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Der Arbeitsmark im Februar 2026

Keine Frühjahrsbelebung in Sicht

Der Eindruck der vergangenen Monate setzt sich fort: Konjunkturelle Schwäche und grundlegende strukturelle Herausforderungen prägen den Arbeitsmarkt.
Frau mit Fernglas sieht steigende und fallende Grafen.
Keine Frühjahrsbelebung in Sicht im Agenturbezirk Stuttgart. Foto: BAFoto: Bundesagentur für Arbeit

„Der Bestand an Arbeitslosen in unserem Agenturbezirk ist im Februar im Vergleich zum Vormonat zwar zurückgegangen, doch der Rückgang fällt eher schwach aus und bleibt hinter üblichen saisonalen Entwicklungen zurück.
Positive Signale senden die steigenden Stellenmeldungen und Abgänge in Erwerbstätigkeit. Dass die Zahl der neuen Stellenangebote trotz der allgemeinen Flaute zunimmt, ist auch das Resultat einer intensiven Akquise durch den Arbeitgeber-Service (AG-S) der Agentur für Arbeit Stuttgart. Durch die gezielte Ansprache der Betriebe werden die Personalbedarfe sichtbar und die Vermittlung in neue Jobs gelingt schneller. So konnten mehr Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch eine neue Beschäftigung beenden.

Von diesen Entwicklungen profitieren nicht alle Personengruppen gleichermaßen. Besonders angespannt ist die Situation bei den jungen Menschen unter 25 Jahren. Während die allgemeine Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte zunahm, verzeichnet die Gruppe der unter 25-Jährigen einen Anstieg um 0,9 Prozentpunkte. Aktuell sind 2.870 junge Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, das sind 500 mehr als noch vor einem Jahr. Von ihnen verfügen 2.036 – also mehr als zwei Drittel – über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen im Berichtsjahr 2025/26 bislang rückläufig ist. Diese Kombination birgt Risiken: Neben dem drohenden Fachkräftemangel von morgen kann eine Zurückhaltung der Betriebe dazu führen, dass junge Menschen den Anschluss an den Arbeitsmarkt verlieren, bevor ihre berufliche Laufbahn richtig begonnen hat. Dies gilt es mit aller Kraft zu verhindern.

Ausbildung bleibt die wirksamste Investition in die Zukunft – für die Jugendlichen und die Betriebe. Der Ausbildungsmarkt tritt jetzt in seine heiße Phase ein. Ich appelliere deshalb an die Unternehmen, trotz der aktuellen Unsicherheiten weiterhin in ihren Nachwuchs zu investieren. Um zusätzliche Ausbildungsplätze zu gewinnen, intensivieren wir die Kontakte zu Betrieben – auch im Rahmen der Woche der Ausbildung. Parallel dazu unterstützt unsere Berufsberatung die Jugendlichen dabei, ihre Berufswahl zu treffen und den passenden Betrieb für einen Start im Spätsommer zu finden", fasst Gunnar Schwab, Vorsitzender der Geschäftsführung, zusammen.

• 35.384 Arbeitslose im Februar.
• Arbeitslosenquote sinkt auf 6,1 %
• 7.078 freie Arbeitsstellen im Bestand

Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent und verringerte sich zum Vormonatsniveau um 0,1 Prozentpunkte. Ein Jahr zuvor lag sie bei 5,5 Prozent. Insgesamt waren 35.384 Personen arbeitslos (minus 383), darunter 19.520 Männer und 15.864 Frauen. Die Anzahl der Arbeitslosen stieg im Jahresvergleich um 3.881 Personen.
Von den insgesamt 35.384 Arbeitslosen erhielten 21.225 Personen Leistungen aus der Grundsicherung (Jobcenter/Rechtskreis SGB II).
Auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen/Rechtskreis SGB III) entfielen 14.159 arbeitslose Männer und Frauen.

Jugendarbeitslosigkeit deutlich über dem Vorjahresniveau
Die Zahl junger Menschen (15 bis unter 25 Jahre) ohne Arbeit im Agenturbezirk Stuttgart ist im Februar im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent auf 2.870 gestiegen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres war noch ein leichter Rückgang zu verzeichnen gewesen. Damit liegt die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen um 21,1 Prozent höher als im Februar letzten Jahres (plus 500).

Klares Plus bei gemeldeten Arbeitsstellen
Im Februar wurden 28,1 Prozent mehr Stellenangebote neu gemeldet als im Vormonat und 4,7 Prozent mehr als im Februar letzten Jahres. Die Agentur für Arbeit Stuttgart verzeichnet 7.078 freie Stellen. Der Bestand nahm so gegenüber dem Vormonat (plus 474) und dem Vorjahresmonat (plus 815) zu.

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