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Jahresausflug nach Ettlingen

Am vergangenen Samstag traf sich eine erwartungsfrohe Anzahl an Mitgliedern frühmorgens am Bahnhof in Mingolsheim. Der Ausflug nach Ettlingen konnte bei...

Am vergangenen Samstag traf sich eine erwartungsfrohe Anzahl an Mitgliedern frühmorgens am Bahnhof in Mingolsheim. Der Ausflug nach Ettlingen konnte bei zwar noch frischem, aber herrlichem Wetter starten. Die Zugfahrt via Karlsruhe war sogar pünktlich. In Ettlingen angekommen ging es durch einen kurzen Morgensparziergang zum Frühstück ins „Café Alb“. Hier wurden wir bereits erwartet. Das dargebotene Frühstück übertraf alle Erwartungen. Orangensaft, Wurst-, Käse-, Fisch- und Schinkenplatten waren vorbereitet. Verschiedene Brötchen, Brezel und süße Teilchen fehlten ebenso wenig wie Rührei mit Speck. Als Abrundung wurde jedem Teilnehmer noch ein Gläschen Obstsalat gereicht.

Top gestärkt schlenderten die Ausflügler nun in die herrliche Innenstadt von Ettlingen. Um 12 Uhr erwartete uns unser Stadtführer zu einer äußerst informativen Stadtbesichtigung.

Ettlingen wurde schon von Kelten, Römern, Alemannen und Franken im Gebiet, in dem die Alb das Tal verlässt, besiedelt. Der wirtschaftliche Aufstieg wurde durch die Verleihung des Marktrechtes durch Kaiser Otto den Großen gefördert. Seit 1192 besitzt Ettlingen die Stadtrechte. Die größte Katastrophe in der Geschichte der Stadt kam im Pfälzischen Erbfolgekrieg im Jahre 1689 durch französische Truppen, die verbrannte Erde hinterließen. Den größten Segen erfuhr der Wiederaufbau in Person der Markgräfin Sibylla Augusta, der wir u.a. das Ettlinger Schloss mit seinem barocken Gepräge zu verdanken haben. Industrialisierung und die Badische Revolution prägten das 19. Jahrhundert. Ansiedelungen von Spinnereien und Webereien, eine Papierfabrik, Bardusch und die Maschinenfabrik Lorenz ließen das Großherzogtum im ausgehenden 19. Jhd. aufblühen. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte im Bereich der Altstadt der Charakter einer mittelalterlichen Stadt mit ihren barocken Elementen bewahrt werden.

Nach der Stadtführung war bis 15 Uhr für jeden zur freien Verfügung. Die einen gingen in den wunderschönen Geschäften shoppen, die anderen nutzten die Zeit, um einen Kaffee oder ein kühles Eis zu genießen.

Um 15 begann eine sehr interessante Führung durch die Geschichte des Ettlinger Schlosses. Von einer mittelalterlichen Burganlage im 13. Jahrhundert bis zu seinem barocken Gepräge heute erlebte die Immobilie mehrere Stil- und Besitzerwechsel. Seine heute noch sichtbare barocke Gestalt erhielt das Schloss unter der badischen Markgräfin Sybilla Augusta, die ab 1727 hier wohnte. Heute ist das Schloss kulturelles Zentrum der Stadt. Die Schlossfestspiele im Sommer sind jeweils ein Highlight der Region.

Um 17 Uhr traf sich die Gruppe in der Brauereigaststätte „Vogel-Bräu“ zum gemeinsamen Abendessen. Essen und Trinken waren top. Gegen 19 Uhr war dann die Zeit zum Aufbruch nach Hause gekommen. Es war ein herrlicher Tag mit vielen neuen Eindrücken.

Vielen, vielen Dank unserer Organisatorin Ursula für diesen Tag. Alles war punktgenau vorbereitet. Die Fahrt, das Frühstück, die Führungen und das Abendessen klappten wie am Schnürchen. Nochmals vielen Dank von allen Ausflugsteilnehmern.

P. Schenk

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Östringer Stadtnachrichten
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Ausgabe 21/2026
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