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Kirche & Religion

Kirchl. Nachrichten Woche 10-2026

KIRCHLICHE NACHRICHTEN (KW 10/2026) 08.03. – 14.03.2026 Evangelisches Pfarramt Wehingen, Finkenweg 12, 78564 Wehingen, Tel. 07426-7186, Fax 07426-3012, ...
Foto: Gemeindebrief

KIRCHLICHE NACHRICHTEN (KW 10/2026) 08.03. – 14.03.2026

Evangelisches Pfarramt Wehingen, Finkenweg 12, 78564 Wehingen, Tel. 07426-7186, Fax 07426-3012,

Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer, Email: pfarramt.wehingen@elkw.de

Spendenkonto: IBAN: DE61 6439 0130 0412 3550 00 GENODES1TUT

Homepage: www.wehingen-evangelisch.de

Öffnungszeiten des Pfarrbüros (Frau Ulla Wildmann): Mo von 09.00 – 12.00 Uhr und Do. von 14 - 16.30 Uhr. Email: ursula.wildmann@elkw.de

Auf unserer Homepage www.wehingen-evangelisch.de finden Sie weitere Informationen

Wort der Woche – Okuli

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück,

der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,62

Herzliche Einladung zur Kinderkirche!

Kinderkirchtermine bis Ostern 2026:

08. März

22. März

05. April: Oster-Kinderkirche mit

Osterfrühstück.

Für das Osterfrühstück bitten wir um Voranmeldung im Evang. Pfarramt,

07426 7186, Pfarramt.Wehingen@elkw.de

Wir beginnen gemeinsam mit den Erwachsenen

um 9:30 Uhr in der Christuskirche, Finkenweg 12.

Wir freuen uns auf euch!!

Das Kinderkirch- Team

der Evangelischen Kirchengemeinde Wehingen

Weltgebetstag der Frauen 2026

am 06.03.2026 um 19:00 Uhr
im evangelischen Gemeindesaal in Wehingen

...aus Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas

„Kommt! Bringt eure Last.“ lautet die vertrauensvolle Einladung zum Gottesdienst, angelehnt an Matthäus 11,28. Nigerianerinnen tragen viele Lasten – wortwörtlich auf dem Kopf, aber auch im übertragenen Sinne. Das bevölkerungsreichste Land Afrikas ist geprägt von einer Vielfalt an Kulturen, Sprachen und Religionen – aber auch von Spannungen und blutigen Konflikten.
Im Gottesdienst wird jedoch auch deutlich, wie die Verfasserinnen der Liturgie immer wieder innere Rastplätze finden und den Glauben als eine Quelle erleben, aus der sie Hoffnung und Mut schöpfen.

Anschließend lassen wir die Begegnung bei allerlei kulinarischen Köstlichkeiten und guten Gesprächen ausklingen.

WGT-Team Wehingen

Herzliche Einladung zu den nachstehenden Veranstaltungen des Evang. Bildungswerkes

Der Trossinger Tafelladen ist auf Spenden angewiesen. Dringend werden Lebensmittel, Hygieneartikel und andere Sachspenden benötigt. Jede Hilfe – ob groß oder klein – trägt dazu bei, Menschen in unserer Region zu unterstützen.

Im Pfarramt in Wehingen können Sie ihre Spende

während den Bürozeiten abgeben.

montags (09:00-12:00 Uhr) und

am Donnerstagnachmittag (14:00-17:00 Uhr)

Nach den Gottesdiensten können bei der Messnerin Spenden abgegeben werden

Wir bieten Ihnen wieder feste Taufsonntage an. Wenn Sie ihr Kind gerne taufen lassen wollen, melden Sie sich auf dem Pfarramt.

Die nächsten Termine sind am 04.04. (Osternacht), 05.04., 19.04., 24.05., 28.06. und am 12.07.2026 um 09.30 Uhr in der Christuskirche

Gottesdienste

Sonntag, 08. März (Okuli)

09.30 Uhr Gottesdienst in Wehingen, Christuskirche (Präd. B. Müller)

09.30 Uhr Kindergottesdienst in Wehingen, Beginn mit den Erwachsenen in der Kirche

Sonntag, 15. März (Lätare)

09.30 Uhr Familien-Gottesdienst mit Abendmahl (Saft) und Konfi 3 Abschluss in Wehingen, Christuskirche (Pfrin. D. Kommer)

11.00 Uhr Gottesdienst in Wellendingen mit Abendmahl (Saft), Bürgerheim

Sonntag, 22. März (Judika)

09.30 Uhr Gottesdienst in Wehingen, Christuskirche (Präd. R. Henke)

09.30 Uhr Kindergottesdienst in Wehingen, Beginn mit den Erwachsenen in der Kirche

Veranstaltungen

Montag, 09. März

19.00 Uhr Hauskreis Rückert in Gosheim, Frisörsalon Rückert

Dienstag, 10. März

16.00 Uhr Krabbelgruppe in Gosheim, Lembergstr. 1, genaue Infos bei Frau Dettinger (015140491416)

19.00 Uhr Osternacht Vorbereitung, Gemeindesaal

Mittwoch, 11. März

14.00 Uhr Die Konfirmanden treffen sich vor der kath. Kirche in Gosheim

Besuch beim Bestatter und Gang über den Friedhof

Donnerstag, 12. März

09.30 Uhr Krabbelgruppe in Gosheim, Lembergstr. 1, genaue Infos bei Frau Dettinger (015140491416)

19.30 Uhr Posaunenchorprobe in Wehingen, Gemeindesaal

Samstag, 14. März

09.30 Uhr Konfi-3 Unterricht in Wehingen, Gemeindesaal

Predigt vom Sonntag, 1. März 2026 zur evang. Fastenaktion „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“

Liebe Mitchristen!

„Liebe ist alles.“ So heißt es in einem Lied der Band Rosenstolz. Und doch gibt es Streit- diese Härte, diese Unerbittlichkeit. Ein Streitgespräch, und keine Versöhnung in Sicht. Ja, so unversöhnlich ist unsere Welt geworden, dass oft nicht einmal mehr Streitgespräche geführt werden, sondern nur eisiges Schweigen herrscht. Ja, so unversöhnlich ist unsere Welt geworden, dass oft nicht einmal mehr Streitgespräche geführt werden, sondern nur eisiges Schweigen herrscht. So unversöhnlich, dass der Diplomatie nichts mehr zugetraut wird, sondern nur noch die Waffen sprechen. Schon wieder gibt es einen neuen Krieg in der Welt: Angriff auf den Iran. Und die iranischen Gegenschläge lassen in dieser Logik des Krieges natürlich auch nicht auf sich warten. Die Verhandlungen, die vorher geführt wurden, erscheinen da einmal mehr wie eine Farce.

Wir als Christen sind gerade in der Fastenzeit, dieses Mal zeitgleich mit unseren muslimischen Mitmenschen, die gerade Ramadan haben. „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ Das ist das Motto der diesjährigen Fastenaktion der evangelischen Kirche. Ein Motto, das irgendwie aus der Zeit gefallen erscheint: Ohne Härte, mit Gefühl, Mitgefühl? Wie passt das in unsere Zeit, in der die Waffenindustrie boomt und Aufrüstung und militärische Härte als unumgänglich angesehen werden? Wie passt das in unsere Zei, wo jeder in seiner eigenen Blase, in seinem Elfenbeinturm lebt, und das Verständnis für anders Denkende und anders Lebende immer geringer wird? Wie passt das in unsere Zeit, in der rechte Parolen und Parteien wieder salonfähig geworden sind?

Der hannoversche Landesbischof und Botschafter der evangelischen Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ meint dazu: „Die Fastenzeit ist eine Unterbrechung des Gewohnten. Sie öffnet neue Türen.“ Türen zu uns selbst, zu unseren eigenen Gefühlen: Freude und Trauer, Wut, Angst und Ekel. Jeder Mensch hat diese Gefühle. So hat Gott uns geschaffen. Wie geht es mir mit meinen Gefühlen? Kann ich sie spüren? Oder sind sie auf stumm geschaltet- weil sie mir aberzogen wurden, weil sie unerwünscht sind oder peinlich? Ja, Gefühle wie Wut oder Angst möchten wir lieber vor anderen nicht zeigen, oft nicht einmal vor uns selbst. Aber das Problem daran ist: Unsere Gefühle lassen sich nur insgesamt auf stumm schalten, nicht jeweils einzeln. Wir können nicht die Wut und die Angst, die tief in uns drinstecken, auf stumm schalten, aber bei der Freude drehen wir den Lautstärkeregler hoch. So funktioniert unsere Seele nicht. Denn Gott hat uns alle unsere Gefühle geschenkt, damit wir sie wahrnehmen und auf sie achten.

So wollen wir mit Gefühl durch diese Fastenzeit gehen- mit der Achtsamkeit für das, was unsere Gefühle uns sagen wollen. Mit Gefühl- das kann man in zwei Worten schreiben oder nur in einem Wort: Mitgefühl heißt das Wort dann. Mit Gefühl oder Mitgefühl- beides gehört zusammen. Denn nur wenn ich auf meine eigenen Gefühle achte, kann ich auch mit anderen Menschen mitfühlen: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Lukas 10,27) So hat es Jesus dem Schriftgelehrten ans Herz gelegt, der ihm gefragt hat, wie er in den Himmel kommen kann. Mitgefühl ist da gefragt: Mit dem anderen mitfühlen. Aber mit wem denn genau? Es gibt so viele Menschen auf der Welt. Da kann ich nicht mit allen mitfühlen. Das würde mich überfordern; kein Mensch kann das schaffen bei all dem Leid und Elend auf dieser Welt.

Aber treten wir deswegen nicht in die Falle, unser Mitgefühl komplett auf stumm zu stellen. Lassen wir uns nicht verhärten, damit die Welt nicht noch härter wird. Es stimmt eben nicht, dass wenn jeder sich selbst der Nächste ist, auch an jeden gedacht ist. Jeder von uns wird in seinem Leben irgendwann einmal eine Situation erlebt haben oder erleben, wo er darauf angewiesen ist, dass andere mitfühlen mit ihm. Diese Woche hat mir jemand erzählt von einem Jungen hier in Wehingen, der schwer mit dem Fahrrad gestürzt ist, mit Knochenbrüchen. Da liegt dieser Junge auf der Straße und erlebt, wie mehrere Autos an ihm vorbeifahren, ohne anzuhalten- bis endlich jemand kommt und den Krankenwagen ruft. Ja, wir brauchen das alle, dass wir uns gegenseitig Mitgefühl entgegenbringen, denn wir alle sind in unserem Leben immer wieder darauf angewiesen, dass andere das auch für uns tun.

Die Geschichte, die Jesus dem Schriftgelehrten erzählt, geht ganz ähnlich (Lukas 10,30-35). Da liegt einer am Straßenrand von der Landstraße von Jerusalem nach Jericho- nackt, verletzt und hilflos. Er hat die volle Brutalität und Härte erlebt, die Menschen sich antun können: Einen Raubüberfall, bei dem er brutal zusammengeschlagen wurde. Ob er überlebt oder nicht, das ist seinen Peinigern egal gewesen. Und auch zwei weiteren Personen war es egal, die da ihres Weges zogen: Ein Priester und ein Tempeldiener- scheinbar fromm, aber ohne Mitgefühl. Sie sagen sich knallhart: Der Gottesdienst im Tempel hat Vorrang. Wir können hier keinen Zwischenstopp einlegen.

Dann kommt ein anderer, Dritter vorbei. Der ist anders als die anderen. Der ist nicht von hier. Der ist aus Samaria und hat einen anderen Glauben. Dieser Samariter hilft. Er übernimmt die Erstversorgung der Wunden des Verletzten. Mit seinem Reittier übernimmt er auch den Krankentransport und sogar die Kosten für die Krankenpflege in der nächsten Herberge, wo er den Verwundeten hinbringt. Solche barmherzigen Samariter gibt es viele, auch in unserem Land. Sie kommen aus Syrien und Afghanistan, aus Osteuropa, dem Iran und vielen anderen Ländern. Viele von ihnen haben einen anderen Glauben. Aber sie leben das, was Jesus wollte: Sie sind da für die Hilflosen und Kranken- in unseren Pflegeheimen, Krankenhäusern und Arztpraxen. Was wären wir ohne sie? Sehen wir sie? Nehmen wir sie wahr, fühlen wir mit ihnen? Sind wir dankbar dafür, dass wir sie in unserem Land haben, damit die Versorgung unserer älter werdenden Gesellschaft gewährleistet bleibt?

„Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte.“ Neulich habe ich in einem christlichen Gesprächskreis über dieses Thema gesprochen. Ein Mann in diesem Gesprächskreis hat erzählt, das ihm dieses Thema aus dem Herzen spricht. Beruflich kommt er in viele Firmen in der Region- und immer, immer wieder hört er dort fremdenfeindliche Parolen, die ihm ganz zuwider sind und seinem christlichen Menschenbild widersprechen. Für Diskussionen ist in seinem beruflichen Rahmen da weder Raum noch Zeit. Ja, auch in anderem Rahmen sind solche Diskussionen in der Regel sehr schwierig oder gar nicht möglich. Mit Gefühl: Dieser Mann konnte in der vertrauten Gruppe über seine Gefühle sprechen und hat dort Mitgefühl und Verständnis erfahren. Und doch wird ihm diese Härte wohl weiterhin entgegenschlagen in seinem beruflichen Alltag.

Sich selbst trotzdem nicht verhärten zu lassen, auch wenn uns Härte entgegenschlägt- wie kann das gelingen? Wie ist das- auch in anderen Situationen, wenn man im Streit auseinandergeht, und kein Weg der Versöhnung in Sicht ist? Eine Teilnehmerin der Gesprächsgruppe sagte: „Ich bete für diese Menschen, mit denen ich nicht kann. Ich bitte Gott darum, dass er sie segnet.“ Das hat mich beeindruckt. Wichtig finde ich: Meine Gefühle darf ich zu Gott bringen- alle. Egal ob ich sie selbst als gut oder schlecht einschätze. Meine Wut darf ich genauso zu Gott bringen wie die Angst und den Ekel; meine Trauer genauso wie die Freude. Und genauso darf ich den anderen Menschen, meinen Nächsten, Gott anvertrauen- mit allem, was ich über ihn denke und fühle. Und ich darf mich darauf verlassen: Gott kennt diesen Menschen besser als ich. Ich lege ihn in Gottes Hand. Gott wird es schon richten. Auf ihn will ich vertrauen. So sagt es auch Jesus in seinem Gespräch mit dem Schriftgelehrten. Als erstes legt er diesem Mann und uns allen ans Herz: „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.“ (Lukas 10, 27) Ja, wenn ich Gott die Ehre gebe und alle meine Gefühle zu ihm bringe, dann kann auch das Zweite gelingen, das Jesus sagt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Ihre Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer

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