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Kleine Entdecker auf großer Reise

Zugprojekt der Sternengruppe begeistert Kinder über mehrere Wochen Die Kinder der Sternengruppe der Kindertagesstätte Hüttenäcker begaben sich in...
Foto: Gemeinde Erlenbach

Zugprojekt der Sternengruppe begeistert Kinder über mehrere Wochen

Die Kinder der Sternengruppe der Kindertagesstätte Hüttenäcker begaben sich in den vergangenen Wochen auf eine besondere Entdeckungsreise. Unter dem Motto „Kleine Entdecker auf großer Reise“ entstand ein Projekt rund um das Thema Zug, das die Kinder über mehrere Wochen im Kita-Alltag begleitete.

Ausgangspunkt für das Projekt waren Beobachtungen im Alltag: Immer wieder beschäftigten sich die Kinder im Spiel mit Fahrzeugen. Um herauszufinden, welches Fahrzeug sie besonders interessiert, wurden verschiedene Bildkarten angeschaut und die Kinder durften ihre Favoriten wählen. Schnell zeigte sich, dass Zug, Feuerwehr und Abschleppauto besonders beliebt waren. Das Projekt startete mit dem Thema Zug – und entwickelte sich aufgrund des großen Interesses der Kinder schnell zum Mittelpunkt der gemeinsamen Aktivitäten.

Nach den Weihnachtsferien begann das Projekt mit einer kleinen Überraschung. Als die Kinder morgens in die Kita kamen, entdeckten sie im Hallenbereich aufgeklebte Schienen auf dem Boden, die sich bis zu den Gruppenräumen verzweigten. Neugierig folgten sie den Schienen und erkundeten spielerisch die Wege durch die Einrichtung.

Im Verlauf des Projekts beschäftigten sich die Kinder auf vielfältige Weise mit dem Thema Zug. Sie schauten Bilderbücher an und hörten das Kamishibai „Emma und Paul fahren Zug“. Dabei lernten sie, was zu einer Zugfahrt gehört: der Kauf einer Fahrkarte, die Kontrolle durch die Schaffnerin, der Lokführer im Führerstand und das Warten an geschlossenen Schranken.

Nach und nach erfuhren die Kinder noch mehr über Züge: dass sie auf Schienen fahren, Waggons angekoppelt werden und Züge unterschiedliche Dinge transportieren können – zum Beispiel Holz, Kohle oder Autos.

Ein besonderer Mittelpunkt war ein großer Pappzug, in den sich die Kinder hineinstellen konnten. Doch eines Tages ging unserem Zug die Kohle aus. In einer Bewegungslandschaft machten sich die Kinder auf den Weg, neue Kohle zu finden. Dabei überwanden sie Brücken, Berge und Tunnel, bevor sie die Kohle zum Zug zurückbrachten und ihn wieder „betanken“ konnten.

Auch kreativ wurden die Kinder aktiv: Mit Fingerfarben, Pinseln und Schwämmen gestalteten sie eigene Anhänger für den Zug. Im Freispiel griffen sie das Thema immer wieder auf, bauten Schienenstrecken und spielten Zugfahrt.

Begleitet wurde das Projekt von einer gemeinsamen Dokumentation. Nach jeder Aktivität wurde ein neuer Anhänger mit Fotos gestaltet. Die Kinder erkannten sich auf den Bildern wieder und erzählten, was sie erlebt hatten.

Den Höhepunkt des Projekts bildete schließlich ein gemeinsamer Ausflug zum Bahnhof. Für die Kinder war es ein besonderes Erlebnis, selbst mit Bus und Bahn unterwegs zu sein. Am Bahnhof angekommen, konnten sie die Züge aus nächster Nähe beobachten. Gemeinsam schauten sie auf die Signale und Ampeln und verfolgten gespannt, wie sich die Schranken schlossen, wenn ein Zug einfuhr. Autos und Fußgänger warteten, bis der Zug vorbeigefahren war und sich die Schranken wieder öffneten. Vieles von dem, was die Kinder in den Wochen zuvor im Projekt kennengelernt hatten, konnten sie hier in der Wirklichkeit wiederentdecken.

So entstand aus den Interessen der Kinder ein Projekt, bei dem sie über mehrere Wochen beobachten, ausprobieren, gestalten und sich bewegen konnten – ganz im Sinne unseres Mottos:

„Kleine Entdecker auf großer Reise“.

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Ausgabe 13/2026
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