Nussbaum-Logo
Dies und das

Interview: Seit 25 Jahren Kirrlacher Hexenstraße

In der Fastnachtszeit wird die Mühlenstraße in Kirrlach wochenlang zur „Hexenstraße“. Seit 25 Jahren sind die Ideengeberinnen Rosa Müller und Tochter...
Foto: W. Schmidhuber

In der Fastnachtszeit wird die Mühlenstraße in Kirrlach wochenlang zur „Hexenstraße“. Seit 25 Jahren sind die Ideengeberinnen Rosa Müller und Tochter Gabi Heiler dafür verantwortlich. Dazu Fragen:

Was ist zu sehen?

Müller/Heiler: Rund 70 junge und alte Hexen auf oder mit ihren Besen schauen aus den 35 Häusern der Straße, sitzen auf den Balkonen, hängen an Fenstern und Dachrinnen oder thronen über Einfahrtstoren. Wochenlang bereichern die Märchengestalten mit den krummen Nasen die Wohngegend. Schwerpunktmäßig haben sie sich in der für sie eigens ausgewiesenen Hexenstraße zusammengefunden, worauf ein Straßenschild „Hexenstraße“ hinweist.

Wie kam es dazu?

Müller/Heiler: Es dürfte so um das Jahr 2000 gewesen sein. Nach einem Kappenabend, bei dem ich eine ausgestopfte lebensgroße Hexe gesehen habe, wollte ich unbedingt eine solche ans Haus. Diesen Wunsch erfüllte ich mir. Zwei Nachbarn zogen mit, sodass immerhin an drei Häusern erstmals Hexen herabschauten. Jetzt ist die Straße komplett – bis auf zwei hexenlose Häuser.

Wie ist die Resonanz, wie sind die Erfahrungen?

Müller/Heiler: Bis Ende der fünften Jahreszeit sind fast täglich Schulklassen und Kindergartengruppen unterwegs, um sich diese Sehenswürdigkeit nicht entgehen zu lassen. Mütter mit ihren neugierigen Kindern wagen sich durch die Straße und hoffen, dass keine der Gestalten vom Fenster herunterspringt. Ja, die hexengeschmückten Häuser und Fenster dürfen jederzeit besichtigt werden. Sie empfehlen sich zur Nachahmung – auch in anderen Wohngegenden.

Alle unsere Hexen sind selbst gemacht. Gabi und ich haben diese Arbeit übernommen. Ursprünglich Overalls, inzwischen weiße Maleranzüge, werden von uns mit Stroh gefüllt. Sind die Körper prall ausgestopft und die Leibesfülle hergestellt, bekommen die Erzeugnisse passende Kleider angezogen und finstere Masken aufgesetzt. Ausgestopfte Hexenkörper stellen wir für eine Spende von 20 Euro aufwärts her. Die Einnahmen werden gespendet: für die jährliche Aktion „Herz ist Trumpf“ und für das Kinderhospiz Sterntaler.

(W. Schmidhuber)

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Stadt Waghäusel
NUSSBAUM+
Ausgabe 07/2026
von Stadt Waghäusel
10.02.2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Orte
Waghäusel
Kategorien
Dies und das
Panorama