Computertreff Bondorf macht ein schwieriges Thema verständlich
Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen — auf dem Smartphone, im Internet, in Texten, Bildern und Videos. Gleichzeitig wächst bei vielen Menschen die Unsicherheit: Was kann KI wirklich? Wo hilft sie? Wo täuscht sie? Und wer trägt am Ende die Verantwortung?
Diesen Fragen widmete sich der Computertreff Bondorf am 6. Mai 2026 in einem Vortrag unter dem Titel „Künstliche Intelligenz: Revolution, Chance oder Gefahr?“ Referent war Eberhard Todt vom CTB-Bondorf.
Anschaulich wurde zunächst die Entwicklung der Datenverarbeitung gezeigt: von der Lochkarte über klassische Programme und Business Intelligence bis zur heutigen KI. Früher wurden Daten gespeichert, verarbeitet und ausgewertet. Heute antworten Maschinen in natürlicher Sprache. Der Referent brachte es auf den Punkt: Business Intelligence ist wie der Rückspiegel — sie zeigt, was war. KI dagegen wirkt wie ein Beifahrer im Cockpit: Sie unterstützt, formuliert und macht Vorschläge.
Gerade darin liegt die eigentliche Revolution. KI liefert nicht nur Informationen, sondern spricht uns freundlich an, erklärt geduldig und wirkt oft erstaunlich menschlich. Das fasziniert — kann aber auch täuschen. Denn eine überzeugend klingende Antwort ist noch lange keine gesicherte Wahrheit.
Mit einfachen Bildern erklärte der Referent, wie KI arbeitet: Sie erkennt Muster, berechnet Wahrscheinlichkeiten und erzeugt daraus Antworten. Am Beispiel eines Apfelkuchen-Rezepts wurde deutlich: KI denkt nicht wie ein Mensch. Sie berechnet, was wahrscheinlich passt.
Damit stand die zentrale Frage im Raum:Was ist Wahrheit — und was ist nur Wahrscheinlichkeit? Gerade weil viele Menschen KI bereits nutzen, ohne sich intensiver damit beschäftigt zu haben, ist Aufklärung wichtig. Wegschauen hilft nicht. Verstehen ist der erste Schritt zu einem sicheren Umgang.
Auch die Gefahren wurden angesprochen. Videos aus dem Netz zeigten, wie täuschend echt KI-generierte Inhalte heute wirken können. Bilder, Stimmen und Ereignisse können künstlich erzeugt werden — und trotzdem glaubwürdig erscheinen. Die Botschaft war klar: Nicht alles glauben, was echt aussieht. Erst prüfen, dann handeln.
Zum Schluss verband der Referent das Thema mit einer persönlichen Einordnung. Er erinnerte an George Orwells „1984“ und an heiße biblische Themen aus Offenbarung 13. Für ihn sei das kein Grund zur Panik, aber ein ernstes Signal zur Wachsamkeit.
Die Resonanz war positiv. Gerade weil der Vortrag nicht technisch überfrachtet war, sondern verständlich, anschaulich und lebensnah, wurde ein schwieriges Thema greifbar. Die wichtigste Erkenntnis: KI ist ein mächtiges Werkzeug — aber die Verantwortung bleibt beim Menschen.
Am Ende stand das Leitmotiv:
„Prüfet alles, und das Gute behaltet.“
1. Thessalonicher 5,21


