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Jahressausflug des kath. Kirchenchores Bad Rappenau/Kirchardt

Der Jahressausflug des Kath. Kirchenchores Bad Rappenau/Kirchardt führte in diesem Jahr in die Deutschorden-Stadt Bad Mergentheim. Das prächtige, sommerliche...
Foto: privat

Der Jahressausflug des Kath. Kirchenchores Bad Rappenau/Kirchardt führte in diesem Jahr in die Deutschorden-Stadt Bad Mergentheim. Das prächtige, sommerliche Herbstwetter schlug sich schnell auf die Stimmung der Teilnehmer nieder, besonders als nach einem Brezelfrühstück mit Kaffee die Lebensgeister der Teilnehmer geweckt wurden. Vor dem Marktplatz am 1564 erbauten alten Rathaus hatte man mit den Stadtführerinnen Frau Schmidt und Frau Kluge das Treffen für die Stadtführung ausgemacht. Zunächst blieb jedoch noch etwas Zeit, um sich hier etwas zu organisieren oder auch die vergessene Kopfbedeckung gegen die intensiven Sonnenstrahlen zu besorgen. In zwei Gruppen erkundete man schließlich diese wunderschöne Stadt. Es wurden interessante Einzelheiten erzählt, die man sonst sicher nicht erfahren hätte. Zunächst erklärte man uns anhand einer detaillierten Wandkarte im alten Rathaus den Anfang der Historie und die dazugehörige spannende Umgebung, denn nicht nur der Deutsche Orden hat diese Stadt geprägt, sondern auch berühmte Menschen hatten den Weg hierher gefunden. Anschaulich untermalt mit kleinen, passenden Gedichten wurde das zum Besten gegeben. Auf ging es dann in die Marienkirche, in der Nähe der ehemaligen Stadtmauer, die im 14. Jahrhundert vom Dominikanerorden erbaut wurde. Am Kreuzgang konnten noch Fresken, die um 1310 gemalt worden waren, bewundert werden. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche im neugotischen Stil grundlegend saniert und ausgestaltet. Hier vor dem Schnitzaltar „Marien Tod“ aus der Riemenschneider-Schule zeigte der Chor seine Musikalität und stellte sich zum Kanon „Shalom“ – Friede sei mit euch unter der Leitung seiner Dirigentin Sybille Bauer auf. Viele Besucher ließen sich den Gesang nicht entgehen und gaben dankbar Beifall. Von hier machte man sich durch die schöne Altstadt auf zum Münster St. Johannes Baptist. Zeigte sich die Marienkirche sehr prunkvoll, stellte sich die Stadtkirche eher schlicht und doch beeindruckend in einem frühgotischen Stil dar. 1983 wurde die Pfarrkirche aufgrund ihrer Bedeutung zum Münster erhoben. Auf dem Weg zur Schlosskirche wurde deutlich, mit wie viel Sorgfalt Altes renoviert worden war und Neues dem Stil angepasst wurde. Die barocke Hofkirche des Deutschen Ordens wurde 1730 gebaut und sollte den repräsentativen Anforderungen des Ordens in der damaligen Zeit genügen. Besonders eindrucksvoll: die Ausmalung des Deckenfreskos des Münchner Hofmalers Nikolaus Stuber „die Verherrlichung des Kreuzes im Himmel und auf Erden". Heute ist diese Kirche die evang. Stadtkirche in Bad Mergentheim. Anschließend war genug Zeit, um im Schloss- bzw. Kurpark unter schattigen Plätzen die Sehenswürdigkeiten dieses Parks zu entdecken und zu geniessen. Pünktlich trafen alle Teilnehmer am Busparkplatz ein, damit die Fahrt weiter nach Stuppach gehen konnte. In Stuppach wartete bereits Pfarradministrator Lukas Biermayer auf seine Chormitglieder. Leider kam es hier zu einer Wartezeit, sodass schließlich die vorgesehene Andacht auf dem Platz vor der Kirche stattfand. Doch so gesellten sich viele Besucher zur Bad Rappenauer Gruppe, die gerne aufmerksam den Andachtsworten des Pfarrers und den Klängen des Chores lauschten. Danach konnte doch noch das Bildnis der berühmten Stuppacher Madonna, das 1516 von Matthias Grünwald gemalt worden war, bewundert werden. Der Tag wurde im nahen Mosbach bei einem zünftigen Essen und leckerem Bier beendet.

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Großen Kreisstadt Bad Rappenau
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Ausgabe 40/2025
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