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Ist die Energiewende mit einem Pyrrhussieg vergleichbar?

Neulich erschien ein lesenswerter Artikel in Cicero Online, den wir hier kurz vorstellen. Der Maschinenbauingenieur, Betriebswirt und ehemaliger...
Das Bild zeigt ein Schild mit einem schwarz umrandeten gelben Dreieck. Darauf steht „Eisabbruch von Windkraftanlage möglich“. Im Hintergrund sieht man Nadelwald, darüber den Rotor einer Windkraftanlage.
Warnschild im WKA-Gebiet Greiner EckFoto: Dr. R. Kraft

Neulich erschien ein lesenswerter Artikel in Cicero Online, den wir hier kurz vorstellen. Der Maschinenbauingenieur, Betriebswirt und ehemaliger Technikvorstand der EnBW Kraftwerke AG Ulrich Gräber vergleicht die Energiewende mit einem Pyrrhussieg. Das ist ein Erfolg, der mit so hohen Verlusten erkauft wird, dass er sich langfristig eher wie eine Niederlage anfühlt oder den Sieger schwächt und seine Situation verschlechtert, anstatt sie zu verbessern. Laut Statistischem Bundesamt stammten im 3. Quartal erstmals fast zwei Drittel des Stroms aus erneuerbaren Quellen. Im Vergleich zum Jahr 2010 wurde die installierte Leistung der Erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen fast vervierfacht und beträgt nun 183,8 GW. Doch diese decken nur 56,7 % des Strombedarfs; 43,3 % kommen noch von fossilen Kraftwerken. Und Deutschland importiert auch Strom aus dem Ausland, zum größten Teil Atomstrom. Die installierte Leistung der Onshore-Windkraft wurde seit 2020 um 25 % (14 GW) ausgebaut. Trotzdem lieferten die Onshore-Windkraftanlagen (WKA) nicht mehr Strom. Denn bei dieser Stromerzeugung spielt das Wetter eine wichtige Rolle. Es gibt keinerlei Korrelation mehr zwischen Ausbau der Windkraft und Stromerzeugung. Das Potential, das die Natur bietet, ist bereits mit den vorhandenen WKA ausgeschöpft. Daher fragen wir uns von Gegenwind, warum der Ausbau der Windkraft auf Kosten von Wald, Natur, Landschaften und Erholungsgebieten weiter vorangetrieben wird. Wäre ein sofortiges Moratorium nicht vernünftiger?

Laut Gräber belaufen sich die Netzausbaukosten für den regenerativen Strom bisher auf 500 Mrd. €. Das zahlt die Allgemeinheit. Vertreter der Energiewende weisen immer gerne auf den Ausbau der Erneuerbaren in China hin. Dort stammen 20 % inzwischen aus Wind- und Solaranlagen, aber in einem Netz mit stabiler Grundlastversorgung aus Kohle (60 %), Wasserkraft (15 %) und Kernenergie (5 %). China wird sicherlich nicht dem deutschen Beispiel folgen, die Grundlastversorgung über regenerative Energieträger zu sichern.

Quelle: Die Pyrrhussiege der Energiewende von Ulrich Gräber am 01.01.26,

www.cicero.de/wirtschaft/ein-energiewirtschaftlicher-ruckblick-die-pyrrhussiege-der-energiewende

Termine:

Treffen: Donnerstag, 15.01.26 um 19.30 Uhr im Neuen Ludwigstal.

Freitag, 30.01.26 Politische Podiumsdiskussion über das Thema Energiewende. Beginn: 19 Uhr im Zehntkeller.

Kontakt: karin.reinhard12@gmail.com,

Spendenkonto DE96 6709 2300 0033 3033 27.

Weitere Infos: gegenwind-bergstrasse.de.

Dr. R. Kraft

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Stadt Schriesheim
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Ausgabe 03/2026
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