen. Viele Tierarten sind auf Ameisen angewiesen, gleichzeitig sind auch einige Arten selbst durch menschliche Einflüsse bedroht. Daher sollten Ameisen – trotz möglicher Probleme durch Arten wie Tapinoma magnum – nicht pauschal als Schädlinge betrachtet, sondern als wertvolle und schützenswerte Lebewesen respektiert werden.

Erscheinung
Mitteilungsblatt Stadt Großbottwar
NUSSBAUM+
Ausgabe 19/2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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