Die einen waren noch im Pfingstferienmodus, die anderen schon wieder auf Zeiten. und Weitenjagd. Am 6. Juni machen sich Amelia Lorenc und Justus Lutzke auf zum Sprintmeeting nach Niefern-Öschelbronn.
Die erste Disziplin für Lorenc war der Weitsprung. Gemeldet mit starken 5,08 m lief es nicht ganz wie erhofft. Mit 4,90 m startete sie hoffnungsvoll in den Wettbewerb, suchte dann zwei Versuche lang das Brett und musste wegen der unglücklichen Überschneidung mit den 100 m-Vorläufen den Weitsprung beenden. Am Ende reichte es für den dritten Platz.
Beim 100 m Sprint gewann die Abiturientin ihren Vorlauf und lag mit einer Zeit von 13,14 s nur hauchdünn über ihrer Bestzeit (13,12s). Im anschließenden Finale konnte sie bei starkem Gegenwind (-2,4) ihre Vorlaufzeit nicht verbessern und wurde Fünfte. 90 Minuten später stand der 200-m-Lauf an. Die 17-Jährige blieb mit 26,98s knapp über ihrer Bestzeit und belegt auch hier einen starken fünften Platz.
Nun begann der Wettkampf für Justus Lutzke in der männlichen Jugend U20. Der Dilsberger war für die 200 m Distanz gemeldet. Sein Ziel: „Das DM-Norm-Triple“ zu schaffen. Die Qualifikationen für die Deutschen Meisterschaften im 100 Meter- (11.01s) und 400-Meter-Sprint (49,71s) erreichte er bereits am Pfingstwochenende. Über die 200 Meter war er Anfang Mai in Ketsch mit 22,62s schon ganz nah an die Norm herangelaufen. Der 18-jährige startete im dritten Zeitlauf auf Bahn 4 und hat mit Julian Wefel (Neckarsulm) einen starken Konkurrenten auf Bahn 5 vor sich. Die beiden Athleten lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Lutzke am Ende mit einer Tausendstel für sich entschied. Mit 22,39 s erfüllte er sich seinen Traum vom „Triple“. Die Tür zu den Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid vom 10. bis 12. Juli stand für den Athleten weit offen.
Gerade noch im Glückstaumel schlug fünf Stunden später das Schicksal zu. Der Abiturient, der die Woche nach den Ferien seine praktischen Prüfungen im Sportabitur hat, riss sich am Abend ein Außenband am Sprunggelenk und bangt jetzt, wie es weitergehen kann. An Laufen ist erst mal nicht zu denken. Die Sport-Abiprüfungen müssen nachgeholt werden und er hofft mit Alternativ-Training wie Aquajoggen und Krafttraining seine Topform zu erhalten.
Die LG Neckargemünd ist aktuell auf der Suche nach einem Fitnessbike/Heimtrainer. Vielleicht schlummert so ein Gerät ungebraucht in irgendeinem Fitnesskeller. Athlet und Trainerin wollen nichts unversucht lassen, um den Meisterschaftstraum lebendig zu halten. (bc/red)


