
Worte können nur schwer ausdrücken, wie schön das Ambiente bei der Klosterweihnacht in der Wildberger Klosteranlage wieder einmal war. Rund 40 Stände, eine einmalige Beleuchtung mit Sternen und Geschenken in warmweiß und liebevoll geschmückte Weihnachtsbäume verwandelten das historische Gelände in ein weihnachtliches Wunderland. Das Rahmenprogramm mit regionalen und überregionalen Künstlern hat für eine stimmungsvolle Atmosphäre und Unterhaltung gesorgt. Zwei neue Highlights – eine Feuershow und eine Eisstock-Bahn – haben den traditionellen Weihnachtsmarkt noch spannender gemacht.
Was den Wildberger Weihnachtsmarkt so besonders macht, ist die breite Unterstützung in der Bevölkerung. Viele Aussteller kommen aus dem Stadtgebiet und nutzen die Klosterweihnacht, um sich zu präsentieren – sei es mit selbstgemachten Arbeiten, gut riechenden Seifen und Ölen, Fellen in verschiedenen Varianten oder leckerem Essen und selbstgebackenem Kuchen. Eine schöne Ergänzung ist die Ausstellung der Hobbykünstler.
"Der Wildberger Weihnachtsmarkt hat seit über 30 Jahren Tradition in der Schäferlaufstadt", weiß Jacqueline Geisel, Vorsitzende des Bürger-& Gewerberings Für Wildberg, der die Klosterweihnacht veranstaltet. "Dieser Geschichte wollen wir auch weiterhin Rechnung tragen." Dennoch habe man sich in diesem Jahr an ein paar Veränderungen gewagt, um den Weihnachtsmarkt auch in Zukunft attraktiv für Besucher und Aussteller zu gestalten. "Wir legen Wert darauf, eine ausgewogene Mischung aus Waren- und Essensangebot zu bieten und dabei auch das ein oder andere nach Wildberg zu holen, das andere Weihnachtsmärkte nicht haben." Das eine bedinge das andere, so die Vorsitzende: "Haben wir viele Besucher, bekommen wir mehr Aussteller und Künstler. Haben wir ein abwechslungsreiches Angebot, schauen auch mehr Menschen vorbei."
Die Freude beim Verein war daher groß, als sich die Wildberger Jugendfeuerwehr bereiterklärte, eine Eisstock-Bahn nur für die Klosterweihnacht zu bauen. Mit diesem neuen Angebot für jedes Alter ist es gelungen, den malerischen Bogen hinter der Musikschule zum Leben zu erwecken – in Kombination mit Essen, Getränken, weihnachtlichen Artikeln und einem Weihnachtsgeschichten-Angebot für Kinder.
Ein echter Besucher-Magnet war auch die Feuershow am Samstagabend. Mit Philgor konnten professionelle Künstler für diesen Programmpunkt gewonnen werden. Die Wiese zwischen Marktgelände und Klostersee war bis auf den letzten Zentimeter mit Besuchern gefüllt, die staunten, jubelten und applaudierten, während die beiden Feuerkünstler eine Mischung aus Tanz, Action, Emotion und Rock vorführten – begleitet von atemberaubenden Flammen, Feuerbällen, Funkenregen und LED-Show. Ebenso gut kamen die beiden "Walking Acts" von Philgor an, die leuchtend und glitzernd über das Marktgelände schlenderten und vor allem Kinder begeisterten.
Die neue Aufteilung der Stände wird sich noch etablieren müssen, bietet aber schon jetzt Vorteile. Erstmals waren die Holzhütten zentriert im Bereich um die Musikschule und bis zur Meiereischeune zu finden. Das CVJM-Café nutzte gemeinsam mit den Hobbyköchen den Keller im Fruchtkasten, dafür konnten die Hobbykünstler ihre Arbeiten in der Meiereischeune präsentieren.
"Wir können sehr zufrieden sein mit der Resonanz", findet Jacqueline Geisel. Trotz eigentlich viel zu warmen Temperaturen und Regen am Sonntag schauten viele Besucher vorbei. Einiges positives Feedback sei auch schon beim Verein angekommen. Kritikpunkte gibt es natürlich ebenfalls. Deshalb hat der Verein erstmals Feedback-Karten bei den Besuchern und Ausstellern verteilt, die noch ausgewertet werden. So kann der Weihnachtsmarkt jedes Jahr ein bisschen besser werden.
Der Erfolg der Klosterweihnacht ist ein Verdienst vieler helfender Hände, vieler Künstler, Aussteller und Musiker sowie vieler Menschen, die im Hintergrund alles für das Gelingen der Veranstaltung geben. Diese Menschen hinter den Kulissen sind kaum zu sehen und doch sorgen sie dafür, dass ein solcher Weihnachtsmarkt überhaupt stattfinden, geschweige dessen reibungslos ablaufen kann.
Allen voran seien die vielen ehrenamtlichen Helfer genannt, die vom Auf- und Abbau der Hütten bis hin zur Marktleitung Unbeschreibliches wuppen. Wenn Not am Mann ist, sind sie zur Stelle – ohne wenn und aber. Sie suchen Lösungen und handeln, anstatt lange zu fackeln. Das gilt ebenso für die Partner, sei es in Sachen Strom, Beleuchtung, Tontechnik, Sicherheit oder Busshuttle. Auch außerhalb der Geschäftszeiten stehen sie mit dem Verein in der Kälte und sorgen für das Gelingen des Weihnachtsmarktes. Das Wort „Bereitschaft“ bekommt da eine ganz neue Bedeutung.
Die Feuerwehr hat in diesem Jahr nicht nur beim Parkdienst unterstützt. Die Jugendfeuerwehr hat in Eigenregie eine Eisstockbahn konzipiert und gebaut. Die Gültlinger Abteilung ist beim Abbau der Hütten eingesprungen, ebenso die Hobbykünstler und weitere Freiwillige. Dann wären da noch die spontanen Retter. Wenn etwas nicht läuft, es kurzfristig eine andere Lösung oder einen Kompromiss braucht, sind sie für uns da. Selbst, wenn das Orga-Team erst wenige Tage vor der Klosterweihnacht anrufen.
Ohne Geld geht nichts – auch bei so viel Ehrenamt. Zahlreiche Sponsoren haben den Verein in diesem Jahr unterstützt: die VGC (Edeka), Rempp Küchen, Oliver Kümpflein (Elektro Kümpflein), Beck Bus, die Hochdorfer Kronenbrauerei, der Friseursalon Süsser, der Baustoffhandel Kömpf und das Pressebüro SG-PR. Darüber hinaus sind uns viele Partner bei der Abrechnung entgegengekommen. Das ist nicht selbstverständlich!
"Wie die Wildberger anpacken können", bewundert Jacqueline Geisel, "ist beispielgebend und sicher keine Selbstverständlichkeit!"