Hallooo liebe Leute da oben!
Hier ist wieder euer Maulwurf Chris aus dem Hof des Kindergartens. Manche von euch kennen mich ja schon - inzwischen bin ich der dienstälteste unterirdische Berichterstatter weit und breit. Dieses Jahr erzähle ich wieder, was bei uns im Kindergarten so alles los war!
Und inzwischen bin ich nicht mehr allein: Mein neuer Kumpel Urli - der Auerhahn aus dem Naturpark, flattert seit letztem Jahr regelmäßig vorbei. Ein ziemlicher Draufgänger, sag ich Euch - manchmal klatschen seine Flügel Applaus, bevor er überhaupt gelandet ist. Aber sehr nett ist er, wirklich!
Ihr kennt ihn bestimmt noch: Er war schon letztes Jahr beim gemeinsamen Singen mit Ruth und ihrer Gitarre „Hasi“ dabei. Da ich als Maulwurf beim Singen eher … nun ja … unterirdisch klinge, bin ich sehr froh, dass die drei uns beim gemeinsamen Singen im Foyer so tatkräftig unterstützen.
Im Kindergarten arbeiten insgesamt 21 Mitarbeitende mit den Kindern: 20 Frauen, ein Mann und ich als freiwilliger inoffizieller Maulwurfreporter. Gleich zu Jahresbeginn gab es einen schönen Grund zu feiern: Unsere liebe Vanessa aus der „Blauen Wuschelbande“ hat geheiratet! Gemeinsam sind wir mit einem Bus nach Obertal gefahren und haben dort Spalier gestanden - ein feierlicher und fröhlicher Start ins Jahr. Inzwischen ist sie nicht mehr bei uns, denn sie erwartet bald ein Baby. Wir freuen uns sehr für sie.
Seit Januar verstärkt Margit Ullrich unser Team. Sie arbeitet zunächst im Bereich der unter Dreijährigen und wird später in die blaue Wuschelbande - also eine Gruppe der über Dreijährigen wechseln. Eine echte Bereicherung! Urli meint, sie strahlt so viel Ruhe aus, dass sogar er kurz still bleibt und - das will was heißen.
Das ganze Jahr über herrschte bei uns im Kindergarten ordentlich Betrieb. Im Januar waren 105 Kinder bei uns, bis zum Ende des Kindergartenjahres im Juli sind es sogar 120 Kinder geworden. Insgesamt zählen wir 68 Mädchen und 52 Buben, davon 95 über drei Jahre und 25 unter 3 Jahren - und so gut wie alle wohnen in Weisenbach. Ich habe mir alles ganz genau notiert! Urli wollte mitzählen, war aber ständig vom fröhlichen Gewusel abgelenkt.
Der Winter war kühl - perfekt für kleine Forscherinnen und Forscher. Die Kleinsten experimentierten mit glitzerndem Eis, matschigem Schnee und schmelzenden Eiswürfeln im warmen Gruppenraum. Es wurde gefühlt, ausprobiert, beobachtet und gestaunt.
Die Mittleren reisten sogar in die Eiszeit. Wir hüpften von Eisscholle zu Eisscholle - zumindest fühlte es sich so an. Na gut, in Wirklichkeit waren es Zeitungsblätter, die als lustig schwankende Eisschollen dienten. Ich sag Euch: die Begeisterung war so groß, dass sogar Urli sich ein Eisstück auf die Flügel legen wollte (hat nicht so gut funktioniert).
In allen Gruppen drehte sich der Winter - neben Kuschel,- Spiel, und Lernmomenten auch viel um die Grippezeit: viele kleine Schnupfennasen, viel Kuschelbedarf - und sehr viel Geduld von den Erzieher*innen. Ich habe versucht, Taschentücher aus meinem Bau hoch zu schubsen - aber die verschwinden schneller, als man „Hatschi“ sagen kann.
Die Großen machten sich währenddessen auf zur Krippenwanderung. Zuerst dachte ich, das hätte wieder mit Husten zu tun - aber nein: Es ging um Traditionen, ums Unterwegssein, ums Wandern und ums neugierige Fragenstellen. Ich habe mich heimlich darunter gemogelt und gelauscht. Sehr spannend!
Ein Highlight gleich zu Jahresbeginn war auch der Besuch von unserem Herrn Bürgermeister Retsch, der Geschichten aus dem Buch „Mensch, Oma!“ vorlas. Die Kinder saßen mucksmäuschenstill da - und sogar Urli hielt die Flügel ruhig.
Unser Fazit: Der Januar war frostig, lehrreich, herzlich und voller Staunen. Und mittendrin wir: ich, Chris - der unterirdische Reporter, Urli - der naturparkerprobte Flatterfreund, und ein engagiertes Kindergarten-Team inklusive Ruth, die gemeinsam den Kindergarten zu einem warmen Winterort gemacht haben.
Die Faschingswoche begann mit allerlei Verkleidungen: Prinzessinnen, Piraten und kleine Superheldinnen und Superhelden tummelten sich überall. Es wurde gelacht, getanzt, gebastelt und gesungen - und natürlich auch gut gegessen: das bunte Faschingsbuffet sah fast aus wie ein Kunstwerk.
Dann kam Clown Lulu vorbei! Oh, was war das wieder für eine tolle Überraschung: Sie machte Späße, zauberte kleine Streiche und brachte Kinder sowie Erwachsene gleichermaßen zum Kichern - Urli war kurz davor vor lauter Lachen abzuheben.
In der Faschingszeit konnten die Kinder ihre Kreativität so richtig zeigen: Sie gestalteten Zirkus- und Zeitungshüte, Masken, sangen „Mein Hut, der hat drei Ecken“ und lernten verschiedene Musikinstrumente kennen. Ganz besonders spannend war das Musizieren mit selbstgebastelten Instrumenten - Urli meinte, das klang fast wie ein kleiner Naturpark-Konzertsaal!
Kurz gesagt: Fasching im Kindergarten war großartig - bunt - laut - fröhlich und lebhaft. Urli und ich mischten uns heimlich unter die Kinder, um das Spektakel aus nächster Nähe zu beobachten.
Neben dem Fasching stand der Februar ganz im Zeichen der Farben.
Die Kleinen beschäftigten sich damit, Spielzeug nach Farben zu sortieren, klecksten mit glitzernden und leuchtenden Fingerfarben und entdeckten das Bilderbuch „Kleines Blau und kleines Gelb“ - in dem die Farben fröhlich miteinander gemischt wurden, probierten Sensorikbeutel aus und lernten Elmar, den kunterbunten Elefanten kennen. Selbst ich, der Farben nicht besonders gut sehen kann - war beeindruckt.
Bei den über Dreijährigen zog das Farbenmonster ein - und mit ihm das Thema „Gefühle“. Die Kinder lernten, wie bunt Gefühle sein können: Wut ist rot - wie Urli, wenn jemand seinen Lieblingszapfen stibitzt. Freude ist gelb - wie ein sonniger Maulwurfmorgen. Ruhe grün … daran arbeiten wir bei Urli noch ein bisschen.
Ich war schwer beeindruckt – Maulwürfe reden eher selten über Gefühle … wir buddeln sie höchstens weg.
Fazit: Der Februar war bunt, kreativ und gefühlvoll – voller Lachen, Musik und voller Leben!
Im März drehte sich im Kindergarten alles um Bewegung, Körper- und Frühlingsgefühle – ich sage euch: Über der Erde war ganz schön was los!
Im Rahmen von Alessias Jahresprojekt lernten die Kinder jede Menge über ihren eigenen Körper. Die Kleinsten, unsere Wurzelzwerge starteten gleich mit einem riesigen Bewegungsparcours - ein echtes Abenteuerland! Klettern, balancieren, rutschen und sich ausprobieren war angesagt, fast wie bei kleinen Zirkusartistinnen und -artisten. Urli hat natürlich gleich angeboten, Flugunterricht zu geben - wurde aber höflich abgelehnt. „Vielleicht später, Urli“, haben die Erzieher*innen gesagt.
Neben all der Bewegung erfuhren die Kinder, wie ihr Körper aufgebaut ist, was er alles kann und warum Bewegung so wichtig ist: wie kräftig Beine sein können und wie flink Hände arbeiten und wie man das Gleichgewicht hält. Auch draußen im Hof wurde gerannt, gesprungen und gehüpft. Ich habe mich lieber in meinen Maulwurfgang zurückgezogen, um nicht überrannt zu werden.
Dann schaute auch schon der Frühling um die Ecke! Gemeinsam gestalteten die Kinder ein großes Frühlings-Bodenbild aus bunten Tüchern. Alle halfen mit, und das Ergebnis war ein riesiger farbenfroher Teppich wie ein Regenbogen. Urli setzte sich natürlich mitten hinein und erklärte sich kurzerhand zum Kunstwerk.
Bevor die Osterzeit startete, beschäftigte sich die Wuschelbande mit einem beliebten kleinen Glücksbringer: dem Marienkäfer. Es wurde gebastelt, gezählt, gebaut und gestaunt - und plötzlich wimmelte es im Kindergarten vor kleinen rot-schwarzen Punkten - zum Glück nur aus Papier.
Bei den Vorschulkindern durfte ein Klassiker nicht fehlen: das Projekt „das Ei“. Es wurde bemalt, erforscht, probiert und viel über die Bedeutung von Eiern und Frühling gelernt und sogar ein Besuch bei echten Hühnern stand auf dem Programm!
Fazit: Der März war ein Monat voller Bewegung, Frühlingsfreude und neuer Ideen - und wir beide - Chris und Urli, fanden es wunderbar zu sehen, wie neugierig, aktiv und fröhlich die Kinder alles ausprobiert haben.
Im April steckten wir mitten in den Vorbereitungen für unser Frühlingsfest - und waren schon mächtig aufgeregt. Bei schönem Wetter konnte das Frühlingsfest in und rund um die Festhalle gefeiert werden - und wurde ein richtig schönes Fest und ein echtes Highlight. Kinder, Eltern, Großeltern, Gäste und Mitarbeitende hatten viel Spaß bei Spielen, Musik, Tanz und bunten Aktionen. Ein Tag voller Lachen, Bewegung und Frühlingsfreude, gekrönt mit einem legendären Essensbuffet!
Und kaum war das Frühlingsfest vorbei, kamen wir aus dem Feiern gar nicht mehr heraus, denn schon stand Ostern vor der Tür: Der Osterhase schaute bei uns vorbei und hatte für jedes Kind kleine Geschenke in den Gruppenräumen oder im Hof versteckt. Überall gab es Überraschungen zu entdecken, und die Kinder hüpften voller Freude umher.
Wir bastelten Karotten, spielten Frühlingsspiele und natürlich durften der Hasenohrentanz sowie der fröhliche Marienkäfertanz nicht fehlen. Dabei wurde geflogen, gehüpft und gelacht, was das Zeug hielt. Außerdem wurden Geschichten vom und über den Hasen erzählt, gelauscht und gestaunt.
Die Vorschüler erlebten im April noch etwas ganz Besonderes: Sie bekamen Besuch von der Verkehrspolizei. Gemeinsam wurde das richtige Verhalten im Straßenverkehr besprochen und wichtige Regeln wurden erklärt – ein aufregender und spannender Besuch.
Fazit: Der April war geprägt von Osterfreude, Basteln, Tanz, Bewegung und Frühlingsgefühlen. Das Frühlingsfest war dabei ein echtes Highlight! Die Kinder entdeckten, spielten und lachten – und wir beide, Chris und Urli, hatten große Freude beim Beobachten und Mitfeiern!
Im Mai war bei uns wieder richtig viel los und ich kam mit dem Notieren kaum hinterher. Zuerst kam der Fotograf vorbei, dann startete auch schon das Projekt „Gemüse-Kids“ der Edeka-Stiftung. Wir sprachen über Obst und Gemüse und bepflanzten unser Hochbeet. Urli fand, das sei fast wie ein kleiner Garten für neugierige Nachwuchsgärtnerinnen und Nachwuchsgärtner.
In den Morgenkreisen der Krippe wurde fleißig vorgelesen. Und ihr könnt es glauben oder nicht, bei uns gilt die Regel: Beißen darf nur das Krokodil! Passend dazu besuchte uns das Plüschkrokodil, und die Kleinen sangen ein fröhliches Lied über unser zahniges Freundchen.
Die großen Vorschulkinder nutzten das schöne Wetter für eine aufregende Waldwoche. Sie besuchten die schönsten Ausflugsziele rund um Weisenbach: die Kneippanlage, den Aussichtspavillon, eine Holzhütte im Wald bei den Reben. Ich konnte unterirdisch lauschen, wie die Kinder über all die neuen Eindrücke staunten.
Gegen Ende des Monats drehte sich bei den Vorschulkindern alles um das Thema Bienen. Sogar der Imker Bernd Fedder kam zu Besuch und zeigte den Kindern, wie fleißige Bienen arbeiten und wie wichtig sie für unsere Natur sind. Urli war von den summenden Bienen so fasziniert, dass er fast selbst eine kleine Tanzshow hingelegt hätte.
Im gesamten Kindergarten begannen wir uns außerdem mit dem wichtigen Thema „Sonnenschutz“ zu beschäftigen – und wir beide passten auf, dass weder kleine Flatterfreunde oder Maulwurfschnauzen einen Sonnenbrand bekamen.
Unser Fazit: Der Mai war warm, lehrreich, spannend, voller Sonnenstrahlen, Gartenarbeit, schmutzigen Händen und fröhlichem Kinderlachen. Und mittendrin waren wir: Ich, Chris, der unterirdische Reporter, und Urli, der Auerhahn mit den wilden Flügeln, stets bereit für das nächste Abenteuer.
Der Juni und Juli waren prall gefüllt mit Sonne, Spaß und besonderen Momenten. Das Ende des Kindergartenjahres rückte langsam näher, und wir waren mittendrin - neugierig wie eh und je.
Unser Sonnenschutzprojekt wurde im Juni weiter ausgebaut. Gemeinsam mit den Kindern besprachen wir, was alles wichtig ist, bevor es nach draußen geht: Sonnenhut oder Mütze, Sonnencreme, ausreichend Wasser und natürlich ein schattiges Plätzchen. Und wisst ihr, wer uns dabei regelmäßig begleitete? Der fröhliche Clown Zitzewitz! Er brachte die Kinder zum Lachen und half uns, das Lied „Groß ist die Sonne“ aus voller Kehle zu singen. Urli flatterte begeistert umher, als wollte er selbst die Sonnenstrahlen einfangen.
Natürlich durfte auch der Eiswagen wieder nicht fehlen. Ich konnte aus meinem unterirdischen Posten beobachten, wie die Kinder strahlend ihre bunten Eistüten schleckten – ein echtes Sommerhighlight, gestiftet von der Gemeinde.
Die mittleren Kinder, unsere vier - fünfjährigen Grashüpfer, starteten ihre lang ersehnten „Wünschetage“, mit denen sie sich langsam darauf vorbereiteten, zu den „Wackelzähne“ zu wechseln. Was wünscht man sich da? Spielplatzbesuche, Picknicktage, Backaktionen und sogar Verkleidungstage. Ich, Chris, habe alles genau beobachtet. Urli fand das besonders spannend, er flatterte vor Aufregung von einer Ecke zur anderen.
Die Vorschulkinder erlebten im Juni eine ganz besondere Zeit. Ein Ausflug nach Freudenstadt zur „Experimenta“ sorgte für staunende Augen und neugierige Köpfe. Außerdem veranstaltete die Gruppe ihren traditionellen Erlebnisabend, dessen Höhepunkt eine Nachtwanderung durch den Wald war. Ausgestattet mit Taschenlampen, entdeckten sie die geheimnisvolle Welt der Nacht, während ich aus meinen Gängen alles genau beobachtete und Urli sich Auerhahnwohl fühlte.
Ende Juli war es dann Zeit, die Wackelzähne in die Schule zu verabschieden. Zuvor wurden noch stolz ihre Schultüten gebastelt. Das Motto der Verabschiedung lautete dieses Jahr: Zirkus! Bunte Kostüme, Akrobatik, viel Lachen – und ich, Chris, konnte aus meiner unterirdischen Perspektive sogar sehen, wie Urli beeindruckt den Hut zog.
Und noch eine wichtige Neuigkeit: Im Juli bekamen wir Verstärkung durch Julia Osiecka, die unser Team tatkräftig unterstützt. Sie hilft immer da, wo sie gebraucht wird.
Fazit: Juni und Juli waren ein kunterbuntes Potpourri aus Sonne, Lachen, Lernen, Abschieden, Vorfreude und etwas Wehmut – und mittendrin: wir zwei, Chris, der unterirdische Reporter, und Urli, der fliegende Naturfreund.
Nach den sommerlichen Tagen kamen endlich die Sommerferien, und wir Maulwurf und Auerhahn - genossen die ruhigen Stunden im Kindergartenhof - Urli nutzte die Gelegenheit, die Sonne von oben zu genießen, während ich meine Gänge auf Vordermann brachte.
Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres kamen natürlich auch viele neue Gesichter zu uns. Neue Kinder erkundeten neugierig den Hof, und der Zahnarzt besuchte uns, um den kleinen Zähnen auf den Grund zu gehen. Die Kinder erfuhren, wie wichtig Zahnpflege und Vorsorge sind, und aus meinen unterirdischen Gängen hörte ich das staunende Murmeln.
Auch im Team gab es erfreuliche Neuigkeiten: Alessia Rodio, unsere ehemalige Anerkennungspraktikantin, hat ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und übernimmt nun die Leitung der blauen Wuschelbande-Gruppe - eine tolle Nachricht für uns alle! Außerdem konnten wir Lara Hörth für die Krippe gewinnen, die das Team ab sofort unterstützt. Und im September begann auch Leni, unsere neue Jahrespraktikantin, ihre Ausbildung, sie stürzt sich schon voller Begeisterung in die Gruppenarbeit. Um alle Eltern über unseren Kindergartenalltag zu informieren, luden wir zu einem Elternabend ein, bei dem Einblicke in unsere pädagogische Arbeit, Projekte und den gemeinsamen Ablauf und Alltag gegeben wurden.
Im September starteten wir mit einem spannenden Projekt rund um das, was wir geerntet haben. Besonders stolz waren die Kinder auf das Verarbeiten der Äpfel von unserem Apfelbaum im Hof. Bei der Ernte hieß es gut aufpassen – denn so ein Apfel kann schneller auf dem Kopf landen, als Urli mit den Flügeln schlägt. Das Gedicht „Willi Wingel“ begleitete uns durch die Zeit und auch dem Märchen vom Kartoffelkönig wurde mit großen Ohren gelauscht.
Parallel dazu begannen in den über Dreijährigen Gruppen zwei große Projekte. Eine Gruppe tauchte tief in das „Eichhörnchenprojekt“ ein: Wir lernten, wie und wo Eichhörnchen leben, was sie fressen, wie sie sich ihr Daheim – ihren Kobel – bauen und spielten passende Spiele dazu. Die andere Gruppe beschäftigte sich mit dem Igelprojekt und lernte gemeinsam mit Igel Willi vieles über sein Leben, seine Gewohnheiten und seinen Lebensraum. Ich sage euch: Wir Wald- und Wiesenbewohner können eine Menge Spannendes berichten!
Kaum hatte das Kindergartenjahr begonnen, machten sich die neuen Wackelzahn-, also die Vorschulkinder, mit Sack und Pack auf den Weg in den Karlsruher Zoo, um dort eine ganz andere Gattung Tiere zu bestaunen. Schon die Bahnfahrt war ein aufregendes Erlebnis.
Kaum wieder zurück wurden wir von Ede Gerstner eingeladen und besuchten seinen Streichelzoo in der Au. Dort wurden wir herzlich mit Brezeln und Getränken empfangen – Urli musste sich sehr zusammenreißen, nichts stibitzen zu wollen.
Fazit: Sommerferien, neues Kindergartenjahr, neue Freundschaften, neue und spannende Projekte – wir haben gestaunt, entdeckt und viel erlebt. Begleitet von unermüdlicher Maulwurf- und Auerhahn-Perspektive – also uns!
Im Oktober drehte sich im Kindergarten alles um bunte Blätter, Herbstspaziergänge und die Erntezeit. Die Kinder sammelten fleißig Kastanien, Eicheln und bunte Blätter im Hof und auf den Wegen rund um den Kindergarten. Neben dem Sammeln wurden die Naturmaterialien auch kreativ eingesetzt: Es wurde gebastelt, geklebt, gestempelt und kleine Herbstbilder gestaltet. Urli flatterte dabei über die Kinder hinweg, als wollte er die bunten Blätter gleich selbst einfangen.
Natürlich durfte auch die Bewegung nicht fehlen. Spaziergänge standen auf dem Plan: Laubhügel wurden ausprobiert, Blätter getreten und Drachen steigen gelassen. Ich habe alles aus meinem unterirdischen Blickwinkel genau beobachtet, wie die kleinen Hände eifrig sammelten und mich dabei lieber unterirdisch bewegt, um nicht überrannt zu werden.
Ein besonderes Highlight war in diesem Monat die Erntedankfeier. Die Kinder brachten kleine Erntedankkörbchen mit, prall gefüllt mit frischem Obst, Gemüse und Kräutern. Aus den Zutaten wurde dann gemeinsam eine leckere Suppe gekocht, die fast alle Kinder mit Freude probierten. Es war herrlich zu sehen, wie gut es allen schmeckte!
Langsam begannen die ersten Vorbereitungen für St. Martin. Kleine Holzlaternen wurden gestaltet und bedruckt. Die Kinder begannen Martinslieder zu singen und die Großen übten für ihren ersten Auftritt in der Wackelzahngruppe.
Im Oktober war der Auftakt einer Fortbildungskette für das gesamte Team zum Thema Orientierungsplan, um die pädagogische Arbeit im Kindergarten noch gezielter an den Bildungszielen auszurichten. Die Erzieherinnen und Erzieher waren hochmotiviert und neugierig, Neues auszuprobieren – ich habe das alles aus sicherer Maulwurfsperspektive genau beobachtet.
Fazit: Staunende Kinderaugen, kreative Ideen, bunte raschelnde Blätter, gemeinsame Erntefreude, spannender Weiterbildung und ein motiviertes Team haben den Monat besonders gemacht.
Im November wurde es im Kindergarten gemütlicher, dunkler – und ganz besonders stimmungsvoll. Vieles drehte sich um St. Martin. Zur Einstimmung auf das Martinsfest erzählten wir die Geschichte von St. Martin auf besondere Weise: Mit dem Kamishibai tauchten die Kinder in die Legende ein. Neben St. Martin begegneten sie dabei auch dem Bären und den kleinen Regentropfen, die die Geschichte lebendig machten. Außerdem wurde fleißig gesungen, getanzt und geprobt. Ich habe alles aus meinem unterirdischen Beobachtungsposten aufmerksam verfolgt.
Ein besonderer Höhepunkt war die Martinsfeier in der Kirche. Mit ihren leuchtenden Laternen zogen die Kinder und ihre Familien beim anschließenden Laternenumzug durch die Straßen. Angeführt wurde der Umzug von der Musikkapelle, die für eine feierliche Stimmung sorgte, und gesichert von der Feuerwehr, die aufmerksam auf alle aufpasste. Die warmen Lichter, die Musik und die vielen bekannten Gesichter machten diesen Abend zu einem ganz besonderen Erlebnis.
In der roten Gruppe stand außerdem das Thema Fuchs im Mittelpunkt. Ein ganz besonderer Besuch sorgte dabei für große Augen: Der ausgestopfte Fuchs Fritzi kam mit in den Kindergarten. Kurz darauf besuchte uns auch Herr Gottschling, der neue Förster von Weisenbach, der den Kindern viel über den Fuchs, seinen Lebensraum und seine Lebensweise erzählte. Die Kinder hörten gespannt zu und stellten neugierige Fragen. Besonders köstlich war der „Kindermund“: Einige Kinder nannten den Förster kurzerhand den „Tierflüsterer“ – ich musste mir sehr das Grinsen verkneifen.
Auch der Weltkindertag wurde im November im Kindergarten gefeiert. An diesem besonderen Tag standen die Kinder, ihre Rechte und ihr Wohlbefinden im Mittelpunkt. Jedes Kind durfte sein Lieblingsspielzeug oder sein Kuscheltier von zu Hause mitbringen, und im Kindergarten roch es überall nach den Waffeln, die für die Kinder gebacken wurden. Mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen.
Fazit: Der November war geprägt von Licht und Geschichten, von Düften und Gemeinschaft. Zwischen Laternenlicht, schlauen Füchsen und großen Fragen zeigte sich einmal mehr, wie lebendig und vielfältig unser Kindergarten ist – und ich war natürlich wieder mittendrin und bestens informiert.
Im Dezember zog im Kindergarten langsam eine besonders magische Zeit ein. Überall sah man die Spuren kleiner und großer Wichtel. Plötzlich glitzerte und leuchtete es überall, und die Vorfreude und Spannung auf Weihnachten war deutlich zu spüren.
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des Nikolaus in der Au. Mit viel Aufregung machten sich die Kinder auf den Weg. Wir sangen Lieder, trugen ein Fingerspiel vor und lauschten aufmerksam, als der Nikolaus bestätigte, was eh schon klar war – wir waren das ganze Jahr über so brav, dass der Nikolaus für alle Kinder Geschenke dabeihatte.
Durch die Adventszeit führte uns der Adventsweg, auf dem uns immer wieder Mischa, der kleine Bär, begegnete. Gemeinsam gingen wir Schritt für Schritt durch diese besondere Zeit, hörten Geschichten, hielten inne und nahmen uns bewusst Zeit füreinander.
Natürlich wurde auch fleißig gebacken. Im ganzen Haus duftete es nach Lebkuchen und Plätzchen, die mit viel Freude ausgestochen, verziert und natürlich auch probiert wurden. Täglich warteten die Kinder gespannt auf das Öffnen des Adventskalenders, der kleine Überraschungen bereithielt. Begleitet wurden wir außerdem von der Geschichte „Der kleine Igel und die Weihnachtsüberraschung“. Die Kinder hörten aufmerksam zu, stellten Fragen und ließen sich von der warmen Botschaft der Geschichte berühren.
Ein ganz besonderer Moment im Dezember war das Projekt „Jung besucht Alt“. Die Wackelzähne besuchten die Tagespflege in Forbach. Im Vorfeld wurden Sterne gebastelt, um den Seniorinnen und Senioren eine Freude zu bereiten. Wir wurden dort herzlich empfangen und freudig begrüßt – ein berührender Austausch zwischen Jung und Alt.
Den feierlichen Höhepunkt bildete die Weihnachtsfeier im Kindergarten. Gemeinsam wurde gesungen, gelacht und gefeiert – und tatsächlich schaute auch das Christkind bei uns vorbei. Ein magischer Moment, der Kinder wie Erwachsene gleichermaßen verzauberte.
Fazit: Der Dezember war geprägt von Lichtern, Geschichten, Düften und vielen kleinen Momenten des Innehaltens und der Rituale. Eine Zeit voller Wärme, Gemeinschaft und Vorfreude – und ein schöner Abschluss eines ereignisreichen Kindergartenjahres.
Rückblickend auf das ganze Jahr möchten wir uns gerne bei Frau Hauser und ihrem Büchereiteam bedanken, die es uns seit vielen Jahren ermöglichen, einmal im Monat mit den Vorschulkindern die Bücherei zu besuchen. Diese regelmäßigen Besuche sind für die Kinder etwas ganz Besonderes und fördern ihre Freude an Büchern und Geschichten.
Das ganze Jahr über begleiten uns außerdem „Upps“ und „Faustlos“ – Themen, die den Kindern helfen, soziale Kompetenzen zu stärken, Konflikte friedlich zu lösen und respektvoll miteinander umzugehen – wertvolle Begleiter im Kindergartenalltag.
Zum Abschluss möchten wir DANKE sagen an unseren rührigen Elternbeirat und an alle, die uns wohlgesonnen sind und die uns in irgendeiner Weise unterstützt haben – durch ihre Mithilfe, Vertrauen, Zeit, gute Worte, Geld- oder Sachspenden oder tatkräftige Unterstützung.
Ein riesengroßes DANKESCHÖN von Urli, mir und der Leitung des Kindergartens an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Eure Geduld, Euer Lachen, Eure Ideen, Eure gegenseitige Unterstützung, Euren Teamgeist, Eure Flexibilität und das tägliche Engagement für die Kinder.
Mit warmen Grüßen wünschen wir Ihnen allen ein gesundes, glückliches und zufriedenes neues Jahr! Urli, der fliegende Naturfreund, Chris, der unterirdische Reporter und das gesamte Kindergarten-Team