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Kommunalpolitik

Jugendliche aus LE melden sich zu Wort

Wie wichtig es ist, dass Jugendliche ihre Stimme erheben, zeigt ein Beispiel aus unserer Stadt. Der 15-jährige Yasin Tepe aus LE nahm am Jugendlandtag...
Y. Tepe, D. BirnstockFoto: JS

Wie wichtig es ist, dass Jugendliche ihre Stimme erheben, zeigt ein Beispiel aus unserer Stadt. Der 15-jährige Yasin Tepe aus LE nahm am Jugendlandtag in Stuttgart teil. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen aus BW diskutierte er darüber, was die Politik für diese Altersgruppe tun kann, wo sie Handlungsbedarf sehen – allgemein und individuell. Unser Anliegen als FDP ist es, junge Menschen für ein politisches Engagement zu gewinnen, egal, in welcher Partei. Wir wollen sie ermutigen, ihre Ideen einzubringen – in Schule, Vereinen, Jugendgemeinderat oder bei politischen Diskussionen. Wer heute mitredet, gestaltet morgen unsere gemeinsame Zukunft.

Aber jetzt kommt Yasin Tepe selbst zu Wort.

Ich persönlich sehe bei der Jugendbeteiligung schon große Fortschritte. Doch noch immer engagieren sich in politischen Jugendveranstaltungen vor allem Gymnasiasten, BWL- und Jurastudenten. Von den Real--, Haupt- und Berufsschulen kommen weiterhin viel zu wenige zu derartigen Jugendkonferenzen. Daran müssen wir arbeiten, denn dadurch kommen deren Anliegen und Forderungen zu wenig zur Sprache. Vor allem sehe ich Handlungsbedarf im Bildungsbereich. Über ihn wird zwar inzwischen intensiver und lauter diskutiert, und mit G9 ist ein entscheidender Schritt getan. Aber noch hapert es an Grundlegendem in den Schulen, vor allem am Geld. Ich finde, es geht nicht an, wenn ein Lehrer in Elternzeit geht, was sein gutes Recht ist, dass mehrere Klassen für ein halbes Jahr ohne Lehrer dastehen. Bei mir war es sogar länger. Auf solche Fälle müsste die Schule einen Ersatzplan in der Schublade haben. Ein weiteres Beispiel: In unserer Klasse waren zwei der vier Altbaufenster kaputt. Als ich das dem Hausmeister als Klassensprecher meldete, meinte der, das könne nicht repariert werden. Die einfachste Lösung sei, die Scheiben einzuschlagen, damit die Versicherung den Schaden übernimmt. Von Decken, aus denen die Nässe tropft, und von fehlenden Utensilien im Sportunterricht, will ich gar nicht erst sprechen. Wir mussten mit Fußbällen Basketball spielen.

Aber ich will nicht alles schlecht reden. An unserer Schule haben wir bereits riesige Fortschritte in der Digitalisierung gemacht. Das sehe ich sehr positiv. Ich sage auch nicht, dass Geld allein alle Probleme löst. Es ist aber ein wichtiger Bestandteil. Und da wünsche ich mir, dass die Politik endlich wieder stärker in Bildung investiert und etwas gegen den Lehrermangel unternimmt.

Erscheinung
Amtsblatt – Große Kreisstadt Leinfelden-Echterdingen
Ausgabe 48/2025
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Orte
Leinfelden-Echterdingen
Kategorien
Kommunalpolitik
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Politik