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Kommunales Kino guckloch Donaueschingen zeigt: „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ – Montag, 11.05.2026, 20:00 Uhr, Deutsche Originalfassung

Kommunales Kino guckloch Montag, 11.05.2026, 20:00 Uhr, Deutsche Originalfassung Cinema, An der Donauhalle 5, zeigt: „Sie glauben an Engel, Herr...
Foto: Ziegler Film

Kommunales Kino guckloch

Montag, 11.05.2026, 20:00 Uhr, Deutsche Originalfassung

Cinema, An der Donauhalle 5, zeigt:

„Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“

Deutschland, Schweiz 2025

Regie: Nicolas Steiner

Drehbuch: Bettina Gundermann

Bildgestaltung: Markus Nestroy

Montage: Kaya Inan

Musik: John Gürtler, Jan Miserre

Produktion: Ziegler Film

DarstellerInnen: Luna Wedler, Karl Markovics, Nikolai Gemel, Lars Eidinger, Jan Bülow, Dominique Pinon

127 Minuten

FSK: ab 12

Deutsche Originalfassung

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Die optimistische, lebensfrohe Studentin Lena glaubt fest an das Glück und an das Gute im Menschen. Sie ist eingeschrieben für Germanistik und Puppenspiel und übernimmt im Auftrag des „Amtes für Ruhe und Ordnung“ einen Job als Schreibtherapeutin.

Im Rahmen eines sozialen Projekts wird sie als Trainerin zu Hugo Drowak geschickt, dieser soll an der Maßnahme „Gewaltfrei und tolerant durch Kreativität“ teilnehmen. Der einsame alte Misanthrop, Alkoholiker und ehemalige Obdachlose lebt allein und voller Hass in einer zugemüllten Wohnung, nur umringt von den leer getrunkenen Flaschen. Er hat sein Glück schon vor langer Zeit verloren.

Trotz seiner Ablehnung ihr gegenüber und allerlei Beleidigungen gibt Lena nicht auf, Drowak für den kreativen Prozess des Schreibens zu begeistern. Sie ist überzeugt, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient. Widerwillig lässt er sich auf die Übungen mit Lena ein und sie merkt, dass literarisches Talent in ihm steckt. Lena ist verzaubert von seiner Poesie über Liebe und Magie.

Durch das Schreiben werden in Drowak Erinnerungen an Ana wach, die Liebe seines Lebens. Mit Ana lebte er einst zusammen, für Ana schrieb er einst jeden Tag ein Gedicht, mit Ana hat er ein Kind. Doch dann kam es zu einem fürchterlichen Zerwürfnis, und das hatte mit seinen Texten zu tun. Wird sich diese traumatische Erfahrung ein zweites Mal wiederholen? Werden die Dämonen von Herrn Drowak Besitz ergreifen?

Regisseur Nicolas Steiner gelingt es, in schwarz-weißen Bildern eine kafkaeske, fast märchenhaft-surreale Gegenwartswelt zu schaffen, mit kopfstehenden Bauten und brutalistisch abweisenden Wohnklötzen, während er die Szenen aus Drowaks Vergangenheit in warmen Farben wiederaufleben lässt.

Ein außergewöhnlicher Film über das Zusammenleben sehr eigenwilliger Menschen. Und über Einsamkeit, denn auch Lena braucht lebensgroße Puppen an ihrem Küchentisch, um sich nicht allein zu fühlen. Über Toleranz und über die Liebe.

(Gertrud Cammerer-Karger)

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Stadt Donaueschingen
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Ausgabe 19/2026
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