Jungvögel verlassen aktuell ihre Nester. Selbstständig sind sie deshalb aber noch nicht, sie sind Ästlinge, die noch nicht fliegen können. Sie werden weiterhin von ihren Eltern versorgt. Die Jungtiere machen mit Piepen auf sich aufmerksam. Das wird vom Menschen fälschlicherweise oft als Hilferuf interpretiert!
Aber anstatt sofort zu handeln und den gefiederten kleinen Piepmatz aufzunehmen, sollte man das Geschehen mindestens eine Stunde aus entsprechender Entfernung beobachten. Wenn sich die Eltern so lange nicht in der Nähe des Jungvogels zeigen, kann der Kleine aufgenommen und versorgt werden.
Am besten bringt man einen unverletzten Jungvogel in sein Nest zurück oder in eine nahe Hecke.
Ist er offensichtlich verletzt? Dann den kleinen Findling am besten in einen mit Küchenpapier ausgelegten und mit Luftlöchern versehenen Karton setzen. Einen durchnässten Vogel in der Wärme trocknen lassen. Um den Piepmatz dabei zu unterstützen, kann man eine Wärmflasche mit handwarmem Wasser befüllen, mit einem Handtuch umwickeln und den Vogel darauf setzen. Wichtig ist, dass er dabei nicht überhitzt. Den Vogel bitte nicht füttern und auch kein Wasser reichen, sondern gleich Kontakt zu Pflegestationen oder -personen aufnehmen!
Auch wenn Vögel ihre Jungen trotz menschlicher Berührung wieder annehmen, rät der NABU dazu, beim Anfassen Handschuhe zu tragen.
Hinweise und Kontaktdaten zu Personen, die in unserer Umgebung verletzte Vögel pflegen, stehen auf unserer Homepage nabu-wds.de unter „Hilfe bei Tiernotfällen“.
Nächste Woche berichten wir wieder über unsere Störche. Derzeit werden 5 Junge versorgt!

