
Am Montag, den 10. November, war es wieder so weit. Der große Saal im Gemeindehaus Sancta Maria war gut gefüllt. Die Besucher waren schon gespannt, wie es auf Christians Jakobsweg weiterging. Im April ging es von Mannheim über Paris nach Limoges. Die erste Etappe war über 33,5 km lang. Und so ging es weiter: 30,6 km, 32,9 km, 29,1 km. Natürlich waren die Strecken nicht einfach, es ging sehr viele Höhenmeter hinauf und wieder hinab. Leider hatte Christian die Messlatte sehr hoch gesetzt, er träumte davon, dieses Jahr Lourdes zu erreichen und es kam, wie es kommen musste, die Blasen an den Füßen wurden immer schlimmer und so entschied sich Christian, die Pilgerreise schweren Herzens abzubrechen. Von Lascabenes ging es deshalb über Paris und Mannheim nach Hause. Das war die traurige Seite des Jahres 2025.
Christian kam auch wieder durch wunderschöne Gegenden, er lief durch Eichenwälder, kam an vielen Weiden vorbei, es ging an Flüssen entlang, durch alte Orte mit schönen Kirchen oder Kathedralen. Und es ging immer bergauf und bergab. Auch der Wallfahrtsort Rocamadour lag auf dem Weg. Hier war es besonders steil, der Pilgerweg schlängelte sich den Berg hinauf zur Wallfahrtskirche, die da oben an den Felsen gebaut ist. Hier traf Christian auf viele Menschen, die an diesen Ort zum Pilgern kamen. Auf seinem weiteren Weg wurde es dann wieder ruhiger. Unterwegs traf er auch immer wieder auf Menschen, die auch nach Santiago de Compostela wollen, zum Teil den Weg auf einmal laufen oder auch in Etappen wie Christian. Und natürlich hat er auch viele Weggefährten gefunden, mit denen er noch Kontakt hat.
Über die Hälfte des Weges ist geschafft, Santiago de Compostela ist noch weit, wir können uns noch auf viele schöne Abende mit Christian beim Bildungswerk Nußloch freuen.
Ulla Lüdemann bedankte sich mit „Merci“ bei Christian für den schönen Abend.