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Kultur

Kalender-Retrospektive – Die Sammlung Friedrich Bayer

Das Hohenzollerische Landesmuseum präsentiert vom 26. Februar bis 25. Mai 2026 die Ausstellung „Kalender-Retrospektive – Die Sammlung Friedrich Bayer“....
Replik eines immerwährenden Kalenders aus dem Jahr 1684.
Neben klassischen Wand- und Tischkalendern sind auch weitere besondere Exemplare aus Metall, Kunststoff oder als 3D-Objekte zu betrachten. Sowie auch diese Replik eines immerwährenden Kalenders aus dem Jahr 1684.Foto: Hendel

Das Hohenzollerische Landesmuseum präsentiert vom 26. Februar bis 25. Mai 2026 die Ausstellung „Kalender-Retrospektive – Die Sammlung Friedrich Bayer“.

Gezeigt wird eine Auswahl aus einer der umfangreichsten und vielfältigsten Kalendersammlungen Deutschlands – möglicherweise sogar Europas. Über mehr als 50 Jahre hinweg trug der Sammler Friedrich Bayer rund 20.000 Kalender zusammen.

Der Grundstein für die Sammlung wurde am 1. Januar 1973 gelegt: Beim Abhängen eines Wandkalenders der Firma Carl Zeiss über die Mondmission und die Mondlandung von 1969 faszinierte Bayer die Bildsprache so nachhaltig, dass er begann, Kalender systematisch zu sammeln. Aus dieser spontanen Begeisterung entwickelte sich eine jahrzehntelange Leidenschaft.

Kalender als Alltagsbegleiter und Kulturgut

Der Kalender begleitet den Menschen Tag für Tag – vom ersten bis zum letzten Lebenstag. Er strukturiert Alltag, Beruf und Freizeit, schafft Orientierung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zugleich ist er ein kulturgeschichtliches Dokument: Er spiegelt Zeitgeist, Gestaltungstrends und gesellschaftliche Entwicklungen wider.

Die Ausstellung macht diese kulturelle Dimension sichtbar und präsentiert die beeindruckende Bandbreite des Mediums. Das Spektrum reicht vom schlichten Scheckkartenkalender bis hin zu aufwendig gestalteten dreidimensionalen Objekten.

Die Sammlung umfasst unter anderem Buch- und Heftkalender, Taschenkalender, Tischkalender, Vormerkkalender, außergewöhnliche Sonderformen wie Würfel- oder Konturenkalender, einen Endlospapierkalender von rund 95 Metern Länge sowie Bildwandkalender in vielfältigsten Formaten und Materialien.

Einmalig ist die Sammlung zudem durch internationale zweisprachige Ausgaben, dreidimensionale Kalender sowie Exemplare aus vier Jahrhunderten und von allen fünf Kontinenten. Da Friedrich Bayer seine Sammlertätigkeit beendet hat, handelt es sich um eine besondere Retrospektive. Der zukünftige Verbleib der Sammlung ist bislang offen.

Eröffnung

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 25. Februar 2026, um 19.00 Uhr im Hohenzollerischen Landesmuseum im Beisein des Sammlers feierlich eröffnet. Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen; der Eintritt ist frei.
Nach Begrüßung und Einführung gibt es einen kleinen Umtrunk, anschließend ist die Ausstellung zur Besichtigung freigegeben.

Begleitprogramm

Als Begleitung zur Ausstellung finden am 14. März, 19. April und 9. Mai öffentliche Führungen durch Friedrich Bayer persönlich statt. Beginn ist jeweils um 14.00 Uhr, Dauer ca. 75 Minuten (zum Eintrittspreis kommen 3,00 € hinzu).

Ein weiterer Programmpunkt ist ein Abendvortrag von Dr. Helmut Groschwitz von der Beratungs- und Forschungsstelle Immaterielles Kulturerbe Bayern am Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Sein Vortrag trägt den Titel: Wie's im Kalender steht. Was ein alltäglicher Gegenstand über Zeitstrukturierung, Kulturgeschichte und Wissensvermittlung erzählt“. Der Vortrag findet am 19. Mai 2026 um 19.00 Uhr im Hohenzollerischen Landesmuseum statt. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Erscheinung
Stadtspiegel Hechingen – Lokalzeitung mit den Amtlichen Bekanntmachungen
Ausgabe 08/2026
von Stadt Hechingen
19.02.2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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