
Aufgerissene Müllsäcke vor einem Kleidercontainer am Haus Elisabeth in der August-Schneider-Straße – ein alter Stuhl vor den Containern am DRK-Zentrum in Ottenau inmitten fleckiger Matratzen und anderem Unrat: So sieht es mittlerweile regelmäßig vor den Altkleidercontainern im gesamten Stadtgebiet aus – zum Ärger des DRK und der Stadtverwaltung.
Denn: Alles, was um die Container herum gelagert wird, muss entsorgt werden. Und das kostet viel Geld. So viel, dass immer mehr Betreiber der Container ihre Altkleidercontainer abbauen. Auch das DRK hat sich bereits von einigen Standorten in Gaggenau verabschiedet. „Damit kommt das ganze System der Kleidersammlung zum Erliegen“, stellt die Stadtverwaltung fest und fragt: „Wollen wir das wirklich?“ Denn: Gibt es keine Kleidercontainer in den Städten mehr, sind alle Bürger verpflichtet, ihre alten, aber noch brauchbaren Kleider an den Mülldeponien abzugeben. Dafür müssen sie aber oft weitere Wege in Kauf nehmen. „Die Container dienen nicht der Sperrmüllentsorgung“, mahnt die Stadtverwaltung deshalb und bittet darum, dass ausschließlich brauchbare und gewaschene Kleidung in kleinen Tüten in die Container geworfen werden. Wer Sperrmüll hat, muss diesen über den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises entsorgen lassen. Auch „gut gemeinte“ Spenden von Kinderbedarf, die neben den Containern gerne abgestellt werden, verfehlen ihren Zweck. Denn: Gegenstände, die längere Zeit im Staub und Regen stehen, sind nicht mehr nutzbar. Wer anderen Menschen etwas Gutes tun möchte, kann dafür Kinderflohmärkte nutzen oder zum Beispiel in der Gaggenauer Woche unter der Rubrik „Zu verschenken“ inserieren.
