Wie verändert Künstliche Intelligenz das Lernen – und was bedeutet das für Kinder? Mit dieser Frage luden die Freunde & Förderer des Ganztagsgymnasiums Osterburken am 9. Juni zu einem Informationsabend ein. Schulleiterin Regina Krudewig‑Bartel betonte die Bedeutung eines offenen, informierten Umgangs mit neuen Technologien.
Rund 60 Eltern nahmen teil. Referent Christian Pohl führte verständlich und praxisnah in das Thema ein. Seine Kernbotschaft: KI ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein technologischer Meilenstein, der unseren Alltag und das Lernen dauerhaft prägt. Sie wird bleiben – und verändert, wie wir denken, arbeiten und Wissen verarbeiten.
Pohl verglich die Entwicklung der KI mit einem Tsunami: eine Welle, die man nicht ignorieren darf. Sein Appell: nicht abwarten, sondern aktiv lernen, damit umzugehen. Gleichzeitig betonte er, dass KI ein Werkzeug bleibt. Sie ersetzt kein eigenes Denken. Wer Inhalte nicht kritisch prüft, riskiert, dass besonders Kinder das selbstständige Denken verlernen.
Statt Sorgen zu verstärken, warb Pohl für einen bewussten, reflektierten Umgang. Er stellte das Konzept der Co‑Intelligenz vor: Mensch und KI arbeiten zusammen, aber der Mensch bleibt verantwortlich und entscheidet. Die Eltern erhielten konkrete Beispiele, wie KI beim Lernen unterstützen kann – etwa beim Verstehen komplexer Inhalte oder beim Formulieren eigener Fragen. Entscheidend sei, dass Kinder lernen, KI gezielt, kritisch und verantwortungsvoll einzusetzen.
Der Abend machte deutlich, wie wichtig Wissen, Offenheit und Bereitschaft sind, sich aktiv mit KI auseinanderzusetzen. Gut informierte Eltern können ihre Kinder besser begleiten und ihnen helfen, Chancen zu nutzen, ohne Risiken aus dem Blick zu verlieren.


