Vor der entscheidenden Sitzung der GKV-Finanzkommission erhöht der Sozialverband VdK den Druck auf die Politik. Angesichts drohender Milliardenlöcher in der gesetzlichen Krankenversicherung fordert der Verband eine radikale Kehrtwende: Statt Versicherte über steigende Beiträge oder Leistungskürzungen weiter zu belasten, müssten endlich nachhaltige Strukturreformen her. „Die Beitragsspirale muss gestoppt werden“, so die klare Ansage des Verbandes. Deutschland leiste sich eines der teuersten Systeme weltweit, in dem viele Akteure hohe Gewinne einfahren – genau hier müsse die finanzielle Sanierung ansetzen, nicht bei der Versorgung der Patienten.
Steuerzahler statt Beitragszahler in der Pflicht
Ein Dorn im Auge ist dem VdK zudem die Zweckentfremdung von Versicherungsbeiträgen für gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Der Staat dürfe die Beitragszahlenden nicht länger als „Lückenbüßer“ missbrauchen, sondern müsse versicherungsfremde Leistungen vollständig aus Steuermitteln finanzieren.
Mit Blick auf die oft realitätsfernen Entscheidungen der Politik erinnert der Verband süffisant an ein Zitat von Stanislaw Lem: „Die Politiker sind ja auch eine Art Experten, nur eben selbst ernannte.“
Wer Unterstützung in Sozialfragen benötigt, findet beim VdK Gehör: Roland Schwabenland steht unter der Nummer 070781 6953 für Rat und Tat zur Verfügung. (pm/red)