
Wir haben uns wieder an der landesweiten Rebhuhnzählung beteiligt. Sie wird jedes Jahr von der Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg in Kooperation mit dem LandesJagdVerband durchgeführt. Der NABU hat das Rebhuhn zum Vogel des Jahres 2026 erklärt. Der einst weit verbreitete Vogel der Ackerlandschaft befindet sich dramatisch im Schwinden: Der Bestand der Rebhühner ist in den vergangenen 25 Jahren europaweit um 90 Prozent eingebrochen Große Äcker, fehlende Hecken, nicht mehr vorhandener Aufwuchs im Winter und Ackergifte bedrohen die wenigen noch vorhandenen Brutpaare. Landesweit laufen Bemühungen, mehrjährige Wiesen anzulegen, damit die Rebhühner wieder Deckung finden. Sinnvolle Maßnahmen lassen sich nur planen und durchführen, wenn bekannt ist, wo überhaupt noch Rebhühner vorkommen. Daher findet in jedem Frühjahr eine systematische Bestandsaufnahme der Rebhuhnbestände statt. Die Zählenden laufen in der Abenddämmerung ein vorgegebenes Gebiet ab und lassen alle 100 m vom Band den Balzruf eines Rebhahns erschallen. Wäre dort ein Rebhuhnrevier, würde der Hahn unmittelbar antworten.
Im Referenzgebiet Mittlere und Westliche Filder werden einzelne Rebhühner in der Nähe des Flughafens gezählt – dort wo es am Boden nur wenige Störungen gibt. Im Gebiet rund um Aichtal wurde erneut kein Rebhuhn gezählt. Hier sind zu viele Spaziergänger, Reiter und Hunde unterwegs. Freilaufende Hunde, Katzen und Waschbären bedrohen die Bestände.
Nähere Informationen zum Vogel des Jahres finden sich unter:
www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/2026/index.html
Hinweise auf unsere Aktivitäten stehen auf unserer Homepage: www.nabu-aichtal.de
Agnes Pahler