
Nach der Sommerpause melden sich die Landfrauen zurück.
Lange fiebert man darauf hin, dann ist der Tag da, und die Landfrauen von Bartenbach, Lerchenberg und Hohrein gehen auf Tour.
Der Bus kommt pünktlich, mit Freude und guter Laune ist der Bus mit den Landfrauen und vielen treuen und neuen Gästen im Nu voll besetzt. Unterwegs steigt die Gästeführerin der schwäbischen Landpartie, Regine Grünzweig, noch zu uns in den Bus ein. Sie begleitet uns heute den ganzen Tag und wird uns viel über die Schwäbische Alb, das Biosphärengebiet und den ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen, den Menschen und das Leben auf der „Alb“ erzählen.
Unser erstes Ziel ist Burladingen auf der Schwäbischen Alb mit dem Besuch bei TRIGEMA, einem weltberühmten Textilhersteller, der auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken kann. Bei der Betriebsbesichtigung erleben wir die Produktion der Textilien vom Garn bis zum versandfertigen Produkt. Ein Mitarbeiter von Trigema führt uns bei laufender Produktion durch die einzelnen Stationen, z. B. das Rohmaterial, Garnherstellung, Strickerei, Färberei, Schneiderei, sticken u.v.m. Sehr beeindruckend die Führung.
Der Abschluss der Betriebsbesichtigung war das Großraumbüro, dort arbeiten Angestellte mit der Inhaberfamilie W. Grupp zusammen, um immer im direkten Austausch zu sein, das gibt’s nicht oft.
Nach diesem sehr informativen Besuch und dem Erlebten dort im Betrieb war es nur zu verständlich, dass wir im TRIGEMA-Testgeschäft noch einkaufen wollten.
Besichtigen und Einkaufen machen hungrig. Im Gasthaus zum Kesselhaus in Burladingen stärkten sich die Landfrauen mit schwäbischen Spezialitäten.
Weiter geht die Fahrt über die Alb in das Gelände vom ehemaligen Truppenübungsplatz bei Münsingen in das „verlassene Dorf Gruorm“, dort steht noch das alte ehemalige Schulhaus, hier gibt es Kaffee und Kuchen und Lautertaleis, das von einem findigen Landwirt hergestellt.
Anschließend treffen wir uns in der Stephanus-Kirche von Gruorm. Die Landfrauen setzen sich in die Kirchenbänke. Mit Spannung warten wir auf die Gästeführerin Frau Grünzweig, sie erzählt uns bzw. liest uns die sehr ergreifende Geschichte von Gruorm vor.
Das Dorf Gruorm besteht heute nicht mehr. In den Jahren 1937 bis 1939 wurde das Dorf komplett geräumt zur Erweiterung des Truppenübungsplatzes. Traurige und tragische Szenen ereigneten sich, bis das Dorf völlig verlassen war.
Das „verlassene Dorf“ und seine Geschichte leben weiter. Zweimal im Jahr, jeweils zu Pfingsten und Allerheiligen, treffen sich die ehemaligen Gruormer, deren Nachfahren, Freunde und Interessierte in dem ehemaligen Dorf.
So neigt sich der Tag dem Ende zu. Die Landfrauen nehmen wieder im Bus ihre Plätze ein. Unser Busfahrer fährt sicher und routiniert die „Schwäbische Alb“ hinunter. Die Gästeführerin wurde unterwegs noch verabschiedet, bevor wir wohlbehalten in Bartenbach wieder angekommen sind.
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Marion bedanken, sie lieferte die Idee zum Ausflug und organisierte alles.
Sylvia Reik, Vorsitzende der Landfrauen
Die Veranstaltungen finden statt im Auftrag des Bildungs- und Sozialwerkes des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden e.V.
LandFrauen Veranstaltungen sind öffentlich. Gäste herzlich willkommen!


