
KIRCHLICHE NACHRICHTEN (KW 03/2026) 18.01. – 24.01.2026
Evangelisches Pfarramt Wehingen, Finkenweg 12, 78564 Wehingen, Tel. 07426-7186, Fax 07426-3012,
Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer, E-Mail: pfarramt.wehingen@elkw.de
Spendenkonto: IBAN: DE61 6439 0130 0412 3550 00 GENODES1TUT
Homepage: www.wehingen-evangelisch.de
Öffnungszeiten des Pfarrbüros (Frau Ulla Wildmann): Mo. von 09.00 bis 12.00 Uhr und Do. von 14 bis 16.30 Uhr. E-Mail: ursula.wildmann@elkw.de
Auf unserer Homepage www.wehingen-evangelisch.de finden Sie weitere Informationen
Wort der Woche – 2. Sonntag nach Epiphanias
Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
Johannes 1,16
Er segnet, wenn du kommst und gehst; er segnet, was du planst. Er weiß auch, dass du’s nicht verstehst und oft nicht einmal ahnst. Wer sich nach seinem Namen nennt, hat er zuvor erkannt. Er segnet, welche Schuld auch trennt, die Werke deiner Hand. (Jochen Klepper)
Herzliche Einladung zur Kinderkirche!
Wir treffen uns in der Regel am 2. und 4. Sonntag im Monat.
Wir beginnen gemeinsam mit den Erwachsenen um 9:30 Uhr in der Christuskirche, Finkenweg 12.
Wir freuen uns auf euch!!
Das Kinderkirch-Team
der Evangelischen Kirchengemeinde Wehingen
Bitte vormerken, weitersagen und anmelden!!!
Konfirmationsjubiläum 2026
am Sonntag, den 29. März
um 09.30 Uhr in der Christuskirche Wehingen
Herzlich eingeladen zu diesem Gottesdienst sind alle Silbernen, Goldenen, Diamantenen, Eisernen, Gnaden- und Kronjuwelen-Konfirmationsjubilare der Konfirmationsjahrgänge 2001, 1976, 1966, 1961, 1956 und 1951.Unabhängig davon, ob sie in Wehingen oder anderswo konfirmiert wurden.
Eine große Hilfe wäre uns auch, wenn Sie uns Adressen von weggezogenen Konfirmandinnen und Konfirmanden mitteilen könnten, damit wir sie ebenfalls zum Mitfeiern einladen können.
Ökumenisches Friedensgebet
in der Heilig-Kreuz-Kirche
in Gosheim
Mit dem Wunsch nach Frieden versammeln wir uns am Freitag, 16. Januar 2026 um 18.30 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche in Gosheim zu einem gemeinsamen Friedensgebet der Evangelischen Kirchengemeinde Wehingen und der katholischen Seelsorgeeinheit Lemberg.
Das „Kreativ-Café für Jederfrau“
Wir treffen uns wieder am 19. Januar um 15 Uhr im evangelischen Gemeindesaal in Wehingen. Und freuen uns immer über neue Gesichter.
Der Handarbeits- und Gesprächstreff, für alle, die gerne stricken, häkeln, sticken, nähen ... und dies nicht immer nur allein tun wollen! Bei einer Tasse Tee oder Kaffee tauschen wir uns über unsere Projekte aus, sammeln Ideen, reden, lachen, hören Geschichten … und mehr.
Und auch wer einfach nur so dabeisein will, ist bei uns herzlich willkommen!
Kontakt: Ingrid Gross – Tel. 07426/8484
Gabriele Haag – Tel. 07426/1588
Der Trossinger Tafelladen ist auf Spenden angewiesen. Dringend werden Lebensmittel, Hygieneartikel und andere Sachspenden benötigt. Jede Hilfe – ob groß oder klein – trägt dazu bei, Menschen in unserer Region zu unterstützen.
Im Pfarramt in Wehingen können Sie Ihre Spende
während den Bürozeiten abgeben.
montags (09:00-12:00 Uhr) und
am Donnerstagnachmittag (14:00-17:00 Uhr)
Nach den Gottesdiensten können bei der Messnerin Spenden abgegeben werden.
Aus unserer Gemeinde ist am 07. Januar gestorben
Martha Maria Bareuther aus Gosheim
Aus unserer Gemeinde wurde am 04. Januar getauft
Anastasia Asaionok aus Bubsheim
Wir bieten Ihnen wieder feste Taufsonntage an. Wenn Sie Ihr Kind gerne taufen lassen wollen, melden Sie sich auf dem Pfarramt.
Die nächsten Termine sind am 08.02., 22.02., 04.04. (Osternacht), 05.04. und am 19.04.2026 in der Christuskirche
Freitag, 16. Januar
18.30 UhrFriedensgebet in Gosheim, Heilig-Kreuz Kirche
Sonntag, 18. Januar (2. Sonntag nach Epiphanias)
09.30 UhrFamiliengottesdienst mit Konfi 3 und Tauferinnerung in Wehingen, Christuskirche (Pfrin. D. Kommer)
Sonntag, 25. Januar (3. Sonntag nach Epiphanias)
09.30 UhrGottesdienst mit Taufe und Einführung der neuen Kirchengemeinderäte in Wehingen, Christuskirche (Pfrin. D. Kommer)
09.30 UhrKindergottesdienst in Wehingen, Beginn mit den Erwachsenen in der Kirche
Sonntag, 01. Februar (4. Sonntag nach Epiphanias)
09.30 UhrGottesdienst mit Abendmahl (Wein) in Wehingen, Christuskirche
(Pfrin. D. Kommer)
Montag, 19. Januar
15.00 UhrKreativ-Café in Wehingen, Gemeindesaal
Dienstag, 20. Januar
16.00 UhrKrabbelgruppe in Gosheim, Lembergstr. 1, genaue Infos bei Frau Dettinger (015140491416)
Mittwoch, 21. Januar
14.00 UhrKonfirmandenunterricht in Wehingen, Gemeindesaal
Donnerstag, 22. Januar
09.30 UhrKrabbelgruppe in Gosheim, Lembergstr. 1, genaue Infos bei Frau Dettinger (015140491416)
19.30 UhrPosaunenchorprobe in Wehingen, Gemeindesaal
Predigt zum 1. Sonntag nach Epiphanias, 11. Januar 2026
Liebe Mitchristen!
Das neue Jahr ist nun schon einige Tage alt. Die Weihnachtsferien sind vorbei, der Alltag hat uns wieder. Auch der Konfirmandenunterricht hat am vergangenen Mittwoch wieder stattgefunden: Wann beginnt eigentlich in der Kirche das neue Jahr? Mit dieser Frage haben wir uns am Mittwoch beschäftigt und dabei festgestellt: Das neue Kirchenjahr beginnt schon am 1. Advent, mit der Vorbereitung auf Weihnachten. Ja, Weihnachten macht alles neu durch die Geburt von Jesus Christus. Jesus Christus schenkt uns das Leben neu.
So sind wir im Konfirmandenunterricht von Advent und Weihnachten her das ganze Kirchenjahr miteinander durchgegangen. Im Herbst haben wir miteinander Erntedank, Reformationstag, Buß- und Bettag und Totensonntag gefeiert. Gründonnerstag und Karfreitag sind die Tage vor Ostern. Da hat Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl gefeiert und ist am darauffolgenden Tag gekreuzigt worden, wussten die Konfirmanden. Ja, sogar zu Himmelfahrt und Trinitatis hatten die Konfirmanden eigene Gedanken, was an diesen Tagen gefeiert wird: Jesus wird in den Himmel aufgenommen, und wir feiern, dass Gott der Dreieinige ist - Vater, Sohn und Heiliger Geist. Nur bei Pfingsten, dem Fest zwischen Himmelfahrt und Trinitatis, da konnten die Konfirmanden nicht sagen, was wir da eigentlich feiern.
So haben wir in der Bibel die Pfingstgeschichte aus Apostelgeschichte 2 miteinander gelesen: Da saßen die Jünger nach der Himmelfahrt von Jesus ohne ihren Herrn in Jerusalem beieinander, und der Heilige Geist hat ihnen auf die Sprünge geholfen. Wie einen Sturm und wie Feuerflammen über ihren Köpfen, so haben die Jünger den Heiligen Geist erlebt. Und sie sind rausgegangen und haben der staunenden Menge draußen gepredigt vom auferstandenen Herrn Jesus Christus. 3.000 Menschen haben sich taufen lassen und die erste christliche Gemeinde gebildet. Und das alles nur durch das Wirken des Heiligen Geistes.
„Ich glaube an den Heiligen Geist.“ Dazu bekennen wir uns, jedes Mal, wenn wir das Apostolische Glaubensbekenntnis sprechen. In unserem Konfirmandenbuch „Anknüpfen. Meine Konfirmation“ ist zu diesem Satz ein Bild abgedruckt. Weil wir nun über das Thema Kirchenjahr zum Thema Heiliger Geist gekommen sind, schauen wir im Konfirmandenunterricht am Mittwoch dieses Bild miteinander an. Aber allein mit der Pfingstgeschichte lässt sich dieses Bild vom Heiligen Geist nicht verstehen: Warum wird der Heilige Geist wie eine Taube dargestellt - hier auf dem Bild und auch in manchen Kirchen?
In Matthäus 3, 13-17 lese ich mit den Konfirmanden: „Damals kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes. Er wollte sich von ihm taufen lassen. Johannes versuchte, ihn davon abzuhalten. Er sagte: „Ich müsste doch eigentlich von dir getauft werden! Und du kommst zu mir?“ Jesus antwortete: „Das müssen wir jetzt tun. So erfüllen wir, was Gottes Gerechtigkeit fordert.“ Da gab Johannes nach. Als Jesus getauft war, stieg er sofort aus dem Wasser. In diesem Moment öffnete sich der Himmel über ihm. Er sah den Geist Gottes, der wie eine Taube auf ihn herabkam. Da erklang eine Stimme aus dem Himmel: „Dies ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich Freude.“
Als Johannes Jesus tauft, reißt der Himmel auf. Die Weite wird sichtbar. Spiegel der Unendlichkeit. Alle sollen von der Vater-Sohn-Beziehung erfahren. Der Heilige Geist kommt in Gestalt einer Taube und die Stimme Gottes spricht vom Himmel her für alle hörbar: „Dies ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich Freude." Das ist die Stimme Gottes des Vaters. Sie spricht uns ihre unfassbare Liebe zu. Sie endet niemals. Und sie gilt auch für uns heute. Ja, auch heute öffnet sich bei jeder Taufe der Himmel. Und für jeden Getauften gilt Gottes Wort: Du bist mein geliebtes Kind. Ja, Gottes Heiliger Geist kommt auch zu uns. Wir sind getauft. Martin Luther hat das täglich neue Kraft gegeben: Ich bin getauft. In einer Predigt zu diesem Thema sagte er: „Noch heute ist der Himmel offen über der ganzen Welt. Diese Geschichte hört nicht auf bis auf den jüngsten Tag.“
In diesem Moment öffnete sich der Himmel über ihm. Haben Sie das selbst schon einmal erlebt in Ihrem Leben? Jedes Mal, wenn sich zwei fest in die Arme nehmen, öffnet sich der Himmel. Jedes Mal, wenn einer dem anderen versöhnlich die Hand reicht, öffnet sich der Himmel. Jedes Mal, wenn es doch noch einen Weg aus der Sackgasse gibt, öffnet sich der Himmel. Und der Heilige Geist kommt herab, mitten hinein in unsere Welt. Dann leuchtet das Licht in den Herzen. Dann strahlen die Augen und spiegeln etwas vom Glanz himmlischer Herrlichkeit, und nichts bleibt im Dunkeln. Vielleicht ist es nur für wenige Augenblicke so. Aber wenige Augenblicke können viel, manchmal sogar alles ändern. Ich denke an jemanden, der von dem Moment erzählt hat, als in der Klinik der Arzt sagte: „Sie können morgen nach Hause fahren. Alles soweit in Ordnung. Seien Sie unbesorgt!“ Himmelhochjauchzend hat er daraufhin seine Sachen zusammengepackt. So hat er diesen Moment erlebt.
Wie Jesus wohl seinen Moment des geöffneten Himmels erlebt hat, als der Heilige Geist auf ihn herabkam und er die Stimme Gottes des Vaters hörte? Sein Wunsch, sich von Johannes taufen zu lassen, stößt bei diesem zunächst auf Unverständnis und Abwehr: Jesus braucht das doch nicht, denkt Johannes. All die anderen, die da zu ihm kommen und sich taufen lassen wollen, ja - die brauchen die Taufe. Sie brauchen sie zur Erneuerung, zur Umkehr, zum Abwaschen von ihren Sünden und von allem, was sie von Gott trennt. Aber doch nicht Jesu, der ohne Sünde ist. Er, Johannes, ist doch nur der Vorläufer von Jesus. Jesus ist der Meister, nicht Johannes der Täufer.
Jesus zerstreut die Zweifel des Täufers. Er redet davon, dass der Wille Gottes erfüllt werden muss. Alle sollen ihn als den Sohn Gottes erkennen. Darum will und muss er getauft werden von Johannes. Da spielt es keine Rolle, dass der Meister eigentlich über dem Schüler steht. Denn dass Jesus sich taufen lässt, das geschieht zur Vergebung der Sünden. Für alle, die sich vor ihm von Johannes taufen lassen haben. Und für alle, die sich nach Jesus im Namen Jesu taufen lassen - bis auf den heutigen Tag. Es geschah und geschieht zur Vergebung der Sünden. Ja, Jesus geht mit seiner Taufe den ersten Schritt auf seinem Weg hin zum Kreuz. So erfüllt Jesus die Gerechtigkeit. So werden wir freigesprochen von unserer Schuld. Diese allumfassende Gerechtigkeit beginnt hier zu wirken, und das Zeichen dafür ist, dass Jesus sich Johannes unterordnet. Jesus lässt sich beschenken mit dem reinigenden, belebenden Wasser und mit dem Segen, den ihm Johannes zuspricht.
Das Geschenk des offenen Himmels reicht weit hinein in unser Leben, hinein in unsere Welt. Es ist das Geschenk des Heiligen Geistes. Der offene Himmel schenkt den Geist des Friedens, der Versöhnung und der Hoffnung. Das ist es, was wir bekennen, wenn wir im Glaubensbekenntnis sprechen: „Ich glaube an den Heiligen Geist.“ Das ist unsere christliche Hoffnung, an der wir uns festhalten. Auf diese Hoffnung sind wir getauft. Aber manchmal schwindet uns die Kraft dafür, und die schrecklichen Nachrichten, die über uns hereinbrechen, ziehen uns den Boden unter den Füßen weg. Dann ist es gut zu wissen: Wir müssen nicht aus eigener Kraft immer weitermachen. Wir dürfen innehalten. So wie Jesus bei seiner Taufe dürfen auch wir uns beschenken lassen mit Gottes Segen. Sein Heiliger Geist weist uns den Weg. Auch in schweren Zeiten.
Trotz allem Unrecht, Krieg und Leid hier auf dieser Welt gilt weiterhin: Der Himmel steht offen. Auf der Erde erheben die Mächtigen Gebietsansprüche und setzen sie mit Krieg und Gewalt durch. Aber der Himmel ist ein Geschenk von Gott, das für alle Menschen reicht. Und der Himmel steht uns offen - hier und jetzt in unserer Welt und unserem Leben.
Ihre Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer