Am Samstagmorgen machten sich 21 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Ubstadt-Weiher auf den Weg nach Speyer – begleitet von Prädikant Volker Geisel und Beatrix Kornelius. Gemeinsam mit der Konfigruppe aus Bad Schönborn unter Leitung von Pfarrerin Luise Helm ging es mit der Regionalbahn in die Domstadt. Nach der Ankunft führte der Weg zu Fuß vom Hauptbahnhof direkt zum imposanten Speyerer Dom. Vor dem gewaltigen Bauwerk gab es zunächst eine kurze Einführung in die Geschichte und Architektur des Doms – ein erstes Staunen über das, was Menschen im Mittelalter zu bauen vermochten.
Im Inneren führte der Weg zuerst in die Krypta, die durch ihre Größe und Schlichtheit beeindruckte. Dort, am ältesten Taufbecken nördlich der Alpen, war Raum für eine persönliche Besinnung: Bei einer kleinen Andacht mit dem Lied „Wasser des Lebens“ konnten die Jugendlichen sich an ihre eigene Taufe erinnern und auf Wunsch einen persönlichen Segen empfangen. Ein bewegender Moment in dieser ehrwürdigen Umgebung. Nach einem Blick auf die Kaisergräber erkundeten die Konfis den Dom in Kleingruppen, bevor es zur verdienten Mittagspause ging. In dieser Zeit streiften die Jugendlichen durch die Stadt, stärkten sich mit Dönern, Pommes oder Eis – und genossen das sommerliche Wetter. Am Nachmittag standen zwei weitere Kirchenbesuche auf dem Programm: In der spätbarocken Dreifaltigkeitskirche beeindruckten besonders die Emporengemälde, die viele biblische Geschichten auf bildliche Weise darstellen. Die vielen Darstellungen von Engeln gaben den Anstoß, kleine Engel aus Metallklammern zu biegen. Direkt in der Nähe der Dreifaltigkeitskirche erinnert die Skulptur eines Pilgers daran, dass der Jakobsweg durch Speyer verläuft – ein Zeichen für den Glauben als Lebensweg. Letzte Station war die imposante Gedächtniskirche, die an die Reformation und die Speyerer Protestation von 1529 erinnert. Dort betrachtete die Gruppe die eindrucksvollen Glasfenster, insbesondere die Darstellung der Geschichte des zwölfjährigen Jesus im Tempel.
Zurück ging es wieder mit der Bahn – erfüllt von vielen Eindrücken und Begegnungen. Pfarrerin Helm hatte die Exkursion hervorragend vorbereitet und so gestaltet, dass die Jugendlichen nicht nur etwas über Kirchen und Geschichte lernten, sondern auch Impulse für ihren eigenen Glaubensweg mitnehmen konnten. Zum Abschluss bekam jede und jeder ein kleines Glassteinchen – als Erinnerung an den Gedanken: „Heilige sind Menschen, durch die das Licht der Liebe Gottes in die Welt strahlt.“ Als Getaufte dürfen wir alle solche Lichtträger sein – in unserer eigenen Art.
Ein gelungener Tag, der Gemeinschaft, Glauben und Geschichte auf besondere Weise miteinander verband!