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Johanna Falkenhahn nach zweijährigem Vikariat verabschiedet

„Einfach Spitze, dass du da warst“ „Auf die Plätze, fertig, los! – Abraham bricht auf“ so lautete der Titel des Familiengottesdienstes zur...
Verabschiedung durch Pfarrerin Eva WeisserFoto: Renate Hettwer


„Einfach Spitze, dass du da warst“

„Auf die Plätze, fertig, los! – Abraham bricht auf“ so lautete der Titel des Familiengottesdienstes zur Verabschiedung von Vikarin Johanna Falkenhahn, die vor gut zwei Jahren während eines gemeinsamen Erntedankgottesdienstes mit Altlußheim in der Evangelischen Kirche Neulußheim der Gemeinde vorgestellt wurde. Auch für sie heißt es nach ihrer Zeit in Neulußheim und den erfolgreichen Abschlussprüfungen quasi in die Startlöcher zu gehen, um in ihrem Probendienst als Pfarrerin in Mannheim-Neckarau in der Matthäuskirche anzukommen.

Johanna Falkenhahn kommt aus der kirchlichen Jugendarbeit und hat in Wuppertal, Jerusalem, Tübingen und Heidelberg Theologie studiert. Sie hat in Kirchengeschichte promoviert und sich im Vorbereitungsdienst, der praktischen Phase in Neulußheim, auf ihre Ausbildung zur Pfarrerin vorbereitet. Die damalige Pfarrerin Katharina Treptow-Garben und heutige Dekanin war ihre erste und Pfarrerin Eva Weisser ihre zweite Lehrpfarrerin.

In allen pfarramtlichen Handlungsfeldern hat sie viel Erfahrung sammeln können. Leitete in der Gemeinde Gottesdienste, predigte, teilte Abendmahl aus, wirkte im Konfiunterricht mit, taufte, traute, beerdigte und war an Seelsorgegesprächen beteiligt. Sie war vor allem in der Schule tätig, um Erfahrungen im Religionsunterricht in Grundschule und weiterführender Schule unter Anleitung von Schulmentorin Tanja Löschmann zu sammeln.

Und wie sagte Dekanin Katharina Treptow-Garben damals: „In allem, was Johanna Falkenhahn leben und erleben wird, sei sie auf das Vertrauen, den Beistand und das Gebet von uns allen angewiesen“. Das Vertrauen und Wertschätzung, das Johanna Falkenhahn in ihrem Vikariat entgegengebracht wurde, spiegelte sich in der herzlichen Begrüßung durch die Vorsitzende des Kirchengemeinderats Katharina Thorn, Worten aus Psalm 139 durch Diakonin Hannah Mautner und der zahlreich erschienenen Gemeinde wider. Ein Familiengottesdienst lebt vom Mitmachen. Preiset den Herren und Halleluja wurden mit Orgelklängen in Hebräisch, Suahelisch, Englisch und Finnisch gesungen.

Dem Ruf Gottes folgen
„Abraham bricht auf“ bezieht sich auf den biblischen Aufbruch Abrahams, der im Alten Testament (1. Mose 12,1-4) beschrieben wird. Gott befiehlt Abraham, seine Heimat zu verlassen und in ein neues Land zu ziehen, das er ihm verheißen hat. Was lag da näher, als dies in einem Spiel mit Sara und Abraham (Hannah Mautner und Johanna Falkenhahn) und deren Umzug ins neue Land zu dokumentieren. Sie folgten dem Ruf Gottes (Jessica Marsh), der ihnen den Weg zeigte, mitging und seinen Segen über sie sprach. Der Ruf Gottes führt Johanna Falkenhahn nun in einigen Tagen nach Mannheim, die Familie, ihr Mann und ihre drei Kinder haben, wie Abraham und Sara, die Koffer gepackt.

Segne uns, denn der Weg ist weit
Herzliche Worte kamen von Pfarrerin Eva Weisser. „Viele schöne Begegnungen, gemeinsam gefeierte Gottesdienste und die Freude, gemeinsam Dinge entwickelt zu haben, werden in guter Erinnerung bleiben“. Die gute Verbindung zu den HoRAN-Kirchengemeinden brachten Kirchenälteste mit überbrachten Blumen zum Ausdruck. Berührend dann der Ausgangssegen von Pfarrern Weisser für die scheidende Falkenhan. Nach Segenswünschen, gesprochen von Pfarrerin Eva Weisser, Diakonin Hannah Mautner und Kirchengemeinderat Jonas Ballreich, dem gemeinsam gesprochenen „Vater unser“ und Abkündigungen fiel es Johanna Falkenhahn schwer, von der Gemeinde Abschied zu nehmen. „Vielen Menschen durfte ich hier in Neulußheim begegnen“, ich bin mit offenen Armen und Herzen aufgenommen worden, danke für die vielen Begegnungen, Erfahrungen. Es war einfach, sich in dieser tollen Gemeinde einzubringen. Mit den Worten aus Jeremia „Seid nicht bekümmert, denn die Freude des Herrn ist deine Stärke“ machte sie Mut für die kommenden Veränderungen in den HoRAN-Kirchengemeinden. „Ihr seid ein Segen“ so endete der Abschiedsgottesdienst mit einem Segen mit viel Bewegung und der Einladung zum Empfang ins Gemeindehaus.

Empfang im Gemeindehaus - So viel Glück wie die Sterne im Himmel
Die guten menschlichen Beziehungen, Offenheit und Wertschätzung brachte der Kirchenchor mit „Gloria“ und Halleluja zum Ausdruck und lud Johanna Falkenhahn ein, ein letztes Mal mitzusingen. Worte des Dankes kamen dazu von der Vorsitzenden des Kirchenchors, Jutta Roth. Vorsitzende Katharina Thorn hatte ein Mannheim-Care-Paket als Abschiedsgeschenk der Kirchengemeinde und des Kirchengemeinderats zum besseren Kennenlernen Mannheims mitgebracht. Humorvoll erinnerte sie an deren erste Fahrt nach Neulußheim hinter einem Trecker, der sie in Mannheim nun auch begleiten wird, da sie dort ja gebaut werden. Sie erinnerte an die spannende Zeit mit viel Lachen, guten und tiefgründigen Gesprächen und dankte für ihr großes Engagement, auch während der Vakanz, für die Kirchengemeinde.

Wertvoll, was du den Menschen sendest, dein Feuer im Herzen, vom Glauben zu erzählen, eine lebendige Kirche zu schaffen, so Pastoralreferentin der Seelsorgeeinheit Christine Malek. Pfarrer Dr. Steffen Götze von der Dienstgruppe Hockenheim wünschte mit einem Regenbogen, dass ihr Licht auch in Neckarau strahlen möge. Kirchengemeinderätin und Schulmentorin Tanja Löschmann brachte mit jedem Buchstaben des Namens von Falkenhahn all ihre positiven Eigenschaften zum Ausdruck und wünschte Glück wie die Sterne mit Himmel und dazu Gottes Segen.

Sechs Haltestellen bis Mannheim-Neckarau
Gerührt über den vorbereiteten Empfang dankte Johanna Falkenhahn allen Gekommenen. Freute sich, in der kommenden Woche noch den Ferienspaß zu begleiten und wies augenzwinkernd darauf hin, dass es nach Mannheim-Neckarau lediglich von Neulußheim nur sechs Haltestellen seien.

Beim anschließenden Beisammensein gab es Gelegenheit, Johanna Falkenhahn noch persönlich alles Gute für ihren Neuanfang zu wünschen.

Renate Hettwer

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Lußheimer Nachrichten
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Ausgabe 32/2025
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