Schon seit längerem betreibt die Evangelische Kirchengemeinde eine Kleiderkammer, in der jeder kostenlos gute, gebrauchte Kleidungsstücke bekommen kann. Seither war die Kleiderkammer im Ludwig-Hofacker-Haus in Wildbad untergebracht. Dieser Raum wird inzwischen aber für das Pfarrbüro benötigt, sodass andere Räumlichkeiten notwendig waren.
Es fügte sich glücklich, dass die ehemalige Hausmeisterwohnung der Fünf-Täler-Schule in der Jahnstraße 14 frei wurde. Die Bruderhaus Diakonie hatte die Räume für die Schulsozialarbeit genutzt, die inzwischen aber im alten Forsthaus in der Olgastraße untergebracht ist. Und so konnte die Stadt Bad Wildbad die Zimmer im Erdgeschoss des Gebäudes für die Kleiderkammer zur Verfügung stellen.
Gisela Spahn, Leiterin der Kleiderkammer, freut sich zwar, dass ihr und ihren Mitstreiterinnen nun viel mehr Platz zur Verfügung steht als vorher, denn immerhin kann sie die Kleidungsstücke und auch einige Haushaltsgegenstände und Spielsachen nun in vier Räumen präsentieren. Der Nachteil des neuen Standorts in der Jahnstraße in Calmbach ist allerdings, dass er noch nicht so bekannt ist, und dass doch etliche Bürger aus Wildbad Schwierigkeiten haben, nach Calmbach zu kommen.
Deshalb wünscht sich Gisela Spahn, dass das Angebot der Kleiderkammer besser bekannt gemacht wird und bittet darum, dass man die Kleiderkammer in Gesprächen erwähnt. Auf diese Weise kann es sich nach und nach besser herumsprechen, dass nicht nur Flüchtlinge, sondern jeder, der kostenlose Kleidung gebrauchen kann, jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr vorbeikommen und sich das Angebot anschauen kann.
Damit die Kleiderkammer in der Jahnstraße 14 ihren Zweck erfüllen kann, ist sie auf Mundpropaganda angewiesen. Das Team bietet direkt an der Bushaltestelle vor der Fünf-Täler-Schule kostenlose Mode für alle Altersgruppen an – von Kinderkleidung bis hin zu Jacken und Hosen für Erwachsene. Gisela Spahn und ihr Team hoffen sehr, dass ihr Angebot am neuen Standort künftig auf ebenso große Resonanz stößt wie zuvor in Wildbad. (cb)