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Theater am puls: Serie

Johannes Szilvássy: Ich schätze die familiäre Atmosphäre

In dieser Serie stellen wir das Schauspielteam des „theater am puls“ (tap) näher vor.
Johannes Szilvássy in seiner Lieblingsrolle: Monsieur Ibrahim in „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“.
Johannes Szilvássy in seiner Lieblingsrolle: Monsieur Ibrahim in „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“.Foto: Nicole Böhm

Diese Woche stellt sich der 58jährige Johannes Szilvássy aus Heidelberg den Fragen von Birgit Schillinger vom Freundeskreis. Er hat am Bruckner Konservatorium im österreichischen Linz seine Schauspielausbildung absolviert. Im tap spielt er jedes Jahr in einer Inszenierung mit, diese Saison in dem Familienstück „Die Schneekönigin“.

Birgit Schillinger: Warum sind Sie Schauspieler geworden?

Johannes Szilvássy: Mein Weg zum Beruf des Schauspielers war kein direkter. Letztendlich war es eher ein Zufall, da ich zwar schon in jungen Jahren gerne im schulischen Umfeld auf der Bühne stand, aber es mir nie in den Sinn gekommen wäre, dass aus dieser schönen Freizeitbeschäftigung eine Profession werden könnte. Niemals hätte ich gewagt, mich neben „richtigen“ Schauspielern auf einer Bühne zu sehen. Gegen Ende meiner Schulzeit hatte ich durchaus Interessen in verschiedenen Richtungen, konnte mich aber für keine Ausbildung und kein Studium derart erwärmen, dass ich mir hätte vorstellen können, diese Tätigkeit für viele Jahre oder gar ein Leben lang auszuüben. Nach meiner Schulzeit musste ich einige Monate bis zum Zivildienst warten. Diese Zeit überbrückte ich mit diversen Tätigkeiten, unter anderem in einem kleinen Theater, in welchem ich bei den Vorstellungen Licht und Ton gefahren habe. Hier wiederum stellte mir eines Tages einer der Schauspieler die Frage, warum ich nicht Schauspieler werden wollte. Das war dann doch der scheinbar notwendige Funke, der meine Leidenschaft für diesen Beruf entfacht hat. Die Initialzündung gewissermaßen.

Schillinger: Wie und wann sind Sie zum theater am puls gekommen?

Szilvássy: 2016 führte mich mein beruflicher Weg für die Produktion „Hexenjagd“ dann ans theater am puls.Schillinger: Was ist das Besondere am tap?

Szilvássy: Ich schätze am tap sehr die familiäre Atmosphäre in Verbindung mit dem Anspruch an die Qualität der Arbeit.

Schillinger: Was war oder ist Ihre Lieblingsrolle?

Szilvássy: Wenngleich es auch keine Lieblingsrolle gibt, die ich gespielt habe oder die ich noch unbedingt spielen möchte, so gibt es doch mir persönlich wichtige Rollen und eine davon durfte ich am tap spielen: Monsieur Ibrahim in „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“.

Schillinger: Welche Engagements haben Sie sonst noch?

Szilvássy: Neben dem tap bin ich auch noch für das Nostos Tanztheater in Heidelberg (früher als Schauspieler und Tänzer, inzwischen als dramaturgische Begleitung), sowie für das Freilandtheater in Bad Windsheim tätig.

Schillinger: Haben Sie sonstige Interessen oder Hobbys?

Szilvássy: Neben der Bühnenarbeit bin ich ein sehr wissbegieriger Mensch. Es wird sich kaum ein Thema finden, bei dem ich den Dingen nicht gerne auf den Grund gehen würde, wenn es sich ergibt, sei es im Gespräch mit anderen oder durch Nachlesen. Einfach deshalb, weil ich das für wichtig halte, um überhaupt die Möglichkeit zu bekommen, Zusammenhänge - auch fachübergreifend – besser verstehen zu können. Nicht, dass ich glauben würde, jemals alles ergründen oder nur annähernd verstehen zu können, aber der Wunsch danach treibt meine Wissbegierde an.

Erscheinung
exklusiv online
von Freundeskreis theater am pulsRedaktion NUSSBAUM
19.01.2026
Orte
Schwetzingen
Kategorien
Kultur