Unsere 1. Vorsitzende Iryna Lierheimer hat nach Begrüßung der anwesenden Mitglieder und Kooperationspartner aus Villingen ausführlich über die Lage in Cherson berichtet.
Im vergangenen Jahr war vor allem die Evakuierung der hilfsbedürftigen Menschen aus der roten Zone, die sich inzwischen auf die halbe Stadt Cherson ausgebreitet hat, durch unsere Kooperationspartner von der Nachbarschaftshilfe in Cherson eine große Aufgabe. Dies verdeutlichte Iryna mit neuen Fotos von den Zerstörungen in Cherson.
Diana von der Hilfsorganisation „Ich will Menschen helfen“ berichtete von ihrem gerade beendeten Aufenthalt in der Ukraine. Leider konnte auch sie nur über die schwierige, sehr dramatische Situation berichten. Die Stadtgebiete in Cherson, in denen die Flüchtlinge aus Odessa und Charkiw untergekommen sind, sind sehr gefährlich. Aufgrund der Entwicklung, dass es immer schwieriger wird, in anderen europäischen Ländern als ukrainischer Flüchtling aufgenommen zu werden, gibt es immer mehr Binnenflüchtlinge. Diese sind jedoch oft nur wenige Wochen am selben Platz, bevor dieser wieder zerbombt wird, weshalb sie immer weiterziehen müssen und die wenigen Habseligkeiten immer wieder zerstört werden.
Trotz des, dass die „Hilfe für Cherson“ nur ein kleiner Verein ist, konnten im abgelaufenen Vereinsjahr verschiedene Aktionen bewerkstelligt werden. Wir konnten die Nachbarschaftshilfe in Cherson, mit Geld und Material bei der Evakuierung aus der roten Zone, unterstützen. Unser Vereinsmitglied Liska konnte mit Geldspenden des Vereins Drohnenschutz-Detektoren für die Nachbarschaftshilfe und öffentliche Hilfsorganisationen wie Feuerwehr und Rettungsdienst finanzieren und auch einige Sets mit medizinischen Hilfsmitteln und Notfallausrüstungen erwerben. Es konnten verschiedene Kleiderspenden in größerem und kleinerem Umfang organisiert werden. Sehr dankbar ist der Verein auch für Sachspenden der Lindenapotheke in Immendingen in Form von Medizin-Rückläufern. Ebenso wurden durch das Stoma-Zentrum Stomas und Katheter gespendet. Es wurden aus Haushaltsauflösungen Medikamente und Hygieneartikel an die „Hilfe für Cherson“ übergeben. Nach Umzug einer pflegebedürftigen Person ins Pflegeheim durfte unser Verein eine Teilhaushaltsauflösung durchführen und die in der Ukraine benötigten Dinge wie Haushaltsartikel, Kleidung, medizinische Produkte und Hilfsmittel, Handtücher, Bettwäsche, Kerzen, Seifen und sogar ein Pflegebett mitnehmen.
Dass die Sachspenden tatsächlich in der Ukraine und dort in Cherson ankommen, kann aktuell nur über die Hilfsorganisation „Ukrainer im Schwarzwald“ bzw. „Ich will Menschen helfen“, und deren federführenden Mitgliedern Diana und Slavic Tarasov bewerkstelligt werden. Die Hilfsorganisation „Ich will Menschen helfen“ besteht bereits seit 2011 und war bis zum Kriegsausbruch in der Ukraine tätig, um Menschen mit starken und/oder mehrfachen Behinderungen zu unterstützen. Nun organisieren Diana und Slavic von Deutschland aus Geld- und Sachspenden und vor allem alle 3-4 Monate Transporte in die Ukraine für die Sachspenden. Ihr Wirkungskreis hat sich von Menschen mit Behinderungen enorm erweitert und auf kinderreiche Familien und Binnenflüchtlinge ausgedehnt.
Des Weiteren hat der Ukraine-Hilfeverein den Jugendclub Zimmern beim Clubjubiläum am 14.06.2025 unterstützt, in dem die Essenszubereitung von uns übernommen wurde.
Leider musste unsere Kassiererin berichten, dass die Spendenbereitschaft nachlässt und wieder sehr viel weniger Spenden als noch im Jahr zuvor eingenommen wurden.
Der Geldtransfer in die Ukraine stellt sich auch immer schwieriger dar. Die bisher funktionierenden Überweisungswege hatten hauptsächlich zu Geldrückläufern mit zeitlicher Verzögerung und hohen Gebühren geführt. Eine große Sachspende erfolgte von dem ehemaligen Vereinsmitglied Bernd Kempter, der Tierfutter im Wert von mehreren hundert Euro organisiert und gespendet hat. Nachdem die Kassenprüfer der Kassiererin eine gute ordnungsgemäße Buchführung bescheinigt hatten, konnte die Schatzmeisterin entlastet werden.
Dem ausführlichen Bericht der 1. Vorsitzenden konnte durch die Schriftführerin nur wenig hinzugefügt werden. Vor allem wurde an die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ erinnert, die großen Anklang fand. Demgegenüber brachte der Spendenaufruf in den Kalenderwochen 9-11/2026 nur wenig Erfolg. Eine weitere erfreuliche Spende waren 2 Kartons Strickwaren, bestehend aus Kinder-Mützen und Socken, die von einer Gruppe von Omas gespendet worden waren.
Unter Moderation von Herrn Dreyer wurde der Vorstandschaft eine gute Arbeit bestätigt und diese entlastet.
Herr Dreyer führte auch die Wahl der kompletten Vorstandschaft durch.
Mit einstimmiger Wahl ohne Enthaltungen wurde Iryna Lierheimer in ihrem Amt als 1. Vorsitzende, Susanne Schimmig-Wiemer als 2. Vorsitzende, Silvia Heizmann als Kassiererin, Christiane Hör als Schriftführerin bestätigt. Als Kassenprüfer wurde Reiner Hör bestätigt und Heike Hofstetter als Ersatz für den krankheitsbedingten Ausfall von Bernhard Lierheimer gewählt.
Alle gewählten Kandidaten haben die Wahl angenommen.
Die Unterstützung der Menschen in Cherson kann nur weitergeführt werden, wenn weiterhin Sach- und Geldspenden erwirkt werden können.
Insbesondere Sachspenden in Form von Haushaltswaren, Haushaltsgeräten, Bettwäsche, Handtüchern, Schlafsäcke, Kleidung, Medikamente, medizinischen Hilfsmitteln, Pflegebetten etc. für die Versorgung der Binnenflüchtlinge sind wichtig.
Unsere Kooperationspartner in Villingen möchten für Anfang Juli einen neuen Transport organisieren, bei dem vor allem Werkzeuge, Renovierungsmaterial, Haushaltsgeräte (nicht zu groß), Pfannen/Töpfe, Metall- und Plastikgeschirr, Decken, Schlafsäcke usw. in die Ukraine gebracht werden sollen. Hierbei wollen wir sie so gut es geht unterstützen.
Für Geldspenden stehen weiterhin das Paypal-Konto: hilfe_f_cherson@gmx.de sowie für die Banküberweisung das Konto bei der Kreissparkasse Tuttlingen, IBAN: DE45 6435 0070 0008 6034 09, BIC: SOLADES1TUT zur Verfügung.
Bei Wunsch kann eine Spendenquittung ausgestellt werden.


