
Vergangenen Freitag fand die alljährliche Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberstenfeld im Feuerwehrgerätehaus statt. Neben den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr waren auch Vertreter der Nachbarfeuerwehren, der stellvertretende Kreisbrandmeister Matthias Häußler, Bürgermeister Kai Kraning, Ortsvorsteher Eberhard Wolf sowie Vertreter aus dem Gemeinderat, der Polizei und dem DRK anwesend.
In seinem Bericht zum Jahr 2025 ging der stellvertretende Kommandant Maximilian Fink unter anderem auf den guten Personalstand in unserer Feuerwehr ein. Insgesamt zählte die Feuerwehr Oberstenfeld im Jahr 2025 80 Mitglieder. In der Abteilung Oberstenfeld waren es 68 Mitglieder und in der Abteilung Prevorst 12. In der Kinder- und Jugendfeuerwehr waren im Jahr 2025 29 Kinder und Jugendliche aktiv. Dies sind alles sehr erfreuliche Zahlen, gerade auch im Vergleich mit der Anzahl an Feuerwehrangehörigen in Kommunen ähnlicher Größe. Entgegen dem allgemeinen Trend kann Oberstenfeld von einer außerordentlich guten Tagespräsenz berichten.
Im letzten Jahr 2025 hatte die Freiwillige Feuerwehr 77 Einsätze, darunter 32 Brandeinsätze (einschließlich Brandmeldeanlage), 32-mal technische Hilfeleistung, 11-mal Fehlalarm, einen medizinischen Notfall und einen Umwelteinsatz.
Viele der Einsätze waren im Bereich der technischen Hilfeleistung, vor allem Tragehilfen mit der Drehleiter. Dies verdeutlicht einmal mehr, wie sinnvoll die Anschaffung einer eigenen Drehleiter war und wie sehr sich diese auch im überörtlichen Einsatz bewährt.
Nach kurzen Jahresrückblicken aus ihren Abteilungen schlossen sich Marcel Herzer für die Abteilung Oberstenfeld, Daniel Göpfert für die Abteilung Prevorst und Marco Rörich für die Jugendfeuerwehr dem Dank des Feuerwehrkommandanten an die Feuerwehrfrauen und -männer an.
Bürgermeister Kai Kraning war es ein wichtiges Anliegen, dieses besondere Ehrenamt ausdrücklich wertzuschätzen. „Feuerwehrdienst ist kein Hobby für zwischendurch – es ist ein Versprechen, Verantwortung zu übernehmen. Sie investieren Zeit, Energie und oft auch Nerven, um anderen Sicherheit zu geben. Das ist alles andere als selbstverständlich“, betonte Bürgermeister Kai Kraning in seinem Grußwort. Er bedankte sich stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Oberstenfeld.
Damit die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin so gut gewährleistet werden kann, muss die Feuerwehr entsprechend ausgestattet sein. Unter anderem wird in diesem Jahr für rund 700.000 Euro ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) beschafft. Dieses wird derzeit fertiggestellt und voraussichtlich im April geliefert. Hierfür erhält die Gemeinde Oberstenfeld erfreulicherweise einen Landeszuschuss von 100.000 Euro. Darüber hinaus wurde vergangenes Jahr ein neuer Löschwasserbehälter im Gewerbegebiet Schafwiesen errichtet, um im Ernstfall ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben.
Bei der Jahreshauptversammlung fanden auch Ehrungen von Mitgliedern für deren langjähriges Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr statt:
Zudem gab es mehrere Beförderungen:
Alle Beförderten erhielten eine Urkunde.
Erfreulich sind außerdem acht Neuzugänge in der Freiwilligen Feuerwehr. Jens Brose und Marcel Gombert wechseln aufgrund des Wohnsitzwechsels von der Feuerwehr Großbottwar nach Oberstenfeld. Emil Hartmann, bereits Mitglied der Feuerwehr Großbottwar, Abteilung Winzerhausen, verstärkt als Tagesausrücker die Feuerwehr Oberstenfeld. Julia-Kim Garrecht, Jessica Rörich, Amelie Ungerer und Lukas Wendler traten als Neueinsteiger der Abteilung Oberstenfeld bei. Sebastian Schaubach, ebenfalls Quereinsteiger, verstärkt nun die Abteilung Prevorst.
Alle fünf Jahre finden im Rahmen der Hauptversammlung auch Wahlen statt. Zum neuen Kommandanten wurde Maximilian Fink gewählt. Als gleichberechtigte Stellvertreter wurden Michael Schilpp und Marcel Herzer gewählt. Der Gemeinderat muss den Wahlen noch zustimmen. Dies ist für die Sitzung am 19. Februar 2026 vorgesehen.
Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten sich alle Anwesenden wie jedes Jahr bei Schnitzel und Kartoffelsalat stärken. Das gemütliche Beisammensein bot die Möglichkeit, persönlich ins Gespräch zu kommen und den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.