Das Investitionsprogramm für die kommenden Jahre wurde dem Gemeinderat in der letzten Sitzung am 22. September 2025 als Entwurf vorgelegt. Die Listen hatten die Möglichkeit, bis Anfang Oktober Anträge einzubringen.
Wie der Mitarbeiter der Verbandskämmerei Jan Schneider berichtete, regte die Freie Wählerliste an, im Zuge des Ausbaus des Glasfasernetzes nach und nach die asphaltierten Gehwege zu pflastern. Die Verwaltung hat dies für die Jahre 2026 und 2027 bereits berücksichtigt. Hierbei handelt es sich um eine Unterhaltungs-, nicht um eine Investitionsmaßnahme und diese wird im Ergebnishaushalt und deshalb nicht im Investitionsprogramm veranschlagt.
Die Verwaltung hatte in der letzten Sitzung die erste Idee vorgestellt, ein sogenanntes Grünes Trauzimmer für Trauungen unter freiem Himmel einzurichten, als Überlegung stünde ein möglicher Standort am Albtrauf unterhalb des Lotenbergs zur Verfügung. Für einen vom Steinmetz gefertigten Tisch und weitere kleinere Arbeiten sind 9.000 Euro vorgesehen. Die Frauenliste hat beantragt, den Ansatz für eine günstigere Lösung zu reduzieren. Außerdem wurden alternative Standorte wie zum Beispiel in der Nähe der landwirtschaftlichen Maschinenschuppen in der Schneckengasse vorgeschlagen. Bürgermeister Kreuzinger betonte, dass über die Frage, ob und über einen Standort und die weitere Ausführung der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt gesondert entscheidet; die Idee ist derzeit noch nicht ortsgebunden, es handle ich um erste Überlegungen. Daneben ist daran gedacht, die Ausgaben durch höhere Gebühren mittelfristig zu refinanzieren. Der Antrag der Frauenliste auf Reduzierung von 9.000 auf 5.000 Euro wurde mehrheitlich durch den Gemeinderat abgelehnt.
Außerdem wurde um verschiedene Erläuterungen zu Beschaffungen im Kinderhaus und Verschiebung von Tiefbauarbeiten in der Stuifenstraße gebeten.
Die Freie Bürgerliste/CDU begrüßte die Pflasterung von Gehwegen und die Idee eines Grünen Trauzimmers mit der Maßgabe, dass der Bauhof damit keine dauerhafte Arbeit haben soll.
Bürgermeister Kreuzinger kündigte an, dass die Ausgaben, welche aus Sicht der Verwaltung noch zu hoch sind, auf weitere Einsparungen überprüft werden. Die Verwaltung wird zuerst die Listensprecher und dann den Gemeinderat mit ins Boot nehmen. Der Gemeinderat erklärte sich mit dieser Vorgehensweise einverstanden.
Der aktuelle Entwurf des Investitionsprogramms ist auf der Homepage der Gemeinde im Ratsinformationssystem als Sitzungsvorlage veröffentlicht.
Einstimmig befürwortete der Gemeinderat auch im Jahr 2026 das Angebot eines Schülerferienprogramms.
Eine Vertreterin der Frauenliste sprach gegenüber den Ehrenamtlichen ausdrücklich ein Lob aus und betonte, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein solches Angebot insbesondere für benachteiligte Familien immer wichtiger wird.
Zuvor erläuterte Hauptamtsleiterin Barbara Dill die Eckdaten der diesjährigen Veranstaltungen. Bei der Verwaltung verantwortlich war wieder Mitarbeiterin Tanja Kühnrich. Insgesamt zwölf Veranstaltungen waren ausgebucht. „Besonders gut angenommen werden Angebote mit Tieren, Basteln oder auch besondere Highlights mit dem Schul- und Jugendsozialarbeiter Benjamin Gorr, der persönlich im Bereich der Höhlenrettung engagiert ist“, so die Hauptamtsleiterin. Das Projekt blieb unter dem Haushaltsplanansatz. Die ehrenamtlichen Betreuer wurden auch in diesem Jahr wieder mit einem Dankeschön in Form eines Helferfestes belohnt, mit dem die Gemeinde ausdrücklich die ehrenamtliche Arbeit würdigt, ohne die das Schülerferienprogramm nicht möglich wäre.
Gemeinsam mit dem Verein „Initiative Sicherer Landkreis“ wurde zu Beginn der dunklen Jahreszeit in der vergangenen Woche die Kampagne Einbruchschutz gestartet. Die Gemeinde hat hierzu drei Banner aufgestellt. Damit soll die Bevölkerung auf den notwendigen Einbruchschutz in den eigenen vier Wänden aufmerksam gemacht werden. Wie Bürgermeister Kreuzinger berichtete, fand in jüngster Zeit ein Einbruch statt; der Täter konnte aber zum Glück an Ort und Stelle gefasst werden. Wichtig sei es, wachsam zu sein und die Polizei zu rufen.
Wie Bauverwaltungsamtsleiter Maximilian Heim dem Gremium berichtete, wird der Fahrbahnbelag der Kreisstraße zwischen Heiningen und Eschenbach mit einer Bauzeit von insgesamt neun Wochen saniert. In einem ersten Bauabschnitt ab 9. März 2026 ist der Bereich zwischen der Einmündung der Eschenbacher Straße einschließlich der Zufahrt zur Voralbhalle gesperrt. Diese soll bis zum Ostermarkt wieder frei sein. Der zweite Bauabschnitt betrifft die Strecke zwischen der Voralbhalle und der Gemeinde Eschenbach. Im Rahmen eines Koordinationsgesprächs beim Straßenverkehrsamt Kirchheim als Baulastträger wurde darüber informiert, dass der Straßenverkehr in dieser Zeit großräumig über Ursenwang und Göppingen umgeleitet wird. Die Gemeindeverwaltung befürchtet dennoch Auswirkungen durch Schleichverkehr, denen es zu begegnen gelte.
Die Fitnessgeräte im Reuschwald werden demnächst installiert; die Fundamente sind bereits vorhanden. Anschließend wird der Fahrradparcours im Wald am Dürnauer Weg in Angriff genommen. Das nächste Projekt ist der bereits beschlossene Umbau des Hölderlinspielplatzes. Nachdem in diesem Jahr noch genügend zu tun ist, wird sich der Arbeitskreis Spielplatz erst im Jahr 2026 wieder treffen, um die noch fehlenden Spielplätze Scheffelstraße und Teckstraße zu begutachten.
Auf die Nachfrage aus der letzten Gemeinderatssitzung hin informierte Bürgermeister Kreuzinger, dass der Abwasserkanal, der entlang der Aussegnungshalle in Richtung Sammelkanal fließt, sich zugesetzt hatte und daher befahren und repariert werden muss. Wie Untersuchungen gezeigt haben, ist ein Austausch des Kanals glücklicherweise nicht erforderlich. Dieser verläuft von der Aussegnungshalle und unter der neuen Urnenstelenanlage im Osten des Friedhofes durch in den Sammler. Die Verwaltung rechnet mit dem Abschluss der Bauarbeiten in drei Wochen.
In jüngster Zeit wurde vermehrt beobachtet, dass Schäden durch Vandalismus wie das Besprayen von Gebäuden, Verteilerkästen der Netze BW und das Bekleben von Schildern entstanden sind. Die Gemeinde ist in Kontakt mit dem Polizeiposten und wird rigoros Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten, sofern das eigene Eigentum betroffen ist, weil dieses Verhalten alle schädigt und nicht hingenommen werden kann.
In einem Gespräch der Verwaltung mit der Schulleitung wurde die Einführung der Ganztagsbetreuung im Jahr 2026 zunächst für die erste Klasse beraten. Fest steht, dass mehr Personal benötigt wird. Man möchte die Betreuung klar strukturieren. Erforderlich ist auch ein pädagogisches Konzept. Künftig muss die Gemeinde an den meisten Ferientagen Betreuung anbieten; lediglich 20 Tage dürfen geschlossen bleiben. In ersten Hinweisen vom Land Baden-Württemberg wird erklärt, dass die Gemeinde an Ferientagen kein Mittagessen anbieten muss.