Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde!
Vor Jahren war im Fernsehen ein Landwirt zu sehen, der die anderen aufgefordert hat, sich gegen Monsantos zu wehren. Diese inzwischen zum Bayerkonzern gehörende Firma hatte versucht, das „Schwäbisch Hällische“ Schwein für sich patentieren zu lassen. Dann hätten wir Verbraucher an die Firma Lizenzgebühren zahlen müssen, wenn wir etwas von der „Sau“ gegessen hätten. Das ist wegen einer unklaren, schlechten Gesetzeslage bei Pflanzen inzwischen erlaubt. Firmen, Forschungseinrichtungen und Konzerne züchten bei einer Pflanze etwas weg oder hinzu und schon müssen wir zahlen, zum Beispiel wurde bei der Gurke die Eigenschaft „bitter“ weg gezüchtet. Jetzt kann der Züchter ein Patent auf den Samen beantragen. Sobald er das Patent hat, macht man sich strafbar, wenn man die Samen erneut in seinem Garten aussät. Oder was die Hersteller auch gerne machen, sie züchten aus zwei starken Pflanzen eine neue Sorte. Deren Samen haben aber nicht die Eigenschaften der neuen Pflanze, ihre Samen sind nicht mehr keimfähig. Dann hat man sogenannte F1-Hybride. Diese Patente sorgen dafür, dass die Vielfalt der Pflanzen abnimmt. Man kann nicht mehr selbst züchten und man darf dann auch nicht. Damit verdienen sich andere krumm und dappich. Wissen Sie noch, warum Bayer aus Leverkusen Monsantos aus den USA gekauft hat? Das sind die Entwickler von Glyphosat, die viele Prozesse am Hals haben wegen Klagen auf Entschädigung.
Es steht im Verdacht, Krebs auszulösen. Glyphosat ist ein Unkrautvernichter. Deshalb sieht man auf den Kornäckern keine Blumen mehr. Der Kauf wurde getätigt, weil man immer das Beste für sich will – dein Geld.
Gustav Jahn; Gartenfreunde Loßburg-Rodt


