Ein paar Hintergründe zur aktuellen Diskussion
Die Kieskonzeption ist Teil des Regionalplans und wird vom Verband Region Karlsruhe etwa alle 20 Jahre fortgeschrieben. Das Kieskonzept auf dessen Grundlage die Erweiterungsfläche des Baggersees in den damaligen Regionalplan hineinkam, stammt aus dem Jahr 2015! Die Erweiterung ist im Staatsforst vorgesehen, was bedeutet, dass die Abbauentgelte, die seitens des Unternehmens Heidelberg Materials jährlich zu bezahlen sind, in die Landeskasse fließen.
Der Kronauer Gemeinderat hatte im Jahr 2015 keine Einwände zur Kieskonzeption. Die Gründe entziehen sich meiner Kenntnis und sind bei denjenigen zu erfragen, die damals dabei waren. Auch die BNN hatte damals offensichtlich keinen Grund für eine größere Berichterstattung gesehen.
Neben der aktuellen Erweiterungsfläche wurde im Jahr 2015 noch eine so genannte Sicherungsfläche ausgewiesen. Das sind nochmals 12 Hektar im Staatsforst in Richtung Autobahn. Eine Sicherungsfläche bedeutet, dass diese Waldfläche so lange nicht umgenutzt werden darf, bis klar ist ob sie später für die Kiesgewinnung eingesetzt werden soll oder nicht.
Ob aus dieser Sicherungsfläche tatsächlich eine Erweiterungsfläche wird, entscheidet der Regionalverband vermutlich im Jahr 2027 bei der nächsten Fortschreibung des Kieskonzepts. Da allerdings schon so viel Wald geopfert wurde, halte ich eine zweite Erweiterungsfläche für den Kiesabbau für den falschen Weg.
Freundliche Grüße
Frank Burkard
Bürgermeister