Diese Frage hört sich vielleicht etwas ungewöhnlich an, Weintrauben reagieren aber tatsächlich extrem auf Hitze und direkte Sonneneinstrahlung. Mögliche Verbrennungen äußern sich durch rötlichblaue bis rötlichbraune Verfärbungen. Später welken diese Beeren und trocknen ein. Betroffene Trauben sind dann besonders empfindlich für Folgeschäden durch Pilzkrankheiten oder tierische Schädlinge wie die Essigfliege.
Aufgabe des Weinbergteams ist es daher, noch im unempfindlichen frühen Beerenstadium durch gezieltes Entblättern dafür zu sorgen, dass sich die Traubenhäute kräftigen und die Bildung von UV-Schutzmechanismen angeregt wird. Trauben sollen zwar genügend Licht und Sonne bekommen, brauchen aber in der größten Nachmittagshitze Schatten. Überschüssiges Laub muss auch deshalb entfernt werden, damit mehr Wasser in die Beeren gelangt und damit dort für Verdunstung und Kühlung sorgen kann.
Wieder einmal wird deutlich, wie stark sich Witterungseinflüsse und deren Veränderung auf unsere Reben und damit auf die Qualität unseres Weines auswirken können. Dank kompetenter Beratung durch unseren Winzer Achim Jahn werden solche kritischen Situationen rechtzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen.

