Um die Funktionsfähigkeit der städtischen Infrastruktur langfristig zu sichern, hat die Stadtentwässerung Bad Wildbad im Jahr 2025 umfangreiche Investitionen getätigt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde nun beschlossen, die abschließende Finanzierung dieser Maßnahmen durch ein Darlehen sicherzustellen.
Die Stadtentwässerung hat im Kalenderjahr 2025 Investitionen in einer Gesamthöhe von rund 495.400 Euro realisiert. Da die Stadt für Baumaßnahmen und Entwässerungsbeiträge Zuschüsse in Höhe von etwa 397.300 Euro erhalten hat, reduziert sich der tatsächliche Kreditbedarf auf einen Restbetrag von knapp 98.100 Euro. Kämmerer Heiko Friedrich erläuterte in der Sitzung, dass sich einige Maßnahmen bereits in das Jahr 2026 verschoben haben.
Der Gemeinderat stimmte einstimmig dafür, bei der L-Bank (Staatsbank für Baden-Württemberg) ein Darlehen über98.100 Euro aufzunehmen. Die Finanzierung erfolgt über das Infrastrukturprogramm „Kommune direkt“ mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Der Zinssatz wird zum Zeitpunkt der Gewährung tagesaktuell festgeschrieben. Die Rückzahlung ist so gestaltet, dass nach einem tilgungsfreien Jahr die Tilgung in gleichbleibenden vierteljährlichen Raten erfolgt.
Die Verwaltung betonte, dass die Aufnahme des Kredits zwingend erforderlich ist, um die bereits getätigten Investitionen des Jahres 2025 vollständig zu finanzieren. Die anfallenden Kosten für Zinsen und Tilgung sind bereits in den Wirtschaftsplänen für die kommenden Jahre ab 2026 fest eingeplant. Obwohl Kämmerer Heiko Friedrich anmerkte, dass diese Investitionen den Gebührenhaushalt belasten, blieb der Beschluss im Gremium unumstritten. Ein Spielraum für den Kredit war vorhanden, da vom Landratsamt Calw ursprünglich eine deutlich höhere Kreditaufnahme von über drei Millionen Euro für das Jahr 2025 genehmigt worden war, die bisher nicht in Anspruch genommen wurde. (mm)