Im Februar schon konnten wir an unserer Schule einen besonderen Gast begrüßen: den Jugendbuchautor Manfred Theisen. Für unsere 9. Klassen las er aus seinem Roman „Der Chip“ und sprach mit den Schülerinnen und Schülern über Künstliche Intelligenz, technische Entwicklungen und die Frage, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen.
Im Mittelpunkt der Lesung stand die Geschichte der 15-jährigen Kim, die in einem futuristischen Berlin das Elite-Internat „Galileo“ besucht. Dort überwacht die Künstliche Intelligenz „Brain“ mithilfe implantierter Chips und permanenter Datenerfassung das Lernen und Verhalten der Jugendlichen. Was zunächst nach Fortschritt und perfekten Bildungschancen klingt, wirft schnell grundlegende Fragen nach Freiheit, Datenschutz und Selbstbestimmung auf.
Anschaulich schilderte Herr Theisen, wie nah viele der im Roman beschriebenen Technologien bereits an unserer heutigen Lebensrealität sind. Seine zentrale These: Technik und Künstliche Intelligenz werden in Zukunft viele Aufgaben besser und effizienter erfüllen können als wir Menschen. Umso wichtiger sei es, dass wir uns bewusst machen, worin unsere menschliche Würde liegt, und dass wir uns Tätigkeiten suchen, die uns erfüllen, Freude bereiten und unsere Individualität bewahren.
Die Lesung war nicht nur ein spannender Einblick in einen aktuellen Zukunftsroman, sondern auch ein wichtiger Impuls, kritisch über technische Entwicklungen nachzudenken und KI-Suchergebnisse nicht ungeprüft zu glauben.
Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Theisen für seinen Besuch und die anregenden Gespräche! Ein besonderer Dank gilt der Bürgerstiftung, die mit ihrem Zuschuss unsere Finanzierung dieser Veranstaltung unterstützt hat.
P.S.: Am 17.3. um 18:30 Uhr findet in der THR unsere Mitgliederversammlung statt.


