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„Kein Freifahrtschein – aber ein Ticket mit Anschlussgarantie“

Abiball der Kaufmännischen Schule Öhringen Am vergangenen Samstag, dem 12.07.2025, fand in der Kultura in Öhringen der Abiball der Kaufmännischen...
Abiball der Kaufmännischen Schule ÖhringenFoto: Kaufmännische Schule Öhringen

Abiball der Kaufmännischen Schule Öhringen

Am vergangenen Samstag, dem 12.07.2025, fand in der Kultura in Öhringen der Abiball der Kaufmännischen Schule Öhringen statt. Der Abend begann mit einem entspannten Sektempfang, bei dem SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen gemeinsam auf die erfolgreichen AbsolventInnen anstießen. Anschließend erfolgte der feierliche Einlauf der 75 AbiturientInnen, die später stolz ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen sollten. Besonders hervorzuheben sind die herausragenden Leistungen: Insgesamt konnten sieben Abiturschnitte im Bereich 1,0 – 1,4 erzielt werden, was die hohe Leistungsbereitschaft und das Engagement der SchülerInnen unterstreicht. Zudem wurden 18 Personen mit einem Preis für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet, und weitere 18 erhielten eine Belobigung – das entspricht – wie Abteilungsleiter Jörg Wagner im Laufe des Abends betonte – fast 50 % der Abschlüsse. Die beste Abiturientin des Jahrgangs ist Nicole Bringezu, die mit einem Schnitt von 1,0 beeindruckte. Das offizielle Programm begann mit der Rede des Schulleiters Matthias Kyek. Er betont, dass der höchste Schulabschluss Deutschlands kein Freifahrtschein sei, sondern eher ein Ticket mit Anschlussgarantie – aber ohne Sitzplatzreservierung. Kümmern müsse man sich nun selbst. Doch die Abiturientinnen hätten gelernt, wie man sich durchbeiße, wie man organisiere, präsentiere, argumentiere – und ganz wichtig: Wie man auch mal zurückstecke, auf andere höre und Verantwortung übernehme. Und auch jetzt komme wieder ein Lebensabschnitt, in einer zunehmend komplexer werdenden Welt, in der man Verantwortung leben müsse. Daher fordert er auf: Bleibt neugierig. Bleibt mutig. Bleibt menschlich. Nach ihm sprach der Abteilungsleiter Jörg Wagner darüber, dass ein guter Abschluss das Ergebnis harter Arbeit sei. Daher bräuchten sich die AbsolventInnen nicht zu verstecken, sie seien gerüstet für das, was die Zukunft bringe. Abschließend forderte er die AbiturientInnen auf, nicht den Glauben an sich selbst und ihre Fähigkeiten zu verlieren, sondern für ihre Tätigkeiten zu brennen. Die Elternbeiratsvorsitzende Carina Keilbach reflektierte in ihrer Rede das Gewicht der Frage: „Was wollt ihr werden?“. Manche SchülerInnen hätten feste Pläne, andere seien noch unentschieden. Aber das sei nicht schlimm, sie sollen ruhig ausprobieren und auch mal „in den falschen Zug steigen“. Entwicklung sei schließlich ein Grundbedürfnis. Sie äußerte den Wunsch, dass die SchülerInnen zu Persönlichkeiten werden, die in den Dialog gehen, die brennen für Ideen, die fähig seien zu lieben und die nicht jeder Social-Media-Ideologie hinterherrennen. Dabei betonte sie, dass es im Zweifelsfall immer Menschen geben werde, die die SchülerInnen bedingungslos lieben und auffangen würden. Abschließend schuf sie einen sehr emotionalen Moment, indem sie alle Anwesenden aufforderte, sich zu Andreas Bouranis „Auf uns“ zu erheben und die gegenseitige Wertschätzung auszudrücken. Anschließend folgte eine erfrischende Tanzeinlage der Abiturienten zu einem Medley rund um das Abimotto „A little Party never killed our Abi“. Nach dem Essen verlieh die Vertreterin der Wirtschaftsjunioren, Carolin Langer, je einen Buchpreis für die beste Leistung im Fach Wirtschaft an Andrei Achelaritei und Ludovic Ziegler. Sie betonte dabei, dass es heute wichtiger denn je sei, die Wirtschaft zu verstehen und ermutigt die SchülerInnen neugierig zu bleiben und Fragen ans Leben zu stellen. Die Zeugnisvergabe durch die TutorInnen Björn Auerbach, Mercedes Casiano-Blanco, Benjamin Lehmann, Katharina Schenke, Theresia Susset, Jörg Wagner und Rebecca Volkert, wurde von einem bunten Programmpotpourri der AbiturientInnen umrahmt: Filme über die Studienfahrten nach Edinburgh und Prag, diverse Wettbewerbe zwischen SchülerInnen und LehrerInnen sowie emotionale Abschiedsworte zwischen den Klassen und LehrerInnen zeigen die gute Lehrer-Schüler-Bindung, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, legt sie doch den Grundstein für eine Lernkultur, in der sich alle Beteiligten wohlfühlen und ihr volles Potenzial entfalten können. Die Veranstaltung war ein schöner Abschluss eines erfolgreichen Schuljahres und ein Anlass zum Feiern für alle Beteiligten.

Erscheinung
Öhringer Nachrichten
Ausgabe 30/2025
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