Erst eine zarte Blüte und nach wenigen Monaten eine rote saftige und süße Frucht, die Kirsche – Diesem „Geheimnis“ auf der Spur waren kürzlich Kinder aus der dritten Klasse der Stirumschule zusammen mit Katrin Dickgießer-Weiß, Streuobst- und Naturpädagogin auf dem Heubühl. Anhand eines Modells einer Kirschblüte zeigte sie den Kindern wie diese Blüte im Detail aussieht und wie sie aufgebaut ist. Die Blüte lockt mit ihrem Duft die Bienen an, die sich dort den Nektar als eigene Nahrung holen. Dabei hinterlassen sie Pollen und befruchten damit die Blüten. Erst dadurch wächst aus der Blüte eine Frucht. Die Kinder konnten so die Bedeutung erkennen der Bienen und anderen Insekten für die Kirschbäume. „Ohne Bienen keine Kirschen“, sagte Dickgießer-Weiß. Weil es in der Natur immer wichtige Zusammenhänge gäbe, müsse man das gesamte System betrachten und schützen. „Wenn die Bienen nicht fliegen, haben wir keinen Honig, aber auch kein Obst von den Bäumen“, erklärte die Naturpädagogin. Bereits wenige Wochen nach der Blüte sind die Kirschen schon zu sehen – noch klein, grün und hart, aber bald rot und saftig. Mit dem Naturkundeunterricht im Freien und vor Ort auf dem Heubühl will die BürgerStiftung Bruchsal bereits Kindern diese Zusammenhänge verständlich machen. „Nur was man kennt, liebt man und kann es schützen“, sagt Gilbert Bürk vom Vorstand der Stiftung. „Deswegen haben die Projekte mit Katrin Dickgießer-Weiß für uns eine so große Bedeutung.“


