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Leichtathletik

Jürgen Maurer läuft in Vancouver seinen 100. Marathon

Der gesamte Vorstand gratuliert Jürgen Maurer ganz herzlich zu seinem 100. Marathon, den er am 03.05.2026 in Vancouver gelaufen ist. Diese beeindruckende...
Jürgen mit StartnummerFoto: Jürgen Maurer

Der gesamte Vorstand gratuliert Jürgen Maurer ganz herzlich zu seinem 100. Marathon, den er am 03.05.2026 in Vancouver gelaufen ist.
Diese beeindruckende Leistung ist alles andere als selbstverständlich und zeugt von außergewöhnlicher Ausdauer, Disziplin und Leidenschaft für den Laufsport. Ein solcher Meilenstein verdient höchsten Respekt – nicht nur für die sportliche Leistung an sich, sondern auch für die vielen Stunden des Trainings, die mentale Stärke und den unermüdlichen Einsatz, der dahintersteht.
Jürgen zeigt sich damit als Vorbild für unseren Verein und inspiriert alle, unsere eigenen Ziele mit genauso viel Engagement zu verfolgen.
Wir sind stolz, Jürgen in unseren Reihen zu haben, und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Kilometer!

An dieser Stelle soll auch sein eigener Bericht vom Lauf abgedruckt werden:

"Zu meinem 100. Marathon hab ich mir schon letztes Jahr einen besonderen Event herausgesucht und dafür angemeldet und alles gebucht. Die Berechnungen, dass es genau der 100. wird, sind zum Glück aufgegangen. Nach einem 10-stündigen Flug und einer Bahnanreise nach Frankfurt-Flughafen mit Hindernissen kam ich bereits einige Tage vorher hier an und habe mir noch die Stadt und die umliegende Gegend ausführlich angeschaut.
Die Startunterlagen darf man am Vortag abholen im Canada-Place-Building. Auch hier funktioniert alles reibungslos und ist gut organisiert, aber manches funktioniert auch anders als in Mitteleuropa. Wechselkleidung und Ähnliches muss aus Sicherheitsgründen bereits am Vortag abgegeben werden. Für die Anmeldegebühr, die umgerechnet geringer ist als z. B. für den Frankfurt-Marathon oder Köln, bekommt man sogar ein schönes Finisher-Shirt und eine freie Nahverkehrs-Fahrt. Alle Mitarbeitenden hier sind unglaublich nett und hilfsbereit.

Am Folgetag fuhr der erste Sky-Train, von Coquitlam, wo ich die Unterkunft habe, erst um 7.15 Uhr sonntags, so dass es etwas eng hätte werden können für den Start um 8.30 Uhr. Aber es hat alles zeitlich gepasst und ich stand sogar im ersten Block von fünf Startblöcken, mitten im Queen Elizabeth Park. Nach dem Abspielen der kanadischen Nationalhymne erfolgte der Start. Es war um diese Uhrzeit morgens schon recht warm und den ganzen Tag über Sonne pur, kaum Wind und keine Wolken. Bei der Vorbereitung und Planung des Laufes hier, hatte ich eher mit 10-12 Grad und leichtem Dauerregen gerechnet. Bei der Ankunft im Ziel um 12 Uhr hatte es sogar 28 Grad und das Anfang Mai in Kanada.

Die Strecke führt am Anfang durch beschauliche und ruhige Wohngegenden und dann durch einen Park, in dem noch der ursprüngliche Urwald wächst, mit Mammutbäumen und wildem Farn. Hier gab es auch zeitweise schattige Stellen. Nachdem man die University of British Columbia passiert hatte, verlief die Strecke direkt an der Pazifikküste, mit Blick auf den Ozean mit riesigen Schiffen und dahinter die hohen und schneebedeckten Coast-Mountains.
In Downtown Vancouver ist die Strecke die ganze Zeit gesäumt von einem lauten und enthusiastischem Publikum. Nach Überqueren der hohen Burrad-Bridge, die weite Aussicht auf die Stadt bietet, gehts dann wieder runter und in den weltbekannten Stanley-Park, den schönsten Abschnitt der Strecke. Dort läuft man unter der Lions Gate Bridge durch, einem weiteren Wahrzeichen von Vancouver. Ständig bietet sich ein Blick auf die North-Shore-Mountains mit den hohen Gipfeln und der idyllischen Bergwelt. Der Abschnitt im Stanley-Park sind über 10 Kilometer und dann hört man auch schon den Zielbereich an der Waterfront am Canada-Place und sieht die beeindruckende Skyline von Vancouver-Downtown. Das Profil der Strecke war überraschenderweise auch öfters hügelig mit einigen Anstiegen.
Die Halbmarathon-Marke passierte ich mit 1.42, 10 km bei 48 Minuten, aber auf dem letzten Drittel machte mir dann die Sonne zu schaffen. Die angepeilten 3.30 Std. habe ich nicht ganz erreicht, aber das war an diesem Jubiläumstag eher nicht so wichtig. Es wurden dann 3.31.40 Std. Damit schaffte ich es sogar in die Top 1000, von ca. 9.000 Startern mit Platz 996! In der Altersklasse M50 wurde ich 37. Platz von über 300 und - wenn man es genau nimmt, in dieser Kategorie sogar der schnellste Deutsche. Das Starterfeld ist schon international, aber überwiegend schon Kanadier und einige aus China, USA, Japan und Lateinamerika.

Der Moment, als ich die Finisher-Medaille umgehängt bekam, wird unvergesslich bleiben. Es war einfach echt fantastisch, bei so einem grandiosen und schönen Lauf das 100. Jubiläum zu rennen. Nachdem ich über eine Stunde die Ziel-Atmosphäre emotional bewegt wirken ließ, genoss ich die tolle Zielverpflegung und hab mich noch in der Sonne am Meer ausgeruht."

der 100. Marathon ist geschafft!Foto: Jürgen Maurer
Erscheinung
exklusiv online
von Lauftreff Auenwald
08.05.2026
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