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Invasive Ameisen und Hornissen

Beim Clubabend des 1. BAC am 10.April, zu dem sich 22 Mitglieder einfanden, begrüßte der Vorsitzende Jürgen Steinbrink Dr. Olaf Zimmermann vom Landwirtschaftlichen...
von links: Jürgen Steinbrink, Dr. Olaf Zimmermann, Dieter WeigandFoto: Karin Steinbrink

Beim Clubabend des 1. BAC am 10.April, zu dem sich 22 Mitglieder einfanden, begrüßte der Vorsitzende Jürgen Steinbrink Dr. Olaf Zimmermann vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum auf dem Durlacher Augustenberg als Referenten zum Thema „Stellen Insekten wie die Asiatische Hornisse und die Ameisenart Tapinoma aus Afrika eine Bedrohung für uns dar?“ In seinem Vortrag verdeutlichte Olaf Zimmermann nochmals die vielfältigen Zuwanderungsmöglichkeiten invasiver Insektenarten besonders über die Alpenregion und auch über Einschleppung über Containertransporte. Begünstigt durch den Klimawandel verbreiten sich die Insekten besonders im Südwesten Deutschlands sehr rasch. Ihre Ausbreitung kann nicht aufgehalten werden und wir als Bevölkerung müssen uns damit arrangieren. Bei der Drüsenameise Tapinoma kann man nur durch gezielte Eingriffe mit Kieselgur und Heißdampf das Eindringen in das eigene Haus verhindern, die Nester ausfindig zu machen und gezielt zu bekämpfen ist nahezu aussichtslos. Die Ameise selbst ist für den Menschen harmlos. Die asiatische Hornisse ist leicht an ihrer nahezu schwarzen Körperfärbung und den gelben Beinen zu erkennen, ist kleiner als unsere heimische Hornisse und auf keinen Fall gegenüber dem Menschen aggressiv. Sie ist natürlich wie alle anderen stechenden Insekten auch für Allergiker eine Gefahr. Für die Honigbiene sind beide Hornissenarten eine Gefahr. Hier gibt es aber auch Möglichkeiten, die Bienenvölker in der Umgebung von Büschen und Sträuchern besser zu schützen. In den herumgereichten Schaukästen mit verschiedenen harmlosen und aggressiven Insektenarten konnten sich die Teilnehmer davon überzeugen, dass viele Horrormeldungen über die Größe und das Aussehen übertrieben waren. Mit großem Applaus beendete Olaf Zimmermann seinen 60-minütigen Vortrag und erhielt vom Ehrenvorsitzenden Dieter Weigand ein kleines Weinpräsent. Der Vorsitzende informierte die Mitglieder zum Schluss noch über den nächsten Clubtermin Anfang Mai mit dem interessanten Thema zu heimischen Wölfen und Luchsen. Viele Mitglieder nutzten danach noch die Gelegenheit, mit Olaf Zimmermann über eigene oder auch zugetragene Geschehnisse und Fragen zu diskutieren (Artikel: J. St., Foto K. St.)

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Ausgabe 16/2026
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